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Entlassung: Verweigerte Zusammenarbeit kein Kündigungsgrund

Verweigert ein Arbeitnehmer beharrlich die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten, darf ihm noch nicht automatisch gekündigt werden.

Verweigert ein Arbeitnehmer beharrlich die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten, darf ihm noch nicht automatisch gekündigt werden. Das geht aus einem am 9. März bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter gaben der Klage eines Verwaltungsangestellten gegen den Träger eines Altenheims statt und erklärten dessen Entlassung für gegenstandslos (Az: 20 Ca 2962/02).

Der Arbeitnehmer hatte sich über einen längeren Zeitraum geweigert, mit der Leiterin des Altenheimes zusammenzuarbeiten und dabei auch wichtige Mitteilungen unterlassen. Wegen seines Verhaltens wurde ihm fristgerecht gekündigt.

Erst im Wiederholungsfall darf man sich vom Mitarbeiter trennen

Laut Urteil hätte der Kündigung jedoch eine Abmahnung vorausgehen müssen. Verweigere ein Arbeitnehmer die Zusammenarbeit mit Kollegen oder Vorgesetzten, müsse ihn das Unternehmen darauf hinweisen, dass es ein solches Verhalten nicht dulde und ihm die Möglichkeit einer Besserung einräumen. Erst im Wiederholungsfall dürfe man sich von dem Mitarbeiter trennen, so das Gericht.

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