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Wettkampf: Olympia-Kandidat wird am Samstag verkündet

Am Samstag wird Bundeskanzler Schröder den deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2012 verkünden. Hamburg liegt bei zehn IOC-Kriterien fünf Mal auf Platz eins.

Bundeskanzler Gerhard Schröder wird am Samstag in München zusammen mit NOK-Präsident Klaus Steinbach den deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2012 verkünden. Dies bestätigte das Nationale Olympische Komitee (NOK) am Freitag in München. Neben Schröder wird auch der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Otto Schily an der NOK- Mitgliederversammlung teilnehmen, bei der Bewerber für die Sommerspiele in neun Jahren unter den Städten Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Stuttgart ausgewählt wird. Mit dem Ergebnis der NOK-Abstimmung ist am Samstag gegen 16.40 Uhr zu rechnen.

Hamburg liegt vorn

Unter dem Gesichtspunkt der Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees ist Hamburg nach dem Prüfungsbericht des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der beste der fünf deutschen Bewerber um die Olympischen Spiele 2012. Bei zehn IOC-Kriterien liegt die Hansestadt fünf Mal auf Platz eins.

Dies ergibt unter Berücksichtigung der IOC-Gewichtung der einzelnen Kriterien die Platzziffer 73,5. Mit deutlichem Abstand folgt Frankfurt/Main mit 82,5 Punkten und damit vor Leipzig (87), das im Gesamtbericht Platz zwei belegt hatte. Als Nummer vier und fünf folgen auch nach den IOC-Kriterien das sechs Mal als Schlusslicht bewertete Düsseldorf (124) und Stuttgart (128).

Insgesamt 73 Stimmberechtigte sind bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Nationalen Olympischen Komitees in München zugelassen. Mit ihren 137 Voten wählen sie den deutschen Bewerber und seinen Segelort für die Olympischen Spiele 2012. Allerdings haben die Olympiasieger Heide Ecker-Rosendahl, Präsidentin der Düsseldorfer Bewerbung, und Michael Groß, NOK-Berater von Bewerberstädten, erklärt, aus Fairnessgründen auf eine Teilnahme an der Abstimmung verzichten zu wollen.

Abstimmung erfolgt elektronisch

Das Verfahren gilt sowohl für die Wahl der deutschen Bewerberstadt als auch für die Bestimmung des Segelortes. Die Abstimmung erfolgt elektronisch (digiVote) unter notarieller Aufsicht. Die Wahl ist geheim. Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Mitglieder wird weder bekannt gegeben noch gespeichert.

Gewinner ist die Stadt, die die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen kann. Bei voraussichtlich 135 Stimmen wären dies 68. Erhält keine Stadt in einem Wahlgang die absolute Mehrheit, scheidet der Bewerber mit der geringsten Stimmenzahl aus. Die ausscheidende Stadt wird genannt, das Stimmergebnis aber nicht. Bei fünf Kandidaten können bis zu vier Wahlgänge erforderlich sein, ehe der Sieger feststeht. Am Vormittag wird das Segelrevier gewählt, nach der Mittagspause fällt die Entscheidung über den deutschen Olympia-Kandidaten.

Nach den Plänen des NOK soll gegen 16.30 Uhr der Segelort bekannt gegeben werden, zehn Minuten später wird die deutsche Bewerberstadt verkündet. Anschließend wird der Vertrag von den Oberbürgermeistern der beiden siegreichen Orte und NOK-Präsident Klaus Steinbach unterzeichnet.

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