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Extra-Abgabe Werden auf Coffee-to-go-Becher bald Steuern fällig?


Kaffee zum Mitnehmen ist praktisch - und verursacht enorme Müllberge. In Berlin ist nun eine Steuer im Gespräch, um die Flut aus "Coffee-to-go"-Bechern in den Griff zu bekommen.

Auf dem Weg zur Arbeit noch schnell einen Kaffee mitnehmen: Deutschlands Lieblingsgetränk wird inzwischen weniger aus den heimischen Porzellan-Tässchen geschlürft als aus Pappbechern unterwegs. Laut der Verbraucherzentrale benutzen die Deutschen rund 6,4 Milliarden Pappbecher pro Jahr, die dann im Müll landen. Nach Angaben der "taz" widerspricht die Branche dieser enormen Größenordnung, sie komme nur auf knapp zwei Milliarden Becher. Doch eines ist klar: Die Becherflut beschert riesige Müllberge.

Millionen Kaffeebecher landen im Müll

Berlin scheint besonders hart mit dem "Coffee-to-go"-Folgen zu kämpfen. Die "B.Z." berichtet von jährlich rund 170 Millionen Kaffeebechern, die bestenfalls im Mülleimer und schlimmstenfalls auf den Straßen der Hauptstadt landen. Schuld daran seien aber nicht nur die mehr als 11 Millionen Touristen, sondern auch jeder Berliner verbraucht im Durchschnitt 49 Becher pro Jahr.

Verbrauchersteuer auf Kaffeebecher zulässig?

Die Grünen und die SPD in der Hauptstadt wollen den Becherbergen jetzt den Kampf ansagen. Sie denken offen über eine Abgabe nach. Steuern für Pappbecher? Die "B.Z." berichtet von einem Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts vom Abgeordnetenhaus. Darin wurde geklärt, ob eine solche Steuer überhaupt zulässig sei. Und tatsächlich sei eine Verbrauchersteuer für Coffee-to-go durchaus möglich.

Starbucks und Co. für ein Mehrweg-Becher-System gewinnen. Das könnte dann so aussehen, dass sich Kaffeegeschäfte zusammenschließen und  einen gemeinsamen Mehrweg-Becher auf den Markt bringen, der in allen Filialen anerkannt und befüllt wird.

Steuer oder Rabattsystem?

Sollte das nicht funktionieren, ist aber auch eine Steuer weiter auf dem Tisch. "Pro Tasse könnten 20 Cent erhoben werden, damit die Leute eher auf Mehrweg-Behälter ausweichen", sagt Daniel Buchholz von der Berliner SPD der "B.Z.". Insgesamt könnten so Einnahmen von rund 34 Millionen Euro zusammenkommen, die für die Stadtreinigung ausgegeben werden könnten. 

Zehn Zahlen zu Einwegbechern

Doch noch ein weiterer Schritt wäre denkbar, der bereits heute von Starbucks in den USA genutzt wird. Kunden, die ihren eigenen Becher mitbringen, bekommen dort einen Rabatt auf ihren Kaffee

kg

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