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Handball: Die Tränen des Weltmeisters

Tränen flossen, die Spieler lagen sich in den Armen und rangen nach Worten: Die deutsche Nationalmannschaft ist nach schwacher Leistung ausgeschieden. Der Traum von Gold ist geplatzt. Die entscheidende Niederlage gegen die Dänen machte eines deutlich: Die glorreichen Zeiten scheinen erst einmal vorbei, besonders die Perspektiv-Spieler geben Anlass zur Sorge.

Von Jens Fischer, Peking

Es waren die Minuten des Schreckens. Christian Schwarzer stand an der Mittellinie zum Anwurf bereit und die deutsche Handball-Legende wusste nicht mehr weiter. Gerade hatten die Dänen im alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins olympische Viertelfinale den Treffer zum 15:11 erzielt, als Schwarzer nach draußen zu Brand blickte. In der Hoffnung, dort Rat zu finden. Aber auch der Trainer wußte keinen mehr. Im deutschen Spiel lief ab diesem Zeitpunkt nichts mehr nach Plan. Und es wurde bis zum Ende der Partie auch nicht mehr besser.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat in Peking ein Desaster erlebt und ist nach der bitteren 21:27-Niederlage gegen Dänemark bereits nach der Vorrunde ausgeschieden. Und das verdient. Bereits in den Spielen zuvor hatten die Deutschen nie an die Leistungen früherer Turniere anknüpfen können. Südkorea, Ägypten, Russland – alle drei Partien waren Zitterpartien und zeigten: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steckte ausgerechnet während der olympischen Spiele in einer tiefen Krise.

Alter Leitwolf ohne Frische

Dabei hatte Heiner Brand im Vorfeld des schweren Turniers alles getan, um seinen Jungs den notwendigen Schwung zu verleihen. Denn auch ihm war klar, dass es seiner Mannschaft an der Sicherheit fehlt, um in Peking erfolgreich zu bestehen. Nach dem Theater um den Rücktritt des Spielmachers Markus Baur, den sein Verein TBV Lemgo nicht freigegeben hatte, hatte Brand extra den alten Leitwolf Schwarzer reaktiviert, um den deutschen Handballern den notwendigen Rückhalt zu geben. Die Wirkung verpuffte im Laufes des Turniers, man merkte Schwarzer an, dass er zwar immer noch ein sehr guter Handballer ist, aber nach einer langen Karriere nicht mehr die Frische besitzt, eine Mannschaft aus einem Tief herauszuziehen.

Direkt nach dem Spiel sitzt Torhüter Johannes Bitter auf dem Hallenboden und weint bittere Tränen. Erst in der zweiten Hälfte für den enttäuschenden Henning Fritz ins deutsche Tor gekommen, kann er seine Enttäuschung nach dem Aus nicht mehr verbergen. Er hat wie immer alles gegeben, hat sich in die Bälle der Dänen geworfen und auch einiges gehalten – aber es reichte nicht. Auch die anderen deutschen Spieler liegen sich in den Armen und suchen gegenseitig Trost. Trainer Brand zupft an seinem legendären Bart, um den er diesmal nicht fürchten muss. Die Erfolgsrasur fällt aus.

"Wir haben einfach zu wenig getan"

Zu schwach hatten sich seine Spieler präsentiert, das wusste auch Bitter, der nach der Pleite nach Worten rang: "Wir haben einfach zu wenig getan, um hier zu bestehen. International ist das Niveau mittlerweile so hoch, dass so eine Leistung wie die unsere einfach nicht mehr ausreicht."

In der Tat: Die Deutschen spielten ein ganz schwaches Turnier. "Wir haben bis zum Ende alles gegeben und haben viele Chancen leichtfertig vergeben", meinte Schwarzer und schüttelte, während er dies sagte, immer wieder ungläubig den Kopf. "Wir hatten alle Karten in der Hand, aber jetzt sind wir ausgeschieden."

Was aber genau waren die Gründe für das bittere Olympia-Aus des amtierenden Weltmeisters?

"Für ganz oben hatten wir nicht das Potenzial"

Darauf wusste Brand die passende Antwort: "Das gesamte Turnier verlief schlecht für uns. Da waren zum einen die Ergebnisse der anderen Partien, aber auch die eigene Leistung stimmte nicht. Aber es ist bitter: Ein Sieg heute und wir wären Gruppen-Erster, jetzt sind wir ausgeschieden." Aber Sport hat grundsätzlich keinen Raum für Eventualitäten – das weiß auch Brand, er ist ein Freund der klaren Worte: "Die Dänen waren einfach besser als wir. Unsere Möglichkeiten waren hier einfach begrenzt und wir haben gerade in diesem entscheidenden Spiel viel zu viele Fehler gemacht. Für ganz oben hatten wir einfach nicht das Potenzial."

Das Fazit ist schnell gezogen: Die glorreichen Zeiten des deutschen Handballs scheinen erst einmal vorbei zu sein. Gerade der verletzungsbedingte Ausfall von Leistungsträgern wie Oleg Velyky, Lars Kaufmann oder zuletzt Pascal Hens konnten nicht kompensiert werden. Das Angriffsspiel der Deutschen war über das gesamte Turnier einfallslos, der Ball lief holprig durch die Reihen und es mangelte an Kreativität. "Die Weltmeister-Mannschaft von 2007 hatte einfach eine andere Struktur", sagte Brand in der Pressekonferenz, ohne weiter auf Details eingehen zu wollen.

Sorgen um die Zukunft des deutschen Handballs

Klar ist aber: Der zweite Anzug, die Zukunft des deutschen Handballs, sitzt nicht. Spieler wie Holger Glandorf, Dominik Klein oder Michael Haaß haben bei diesem Turnier zwar alles gegeben, aber ob deren Potenzial für internationale Ansprüche ausreicht, scheint fraglich. Zu limitiert wirkten sie gegen die Dänen in den Spiel entscheidenden Momenten. "Bei den Jungen hat man gemerkt, dass sie ihr erstes olympisches Turnier spielen", erklärte ein frustrierter Schwarzer. Und man sah ihm dabei an: Er machte sich Sorgen um die Zukunft des deutschen Handballs.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(