HOME

Basketball: Siegfaktor Nowitzki

Nach verpasster Olympia-Qualifikation sind die deutschen Basketballer in die Erfolgsspur zurückgekehrt. NBA-Star Dirk Nowitzki war der überragende Spieler im Spiel gegen die Ukraine.

Er kam, sah und traf. Dank der Gala-Vorstellung von Dirk Nowitzki haben Deutschlands Basketballer mit dem 81:61-Sieg in der ukrainischen Hafenstadt Juschni den ersten großen Schritt zur Qualifikation für die Europameisterschaft 2005 in Serbien und Montenegro gemacht. "Mit diesem Sieg haben wir eine gute Basis für die weiteren Aufgaben gelegt", freute sich Dirk Bauermann über den siegreichen Einstand in seinem ersten wichtigen Pflichtspiel als Nationalcoach.

Nowitzki machte den Unterschied

Der Sieg-Faktor war Nowitzki. Der 26-jährige NBA-Star von den Dallas Mavericks, der aus versicherungstechnischen Gründen nur drei der insgesamt zehn Vorbereitungsspiele absolviert hatte, war beim Ernstfall gleich in seinem Element. Mit 29 Korbpunkten avancierte der 2,13 Meter große Würzburger zum Topscorer des gesamten ersten Spieltages aller fünf Qualifikationsgruppen.

Zudem war "Dirkules" in seiner 32-minütigen Einsatzzeit bester Rebounder (10) und hinter dem Leverkusener Denis Wucherer (5) auch zweitbester Assistgeber (4). Acht seiner zehn Würfe aus der Nahdistanz fanden ihr Ziel, von der Freiwurflinie trafen zehn der 14 Versuche des nur durch Fouls zu stoppenden Allrounders in den gegnerischen Korb. Gegen diese Statistiken verblassten die Leistungen seiner Mitspieler, bei denen noch Ademola Okulaja (Pamesa Valencia/11), Patrick Femerling (Panathinaikos Athen/10) und Demond Greene (Bayer Giants Leverkusen/10) zweistellig punkteten.

Der überraschend glatte Start gegen den vermeintlich schwersten Gegner in der Gruppe C lässt den Bundestrainer indessen nicht abheben. "Der Sieg war sicher gut für das Selbstvertrauen. Aber jetzt warten die Ungarn", sagte Bauermann mit Blick auf das erste Heimspiel am Samstag in der Braunschweiger Volkswagenhalle. Auch den 46-Jährigen hat die Höhe des 96:70-Sieges der Magyaren gegen Belgien verblüfft: "Dann nehmen meine Spieler die Ungarn wenigstens nicht auf die leichte Schulter."

Deutsche Basketballerinnen mit Niederlage

Im Gegensatz zu den Herren legte die Damen-Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bei der 51:54-Niederlage in Rumänien einen Fehlstart hin. "Dieses Spiel müssen wir schnell abhaken und nach vorn schauen. Wir haben noch alle Chancen, um die EM-Qualifikation erfolgreich zu überstehen", meinte Bundestrainer Olaf Stolz. Ein Sieg bei der Heimspiel-Premiere gegen Israel am Sonntag in Dorsten ist jetzt Pflicht.

Reinhard Schwarz/DPA / DPA

Wissenscommunity