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Die Olympia-Nacht: Organisatoren spielen Lügengeschichte der US-Schwimmer herunter

Der Skandal um die US-Schwimmer mit Superstar Ryan Lochte nimmt absurde Züge an. Nur die Organisatoren finden's nicht so schlimm. Und sonst? Hockey-Kapitän Moritz Fürste macht Späße, Usain Bolt macht ernst. Was Sie gestern (Nacht) verpasst haben.

Olympia Schwimmer Skandal

Olympia hat einen neuen Skandal: Die US-Schwimmer - hier Gunnar Bentz - sollen eine Raubüberfallgeschichte erfunden haben

Alle Events, alle Entscheidungen der Nacht und des gestrigen Olympia-Tages finden Sie hier in unserem Livecenter.

Die wichtigsten Entscheidungen:

- Die Rennkanuten Max Rendschmidt und Marcus Groß haben die Goldmedaille gewonnen. Im Kajak-Zweier über 1000 Meter setzten sich die Weltmeister vor Serbien und Australien durch.

- Rennkanutin Franziska Weber hat zwei Tage nach Silber im Kajak-Zweier eine weitere olympische Medaille in Rio de Janeiro verpasst. Die Potsdamerin paddelte im Kajak-Einer über 500 Meter auf Rang fünf. Olympiasiegerin wurde Danuta Kozak aus Ungarn. Silber ging an die Norwegerin Emma Jörgensen, Bronze holte Lisa Carrington aus Neuseeland.

- Deutschland-Bezwinger Argentinien ist erstmals Hockey-Olympiasieger bei den Herren. Der Panamerika-Meister setzte sich im Finale mit 4:2 (3:1) gegen Belgien durch. Die Silbermedaille ist der bislang größte Erfolg in der Geschichte des belgischen Hockeys. 

- Die Segler Erik Heil und Thomas Plößel haben Olympia-Bronze gewonnen. Die 49er-Crew sicherte sich die erste deutsche Segel-Medaille seit acht Jahren.

- Der Brite Alistair Brownlee hat einmal mehr das Duell gegen seinen Bruder Jonathan für sich entschieden und die Goldmedaille beim olympischen Triathlon gewonnen. Der Olympiasieger von 2012 setzte sich in 1:45:01 Stunden vor seinem Bruder durch und holte als erster Triathlet zum zweiten Mal Gold.

- Der Amerikaner Kerron Clement hat die Goldmedaille über 400-Meter-Hürden bei den Olympischen Spielen in Rio gewonnen. Mit 47,73 Sekunden setzte sich der Weltmeister von 2007 und 2009 am Donnerstag gegen Boniface Mucheru Tumuti aus Kenia durch, der 47,78 Sekunden schnell lief. Bronze ging an den Türken Yasmani Copello. Er kam nach 47,92 Sekunden über die Ziellinie. Pech hatte der Olympia-Dritte von 2012, Javier Culson aus Puerto Rico, der wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

- Ringerin Nina Hemmer hat ihren Auftaktkampf verloren und ist ausgeschieden. Die 23 Jahre alte Olympia-Debütantin vom AC Ückerrath unterlag in der Kategorie bis 53 Kilogramm der Chinesin Xueschun Zhong mit 1:6. Nach einem eigenen Wurfansatz wurde Hemmer von der Chinesin gekontert und lag schnell mit 0:2 hinten, ehe sie fast geschultert wurde - nur der Halbzeitpfiff rettete sie. Da die Asiatin danach von der Amerikanerin Louise Helen Maroulis vorzeitig im Achtelfinale bezwungen wurde, hat Hemmer keine Chance mehr auf die Hoffnungsrunde und den Kampf um Bronze.

- Die deutschen Leichtathleten blieben ohne Medaillen. Zehnkämpfer Kai Kazmirek kam Edelmetall noch am nächsten und erzielte als Vierter mit 8580 Punkten immerhin persönliche Bestleistung. Der amerikanische Weltrekordler Ashton Eaton wiederholte mit 8893 Punkten seinen Erfolg von 2012 und stellte den olympischen Rekord ein.

