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Interview

"Die Höhle der Löwen": "Ich trug fast immer Pullis und darüber Jacken, um die Schweißflecken zu verdecken"

Sümmeyya Bach hat mit Soummé ein Antitranspirant entwickelt, das zuverlässig vor Schweiß schützen soll - obwohl man es nur wenige Male in der Woche aufträgt. Im Interview erklärt sie die Wirkweise des "Super-Deos".

Sümmeyya Bach stellt Soummé in der Höhle der Löwen vor

Sümmeyya Bach stellt "Soummé" in der Höhle der Löwen vor: Weil die junge Frau kein Deo fand, das ihren Ansprüchen genügte, entwickelte sie kurzerhand ein eigenes Antitranspirant

Wie sind Sie auf die Idee für Soummé gekommen?

Seit ich 13 Jahre alt bin, leide ich unter übermäßigem Schwitzen. Unter den Armen schwitze ich eigentlich immer – ganz unabhängig vom Wetter oder körperlicher Aktivität. Mit 23 Jahren bin ich zum Arzt und habe erfahren, dass es eine Krankheit gibt, die übermäßiges Schwitzen verursacht. Sie nennt sich Hyperhidrose. Ich fing an, mir immer stärkere Antitranspirante zu kaufen und habe mir auch etwas in der Apotheke anmischen lassen, aber das war extrem ätzend. Also habe ich versucht, bei mir zuhause das perfekte Antitranspirant für meine Bedürfnisse zu mischen. Ich deckte mich mit Rohstoffen ein und experimentierte herum. Das war der Startschuss für Soummé.

Wie hat sich das starke Schwitzen im Alltag bemerkbar gemacht?

Es war eine starke Belastung – psychisch wie physisch. Ich war bei der Kleiderwahl extrem eingeschränkt und trug fast immer Pullis und darüber Jacken, um die Schweißflecken zu verdecken. Das stand auch so in meinem Abi-Buch. Gegen Mittag war beides durchgeschwitzt. An der Uni ließ ich manchmal Vorlesungen ausfallen, wenn es sehr heiß war und ich wusste, dass wir in einem kleinen, beengten Raum sitzen würden.

Wie genau wirkt Ihr Produkt gegen Schweiß?

Durch eine spezielle Kombination aus Wirk- und Pflegestoffen. Soummé kann sowohl von Extremschwitzern wie mir, als auch von Normalschwitzern verwendet werden. Es blockiert zeitweise die Ausfuhrkanäle der Schweißdrüsen in der Haut. Dadurch kann der Schweiß an dieser Stelle nicht mehr austreten. Wir haben mehrere Millionen Schweißdrüsen. Der Schweiß bleibt nicht etwa gespeichert im Körper, sondern verteilt sich gleichmäßig und somit unauffällig über den Rest des Körpers. Andere Produkte benutzen Sie mindestens einmal am Tag, wenn nicht mehrmals. Vor und nach dem Sport,  zur Sicherheit noch einmal vor einem wichtigen Treffen. Das Antitranspirant brauchen Sie die ersten 1-3 Tage nur ein einziges Mal – idealerweise vor dem Schlafengehen – auftragen und danach nur noch nach Bedarf.

Auf der Inhaltsliste vom Soummé steht Aluminiumchlorid. Der Stoff besitzt eine nachweislich schweißhemmende Wirkung, ist aber umstritten und stand lange Zeit im Verdacht, Brustkrebs auslösen zu können. Viele Deo-Hersteller werben offensiv damit, dass ihre Produkte keine Aluminiumsalze enthalten. Machen Sie sich in Bezug auf diesen Inhaltsstoff keine Gedanken?

Die Konzentration von Aluminiumchlorid (ACH) in Soummé liegt deutlich unter dem gesetzlich vorgegebenen Höchstwert. Auch wenn die Forschung zu ACH noch nicht abgeschlossen und zum Teil lückenhaft ist, kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung nach Auswertung zahlreicher Studien zu Aluminium und möglichen Gesundheitsrisiken aktuell zu dem Schluss, dass es keinen nachgewiesenen kausalen Zusammenhang zwischen Aluminium und dem Entstehen von Brustkrebs gibt. Zudem müssen sich die Verbraucher bewusst machen, dass wir Aluminium auch durch andere Quellen aufnehmen – zum Beispiel über Lebensmittel, wie Laugengebäck, Kakao oder bestimmte Teesorten. Das sind viel größere Mengen als die, die man mit einem Antitranspirant aufnimmt, das lediglich ein bis zwei Mal die Woche aufgetragen wird.

