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Winokurow-Skandal: "Wir können hier alle einpacken"

Der Nachweis von Fremdblut-Doping beim Superstar der Radsportszene, Alexander Winokurow, hat bei der Tour ein Beben ausgelöst. Von einer "Katastrophe" ist die Rede. Der Protagonist des Skandals und seine Mannschaftskollegen vom Astana-Team haben die Tour bereits fluchtartig verlassen.

Von Christian Ewers, Pau

David Millar erzählt gerade von der Verantwortung der westlichen Welt für Afrika und dass sein Team helfen wolle mit einer Patenschaft für junge Radrennfahrer aus Mali, als es plötzlich hektisch wird im Palais de Beaumont. Stimmengewirr, Handyklingeln, ein paar Stühle fallen um. "Herr Millar", ruft ein Journalist hinten aus dem Raum. "Alexander Winokurow ist positiv. Blutdoping. Was sagen Sie?"

David Millar, ehemaliger Zeitfahrweltmeister und Kapitän der spanischen Mannschaft Saunier Duval, legt das Mikrophon aus der Hand. "Ist das wirklich wahr?", fragt er und macht eine lange Pause. "Wenn das stimmt, dann können wir hier alle einpacken. Dann hat es keinen Sinn mehr. Nein, Alexander, das hätte ich nie von ihm gedacht. Er war einer meiner liebsten Kollegen."

Der Brite Millar ist so etwas wie die moralische Instanz im Peloton der Tour de France. Er hat vor drei Jahren noch selbst gedopt, mit dem Blutverdicker Epo, und später hat er ausgepackt und sich an die Spitze der Anti-Doping-Bewegung gesetzt. Er ist einer der wenigen glaubhaften Kämpfer für eine Wende im Radsport, und wie geschockt er ist, verraten jetzt seine Schultern. Millar, fast zwei Meter groß, sackt zusammen auf seinem Stuhl. Er sagt: "Heute ist der Tag einer großen Niederlage für alle, die noch an das Gute in unserem Sport glauben."

"Winos Wiederauferstehung"

Ein paar Kilometer weiter, im Hotel La Palmeraie, ist der Mann, der diese Niederlage verschuldet hat, nicht mehr anzutreffen. Alexander Winokurow aus Kasachstan, Kapitän des Teams Astana, hat nur einen absurden Satz hinterlassen, das jetzt unter den Journalisten die Runde macht. "Die Blutanomalie könnten Folge meines Sturzes sein", hat Winokurow zum Abschied gesagt. Gerade so, als ob ein Crash mit dem Fahrrad die Blutkörperchen durcheinander wirbelt und für einen positiven Dopingbefund sorgt.

Das Labor Châtenay-Malabry hatte bei Winokurow Werte festgestellt, die auf Fremdblutdoping schließen lassen. Das Datum der Probe datiert auf den 21. Juli - es war jener Samstag, an dem Winokurow das erste Zeitfahren der Tour überlegen gewann. "Winos Wiederauferstehung" titelten die französischen Zeitungen am nächsten Tag. In der ersten Tourwoche war der 33 Jahre alte Kasache schwer gestürzt, er hatte sich beide Knie aufgeschlagen und am Gesäß verletzt.

Russisches Roulette

In der eilig einberufenen Pressekonferenz am Dienstagabend gibt sich Teamchef Biver wenig Mühe, seinen Kapitän zu verteidigen. "Es ist eine Katastrophe", sagt Biver, der in den vergangenen Wochen eine mediale Hetzjagd auf seine Mannschaft beklagt hatte. "Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft des Teams."

Bei der Tour de France hat die Astana-Equipe, für die mit Andreas Klöden ja auch der beste deutsche Radprofi fährt, schon jetzt keine Zukunft mehr. Biver zieht das komplette Team zurück. "Ich habe mit Patrice Clerc, dem Chef der Tour-Organisation gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es für alle besser wäre, wenn wir uns zurückziehen."

Viel Schmutz für die sauberste Tour aller Zeiten

Patrice Clerc ist einer der wenigen beim Tour-Veranstalter ASO, die am Dienstag die Nerven behielten. Renndirektor Christian Prudhumme explodierte förmlich. "Das Beste an Astana ist, dass es sie jetzt nicht mehr gibt", schnaubte er. "Typen wie die von Astana, spielen Russisch Roulette mit dem Radsport. Sie machen unsere Kindheitsträume kaputt." Als er sich wieder beruhigt hatte - und das geht bei einem wie ihm, der die ganz großen Gesten liebt, recht schnell - sah Prudhomme gleich das Positive im Fall Winokurov.

"Wir haben wieder einen erwischt. Wir sind dem Sieg im Kampf gegen Doping ganz nahe." Die Realität sieht anders aus in Frankreich. Der Kampf gegen Doping steht noch ganz am Anfang. "Von der saubersten Tour aller Zeiten" hatte Prudhomme noch in der ersten Tourwoche geschwärmt. Und nun, wenige Tage später liegt alles in Scherben. Es ist ja nicht nur Winokurow.

Michael Rasmussen, der Träger des Gelben Trikots, hätte mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht starten dürfen bei der Tour. Laut dänischem Verband hat er insgesamt vier Verwarnungen erhalten wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Reglement. Schon bei drei Mahnungen muss ein Fahrer gesperrt werden. Und dann ist da noch der Fall Sinkewitz, der die deutschen TV-Sender ARD und ZDF zum Ausstieg aus der Live-Berichterstattung bewog. Sinkewitz hatte während eines Trainigslagers vor der Tour mutmaßlich mit Testosteron gedopt. Ziemlich viel Schmutz für die sauberste Tour aller Zeiten.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(