Im Speerwerfen war die frühere Weltmeisterin Christina Obergföll als Achte mit 62,92 Metern noch Beste des viel höher eingeschätzten deutschen Trios. Linda Stahl wurde Elfte, Christin Hussong Zwölfte. Gold gewann die Kroatin Sara Kolak mit 66,18 Metern.

Auch der ehemalige Weltmeister David Storl enttäuschte als Siebter mit der Kugel. Mit 20,64 Metern lag er fast zwei Meter hinter dem neuen Olympiasieger Ryan Crouser. Der Amerikaner gewann mit 22,52 Metern und olympischem Rekord. 

Wie läuft's für Deutschland?

Bestenfalls solide: Kanu-Gold kann sich ebenso sehen lassen wie Hockey-Bronze und die erste Segel-Medaille seit acht Jahren. Allerdings trübt die Leichtathletik ein wenig die Bilanz. Klammheimlich hatten die Deutschen auf Medaillen im Speerwerfen, beim Kugelstoßen und im Zehnkampf spekuliert. Heraus kam leider nur Blech. Immerhin. Im Medaillenspiegel liegt die deutsche Mannschaft kurz vor der Zielgeraden der Spiele inzwischen auf Platz 4 - vor Russland und hinter den USA, Großbritannien und China.

Das hätten Sie auf keinen Fall verpassen sollen:

Natürlich die Sprint-Urgewalt eines Usain Bolt. Wenngleich das Rennen schon vor dem Start erheblich an Spannung verlor. Denn mal ehrlich: Wer hat ernsthaft dran gezweifelt, das der Superstar auch die 200 Meter gewinnt. Die Frage war bloß: Läuft er Weltrekord oder nicht? Und die war eigentlich vor dem Startschuss schon beantwortet. Denn der Wind und die feuchte Bahn machten das Vorhaben schon vor Beginn zunichte

Bolt ließ wie erwartet in 19,78 Sekunden alle seine Konkurrenten hinter sich. Seine sieben Jahre alte Bestmarke von 19,19 Sekunden bleibt allerdings bestehen.

Silber hinter dem Jamaicaner sicherte sich in 20,02 Sekunden der Kanadier Andre de Grasse, der mit dem er sich im Halbfinale bereits ein lustiges Scharmützel geliefert hatte. Bronze ging an den Franzosen Christophe Lemaitre (20,12).

Der schnellste Mann der Welt feierte auf seiner Paradestrecke seinen insgesamt achten Triumph bei Sommerspielen und kann mit der Staffel am Freitag sein drittes Gold-Triple perfekt machen. 

Gewinner des Abends:

Nach der gewonnenen Olympia-Bronzemedaille mit den deutschen Hockey-Herren erlaubte sich Moritz Fürste auf der Pressekonferenz einen Scherz mit den Organisatoren. Der bestens gelaunte Kapitän nutzte das Unwissen eines Volunteers aus und versicherte glaubhaft, er sei der Bundestrainer. Der Helfer hatte kurz zuvor die Namensschilder von Fürste und Bundestrainer Valentin Altenburg in den Raum gebracht und Fürste dabei fragend angeschaut, weil er die beiden Deutschen nicht kannte.

Diese Steil-Vorlage ließ sich der Hamburger nicht entgehen und deutete glaubhaft auf das Altenburg-Schild. So wurde das Namensschild des Bundestrainers vor Fürste aufgestellt, Altenburg wurde als Fürste deklariert. Die gesamte Pressekonferenz über grinste das Duo auf dem Podium und freute sich über den Streich.  

Der größte Aufreger:

Jeder, der schon mal ein Austauschjahr in den USA verbracht hat, weiß: Die Sport-Asse kommen an der High School mit so ziemlich allem durch -  manche von ihnen vergessen jedoch vor Beginn des wahren Lebens, dass die Narrenfreiheit spätestens mit dem Schulabschluss seine Gültigkeit verliert. Nach allem, was man über die US-Schwimmstars um Superstar Ryan Lochte so hört, sind sie letzterer Kategorie zuzuordnen. Die US-Schwimmer hatten am vergangenen Sonntag berichtet, sie seien am frühen Morgen bei einer Taxifahrt vom Französischen Haus in Richtung Olympisches Dorf überfallen und beraubt worden. Dabei war es offenbar ganz anders: "Die Athleten wurden nicht bestohlen", so Rios Polizeichef Fernando Velloso.

