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Kurzbahn-Europameisterschaften: Schwimmer durchleben Wechselbad der Gefühle

Gemischte Ergebnisse für die deutschen Schwimmer bei der Kurzbahn-EM: Während Antje Buschschulte über 100 m Rücken und Thomas Rupprath die 50 m Rücken gewannen, verlor Rupprath den Titel über 100 m Schmetterling.

Antje Buschschulte in deutscher Rekordzeit Europameisterin über 100 m Rücken, Rekordjäger Thomas Rupprath gewinnt die 50 m Rücken und verliert Titel und Weltrekord über 100 m Schmetterling an Milorad Cacic aus Serbien und Montenegro (50,02 Sekunden): Deutschlands Schwimmer durchlebten am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Dublin ein Wechselbad der Gefühle. Die dreifache Langbahn-Weltmeisterin Hannah Stockbauer musste sich am Freitag über 800 m Freistil gar mit dem sechsten Platz begnügen. Anne Poleska gewann über 200 m Brust EM-Silber vor Simone Weiler.

Weltrekorde im Vorlauf (1:38,13 Minuten) und dann im Finale (1:37,52) erzielte die Frauenstaffel der Niederlande über 4 x 50 m Freistil. Das DSV-Quartett mit Katrin Meißner, Sandra Völker, Petra Dallmann und Britta Steffen musste sich im Endlauf trotz deutscher Rekordzeit von 1:38,68 mit dem dritten Platz hinter Schweden zufrieden geben. Der Ungar Laszlo Cseh schwamm als Sieger über 400 m Lagen in 4:04,10 Europarekord.

Rupprath zeigt Kampfgeist

Thomas Rupprath war als Favorit in sein Rennen über 100 m Schmetterling gegangen. Am Ende musste er sich in 50,43 Sekunden Milorad Cavic (50,02) deutlich geschlagen geben. Aber der Wuppertaler bewies einmal mehr Kampfgeist: Nur wenig später schwamm Rupprath in 23,71 Sekunden vor dem Ukrainer Wjatscheslaw Schirschow (24,16) und dem Potsdamer Toni Helbig (24,19) zur erfolgreichen Titelverteidigung über 50 m Rücken.

Antje Buschschulte holt sich den Titel

Die Magdeburgerin Antje Buschschulte machte nach ihrem WM-Erfolg vom Juli in Barcelona mit dem abermaligen Titel über 100 m Rücken in der deutschen Rekordzeit von 58,40 Sekunden allen klar, dass sie in acht Monaten in Athen auch bei Olympia ganz vorn dabei sein will. "Das ist ein Superjahr für mich", sagte Antje Buschschulte, "Weltmeisterin in Barcelona und jetzt Europameisterin in Dublin - ich bin happy." Anne Poleska (Krefeld) war nach der Niederlage in 2:21,93 Minuten gegen Mirna Jukic (Österreich/2:21,09) nicht gerade happy: "Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden. Bei den deutschen Meisterschaften war ich schneller." Simone Weiler (Heidelberg/2:22,64) dagegen war nach Platz 3 "total überrascht. Es war meine erste internationale Einzelmedaille".

Hannah Stockbauer (Erlangen), die in 8:28,93 Minuten als Sechste über 800 m Freistil enttäuschte, war ratlos: "Ich habe keine Erklärung dafür. Ich bin nicht krank." Ex-Europameisterin Sandra Völker (Leipzig) wurde Siebte über 100 m Freistil, Jens Kruppa (Riesa) Fünfter über 100 m Brust. Stefan Herbst (Leipzig) und Carsten Dehmlow (Hamburg) verpassten über 100 m Freistil auf den Plätzen 12 und 14 den Endlauf am Samstag.

Dietmar Fuchs, dpa / DPA

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