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Ausbildungsmarkt: Sinkende Bewerberzahl rettet Lehrstellenbilanz

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich trotz Wirtschaftskrise weiter entspannt: Erstmals waren weniger als 10.000 Bewerber ohne Lehrstelle. Das lag aber weniger am Engagement der Unternehmen, als viel mehr an demografischen Faktoren.

Die Lage am Ausbildungsmarkt hat sich trotz der Rezession und eines deutlich geringeren Lehrstellenangebots in diesem Jahr weiter entspannt. Zu der Trendwende habe vor allem die gesunkene Zahl der Bewerber beigetragen, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg. Die geringere Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft habe damit weitgehend ausgeglichen werden können. Die Gewerkschaften sprachen von einer geschönten Statistik.

Insgesamt hatten bis Ende September 9600 Jugendliche noch keine Lehrstelle - 4900 weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der unversorgten Bewerber rutschte damit erstmals seit der Wiedervereinigung unter die Marke von 10.000. Die Partner des "Ausbildungspaktes" sprachen von einer "positiven Bilanz". Die Lage habe sich trotz der Rezession weiter entspannt. "Die Zahl der Jugendlichen, die für das bereits begonnene Ausbildungsjahr noch eine Lehrstelle suchen, bleibt relativ klein", betonte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker.

Arbeitgeber fürchten Bewerbermangel

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) nannte es einen Erfolg des Ausbildungspakts, dass es mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als Bewerber ohne Lehrstelle gab. Trotz des geringeren Lehrstellenangebots lobte Schavan die Arbeitgeber, da diese auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Ausbildung investierten.

Als Ursache für die sinkende Bewerberzahl gibt die BA die geburtenschwachen Jahrgänge an. Außerdem gebe es offenbar eine Tendenz zu höheren Schulabschlüssen, weshalb viele Jugendliche länger in der Schule blieben. Darüber hinaus habe die BA ihre Bilanz bei den sogenannten Altbewerbern verbessern und davon mehr am Lehrstellenmarkt unterbringen können. Fast die Hälfte der Bewerber hatte bereits im Vorjahr oder in früheren Jahren die Schule verlassen.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHT), Martin Wansleben, sieht den Ausbildungsmarkt an einem Wendepunkt: "Die Betriebe werden künftig Lehrstellenbewerber suchen müssen", prognostizierte er. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks forderte mit Blick auf die schrumpfende Zahl von Schulabgängern einen "Pakt für Fachkräftesicherung".

Gewerkschaften kritisieren "frisierte Bilanz"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die IG Metall sprachen von einer "frisierten Bilanz", die die Realitäten auf dem Ausbildungsmarkt nicht korrekt widerspiegele. Nach Berechnungen der Gewerkschaften und des Bundesinstituts für Berufsbildung waren Ende September noch rund 83.000 Jugendliche ohne Ausbildung. Die Gewerkschaft Verdi zählte sogar 120.000 fehlende Lehrstellen. Viele Jugendliche meldeten sich inzwischen nicht mehr bei der Bundesagentur. Die Statistik müsse daher reformiert werden. Die Grünen im Bundestag kritisierten, die Zahlen zeigten, dass rund 240.000 junge Menschen ein weiteres Jahr in Warteschleifen verbringen müssten. Für die Betroffenen sei dies ein vergeudetes Jahr.

Laut DGB haben zudem anderthalb Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren hierzulande keine abgeschlossene Ausbildung, was 15 Prozent dieser Altersgruppe entspreche. "Angesichts solcher Zahlen zu behaupten, jeder ausbildungswillige und -fähige junge Mensch bekomme einen Ausbildungsplatz, ist schlicht zynisch", kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock.

DPA/AFP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.