Aufnahmen der Überwachungskamera einer Tankstelle zeigen zudem, dass der US-Schwimmstar Ryan Lochte und seine drei Kameraden keine Gewalt erlitten hätten. Medienberichten zufolge gerieten die vier Athleten bei der Rückkehr von einer nächtlichen Party in Streit mit einem Tankwart, nachdem sie gegen dessen Wand uriniert hatten. Zudem sollen sie bei der Tankstelle die Tür einer Toilette eingetreten haben sollen. Anschließend sei ein Sicherheitsmann gekommen. Eine Waffe habe der Mann aber nie gezogen. Der Geschäftsführer der Tankstelle habe wenig später von den Schwimmern eine Entschädigung für die eingetretene Tür verlangt. Nach einer Diskussion hätten die Athleten bezahlt und seien weitergefahren. Zu dem Vorfall soll es ein Video geben. "Leider haben die Schwimmer eine Lüge nach der anderen erzählt", zitierte die "New York Times" am Donnerstag einen Polizisten, der das Video kennt.

Lochte & Co. waren also offenbar mehr Täter als Opfer. Ihre Randale ist kein Ruhmesblatt - der Versuch, die Schuld auf andere zu schieben, ist allerdings kaum zu toppen. Oder ...?

Verlierer des Abends:

... vielleicht doch. Vielleicht mutet das offizielle Statement des olympischen Organisationskomitees sogar noch ein bisschen absurder an als die Aussetzer der Schwimmer: "Wir müssen verstehen, dass diese Burschen Spaß haben wollen. Sie stehen bei den Wettkämpfen unter gigantischem Druck", nimmt Sprecher Mario Andrada die Sportler ohne Groll in Schutz. "Gebt den Jungs eine Pause. Manchmal machst du Sachen, die du später bereust. Sie sind großartige Sportler. Sie hatten Spaß, sie haben einen Fehler gemacht, das gehört zum Leben. Und das Leben geht weiter."

Einen besseren Beweis für die Weltfremdheit vieler Olympia-Verantwortlicher kann es nicht geben. Ein fataleres Zeichen kann man in einer Stadt, die durch die Ausrichtung der Spiele ohnehin in unversöhnliche Lager geteilt wird, nicht setzen. Was wohl der Tankstellenbetreiber zu so einer provokanten Verharmlosung sagt?

Was wird heute bei Olympia interessant?

Im letzten Spiel von Bundestrainerin Silvia Neid hofft die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft am Freitag auf ihr erstes Olympia-Gold. Das Endspiel gegen Schweden bestreitet die DFB-Auswahl im berühmten Maracanã-Stadion (22.30 Uhr). Die Handball-Nationalmannschaft will unterdessen mit dem Finaleinzug nachziehen. Mit einem Sieg im Halbfinale über Frankreich (20.30 Uhr) würde sich der Europameister Silber sichern.

Im Hockey hat eine weitere Mannschaft die Chance auf eine Medaille: Einen Tag nach den Hockey-Herren wollen auch die deutschen Damen Olympia-Bronze gewinnen. Im Finale trifft der Olympiasieger von 2004 auf Neuseeland (17.00 Uhr). 

Drei deutsche Teilnehmer gehen im Einzel der Springreiter hoffnungsvoll an den Start: Das Finale mit Christian Ahlmann, Meredith Michaels-Beerbaum und Daniel Deußer beginnt um 15.00 Uhr. Halbweltergewichtler Artem Harutyunyan trifft im Halbfinale (19.45 Uhr) auf Lorenzo Sotomayor Collazo aus Aserbaidschan. 

mit DPA-Material

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(