Dennoch: Aluminium kann sich im Körper anreichern, zum Beispiel in der Lunge oder den Knochen. Experten raten daher, die Aufnahme möglichst einzuschränken. Die EU-Behörde EFSA hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge, kurz TWI, festgelegt. Demnach dürfte jeder Mensch in der Woche rund ein Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, ohne mit gesundheitlichen Folgen rechnen zu müssen.

Wie viel Aluminium man über die Haut aufnimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, frisch rasierte Haut lässt mehr Aluminium durch als unbeschädigte Haut. Angenommen, man würde durch das Antitranspirant von Soummé direkt das enthaltene ACH aufnehmen, dann wäre das so, als würde man in dieser Konzentration 10 Milligramm über Nahrungsmittel aufnehmen. Zudem benötigt man das Produkt nicht täglich. Es gibt zu dem Wert der EFSA also noch genügend Puffer.

Es besteht aber immer noch das Risiko, dass man den Wert erreicht, weil man Aluminium auch durch andere Quellen aufnimmt – zum Beispiel durch andere Kosmetika. Oder wenn man Alufolie falsch verwendet und zum Beispiel salzige oder saure Lebensmittel damit einwickelt. Kommt dann noch Aluminium aus einem Antitranspirant dazu, kann das das Zünglein an der Waage bedeuten.

Jeder Verbraucher muss sich natürlich die Frage stellen: Welche Lebensqualität kann mir dieses Produkt geben? Verzichte ich vielleicht lieber auf bestimmte Kakao- oder Teesorten und verwende stattdessen ein Antitranspirant? Ich finde es grundsätzlich gut, dass man sich kritisch mit solchen Dingen befasst, aber in Hinblick auf die Studienlage, die gewonnene Lebensqualität sowie die Relation zu Lebensmitteln, halte ich die Panikmache speziell bezogen auf Antitranspirante für nicht gerechtfertigt. Ich kann nur für mich sprechen, aber auch aus Kundenbewertungen weiß ich, dass aus meiner Sicht und der vieler Kunden der Nutzen von Aluminiumchlorid in Antitranspiranten überwiegt. Ich lebe heute, mit meiner zurückgewonnen Lebensqualität durch Soummé mit Sicherheit gesünder, als damals, mit den psychischen Belastungen meines starken Schwitzens.

Andere Antitranspirante aus Drogeriemärkten enthalten auch Aluminiumchlorid – und kosten oft nur wenige Euro. Warum sollte ich Ihr Produkt kaufen?

Mein Ziel war es, wieder Lebensqualität zu gewinnen und die optimale Mischung für mein Antitranspirant zu finden, um Schwitzen effektiv und gleichzeitig so gesund, wie nur möglich, zu stoppen. Das war nur mit dieser Kombination an Inhaltsstoffen möglich. Ich glaube: Aluminiumchlorid allein macht noch lange kein gutes Antitranspirant aus. Es ist vielmehr die Kombination der Inhaltsstoffe. Und da geben uns unsere Kunden recht. Sie bestätigen die gute Wirksamkeit. Außerdem verzichtet das Antitranspirant von Soummé bewusst auf Ethyalkohol, Parfum-und Farbstoffe sowie ähnlich reizende Inhaltsstoffe. Sie brauchen auch kein Parfüm zum übertünchen, wenn kein Schweißgeruch vorhanden ist.

Haben Sie das Produkt testen lassen?

Wir haben alle Tests durchlaufen, die es braucht, um das Produkt auf den Markt bringen zu können. Soummé wurde zudem zwei Mal dermatologisch getestet und wir haben auch eine Wirkstudie durchführen lassen. Alles mit Bravour bestanden.

Benutzen Sie das Antitranspirant nach wie vor selber?

Ja, klar. Ungefähr zwei Mal die Woche. Wenn ich viel Sport mache, vielleicht etwas häufiger, aber das kommt nicht so oft vor.


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ikr