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Olympia 2016: Doping in Russland: Warum ausgerechnet Whistleblowerin Stepanowa nicht nach Rio darf

Olympia 2016 findet ohne Julia Stepanowa statt. Die Leichtathletin half zwar mit, den Doping-Skandal im russischen Sport aufzudecken - darf aber dennoch nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Wie kann das sein?

Olympia 2016 Julia Stepanowa

Olympia 2016 findet ohne sie statt: Julia Stepanowa, die Whistleblowerin in der Aufklärung des russischen Doping-Skandals

Whistleblowerin Julia Stepanowa darf bei den Olympischen Spielen in Rio trotz ihrer Mithilfe bei der Aufklärung des umfassenden Dopings in Russland nicht starten. Der Antrag der Leichtathletin, beim Ringe-Spektakel im August als "neutrale" Athletin unter der olympischen Flagge antreten zu dürfen, lehnte das Internationale Olympische Komitee ab. Sie erfülle angesichts ihrer Doping-Vergangenheit trotz ihrer Verdienste um Aufklärung nicht die "ethischen Anforderungen", teilte das IOC am Sonntag in Lausanne mit. Leichtathleten unter russischer Flagge dürfen in Rio nicht antreten.

Die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa hat den Olympia-Ausschluss Stepanowas begrüßt. "Sie sollte lebenslang gesperrt werden. Ich verstehe die Aufregung um einen Menschen, der gedopt hat und dafür bestraft wurde, überhaupt nicht", sagte die zweimalige Olympiasiegerin der Agentur R-Sport.

Olympia 2016: "Damit spuckt man uns ins Gesicht"

"Sie zu einer Heldin zu machen, damit spuckt man uns ins Gesicht.
Deshalb ist es richtig, sie nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen zu lassen", sagte die 34-Jährige in Moskau. "Zumindest eine weise Entscheidung wurde in der Leichtathletik getroffen." 


tim / DPA