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Podcast "Die Boss – Macht ist weiblich" "Interessiert sich dann überhaupt noch jemand für mich?" - Katja Suding über Selbstfindung und Karriere

Die ehemalige Politikerin Katja Suding bei "Die Boss"
© Anatol Kotte
Katja Suding hat nach elf Jahren der Politik plötzlich den Rücken gekehrt. Der öffentliche und innerparteiliche Druck waren zu groß geworden. In ihrem Buch "Reißleine“ schreibt sie, wie sie wieder zu sich selbst gefunden hat. Was ihr dabei geholfen hat und wie sie mittlerweile auf ihre Zeit als Politikerin blickt, erfahren Sie im stern-Podcast "Die Boss“.

Katja Suding war einst Shootingstar der FDP. Aus dem Nichts hat sie die FDP 2011 nach zwei Legislaturperioden wieder in die Hamburger Bürgerschaft katapultiert. Bei den Bundestagswahlen 2017 hat sie als stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei der FDP zum Wiedereintritt verholfen. Doch nach elf Jahren erfolgreicher Karriere in der Politik ist plötzlich Schluss. Im stern-Podcast "Die Boss“ erzählt Suding, warum sie die "Reißleine“ gezogen und einen Neuanfang gewagt hat. 

"Mit dem Einstieg in die Politik kam dann auch die Öffentlichkeit, das ständige Erkannt werden, das ständige in der Öffentlichkeit Präsent sein müssen, diese mindestens 80 Stundenwochen, der permanente Druck. Bei mir kam dann auch noch hinzu, dass ich dann erstmals in einem Parlament saß, gleich Fraktionsvorsitzende wurde, alle Augen gleich auf mich guckten und eigentlich nur darauf warteten, dass ich scheitere“, erzählt die mittlerweile als Beraterin und Autorin tätige Suding im Gespräch mit "Die Boss“-Gastgeberin Simone Menne. 

"Interessiert sich dann überhaupt noch jemand für mich?“

Nach ihrem Ausstieg aus der Politik hat Suding ein Buch veröffentlicht. In "Reißleine“ schreibt sie, wie sie herausgefunden hat, was sie wirklich im Leben will und wie sie das für sich erkannt hat. "Ich fand immer jemanden, der es super fand, öffentlich reden zu können oder der kaum genug kriegen konnte, öffentliche Aufmerksamkeit zu kriegen oder dem die innerparteilichen Auseinandersetzungen gar nicht scharf genug sein konnten. Das ist aber nicht der Weg, wie man herausfindet, was für einen selber gut ist“, berichtet sie in dieser Folge von "Die Boss“. 

"Dann ist es natürlich noch ein weiter Weg, wenn man einfach nicht weiß, was als nächstes kommt. Da kommen dann auch wirtschaftliche Ängste. Bei mir kam dann noch hinzu, wie ist das eigentlich, wenn ich nicht mehr Mitglied des Bundestages bin? Wenn ich nicht mehr diese gefühlte Bedeutung habe? Interessiert sich dann überhaupt noch jemand für mich oder muss ich mir dann einen komplett neuen Freundes- und Bekanntenkreis suchen?“, erzählt sie im Gespräch, und weiter: "Davon habe ich mich dann komplett frei gemacht und dem Universum vertraut, dass es dann schon schöne Dinge mit mir vorhat.“ 

Was es braucht, um mehr Frauen zu motivieren Politik zu machen und wie jede es schafft, einen beruflichen Neuanfang zu wagen, erfahren Sie in dieser Folge von "Die Boss“. 

Bei "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem BMW, Deutsche Post DHL, Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint vierzehntäglich immer mittwochs auf stern.de und dem Youtube-Kanal des stern  sowie auf Audio Now und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

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