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Opel-Krise: Eine Herkules-Aufgabe

Die Verhandlungen über das Opel-Sparpaket sind in vollem Gange: Lohnverzicht und Absenkung der Arbeitszeit werden diskutiert. Auch sind weiterhin 3200 Arbeitsplätze gefährdet - eine Herkules-Aufgabe, die die Kontrahenten stemmen wollen.

Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter des angeschlagenen Autobauers Opel sind am Donnerstag in Rüsselsheim zu weiteren Verhandlungen über ein Sparpaket zusammengekommen. Der Opel-Mutterkonzern General Motors will allein in Deutschland rund 10.000 Stellen streichen. Laut IG-Metall-Chef Jürgen Peters wird bei den Verhandlungen das Thema Arbeitszeit eine Rolle spielen. "Wir haben das zum Teil ja schon gemacht - erhebliche Absenkung der Arbeitszeit, damit niemand entlassen wird", sagte er dem NDR.

Auf die Frage, ob die Bereitschaft zu Lohnverzicht bestehe, sagte er: "Wir werden sicherlich nichts ausschließen. Aber dass man jetzt von vornherein sagt, der Lohn ist es, was die Krise bei Opel ausgemacht hat, das würde mir jedenfalls nicht einfallen." Man werde über alle Dinge reden, die notwendig seien, keine Werkschließungen und die Fortsetzung der Produktion über 2010 hinaus sicher zu stellen. "Das ist sicherlich eine Herkules-Aufgabe, aber wir wollen sie stemmen."

100 Millionen Euro Umsatzausfall bei Opel

Nach sechs Tagen des Streiks hatten sich die Opel-Arbeiter am Mittwoch in Bochum mit einer großen Mehrheit für die Wiederaufnahme der Arbeit entschieden. Seitdem läuft die Produktion in den Bochumer Opel-Werken wieder auf Hochtouren. Die Beschäftigten hatten am Mittwoch um 15 Uhr die Arbeit wieder aufgenommen. Aus der Getriebefertigung sei bereits eine halbe Stunde später der erste Lastwagen zur Belieferung anderer europäischer Werke hinausgegangen. Verzögerungen oder technische Probleme habe es durch den Tage langen Stillstand der Maschinen nicht gegeben. Die Produktion in den ausländischen Werken von Opel und dem Mutterkonzern General Motors (GM) kommt jetzt auch allmählich wieder in Schwung. Marc Kemper, Sprecher von GM-Europe , gab am Donnerstag an, die Bänder im belgischen Antwerpen werden voraussichtlich gegen Abend wieder anlaufen. Im Stammwerk in Rüsselsheim könnte theoretisch ebenfalls am Donnerstagnachmittag die Produktion wieder beginnen. Man habe aber zwei für kommende Woche geplante Freischicht-Tage vorgezogen, so dass ab Montag in Rüsselsheim wieder produziert werde. Im britische Ellesmere Port sollen die Bänder am Freitag wieder anlaufen.

Der Streik in Bochum hatte zunächst die Produktion in Antwerpen und Rüsselsheim zum Erliegen gebracht, am Mittwoch standen dann auch die Bänder in Ellesmere Port still. Die Werke sind auf Zulieferung aus Bochum angewiesen. Bis Mittwoch waren wegen des Ausstandes 6500 Autos nicht produziert worden. "Es werden letztendlich wohl etwas mehr sein, vielleicht 7000", sagte ein Opel-Sprecher. 7000 Einheiten entsprechen 1,8 Prozent der im vergangenen Jahr in Europa produzierten Opel-Astra. Bisher nannte Opel noch keine Schadenssumme durch die Proteste in Bochum. Rein rechnerisch ergibt sich aber bei einer Zahl von 6500 nicht gebauten Autos ein Umsatzausfall von rund 100 Millionen Euro.

3200 Stellen in Rüsselsheim in Gefahr

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unterdessen von Plänen, im Opel-Werk in Rüsselsheim die Nachtschicht abzuschaffen und die Entwicklungsabteilung deutlich zu reduzieren. Dem Blatt zufolge würden dadurch 3200 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in Rüsselsheim verlieren. Wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, soll die Entwicklungsabteilung in Rüsselsheim, die etwa 6000 Beschäftigte habe, um 1600 Mitarbeiter reduziert werden. Die Streichung der Nachtschicht würde den Wegfall von weiteren 1600 Arbeitsplätzen bedeuten, hieß es weiter. Dem Blatt zufolge würde dann in Rüsselsheim dann nur noch in zwei Schichten gearbeitet. Sprecher Marc Kemper von GM-Europe bezeichnete den Bericht als reine Spekulation. Opel wies die Spekulationen über die Umsetzung dieser Sanierungsmaßnahmen jedoch zurück. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern seien gerade erst aufgenommen worden, konkrete Ergebnisse könne es daher noch nicht geben, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung.

Schwedische Regierung will Saab unterstützen

Die schwedische Regierung will das Saab-Werk in Trollhättan gegen das konkurrierende Opel-Werk in Rüsselsheim unterstützen. Zwar seien direkte Subventionen vom EU-Recht verboten, doch könne Schweden in Infrastruktur, Produktforschung und -entwicklung investieren, erklärte der Staatssekretär im Ministerium für Industrie, Arbeit und Beschäftigung, Sven-Erik Söder. Ziel sei, den Mutterkonzern General Motors zu überzeugen, die Produktion in Trollhättan zu lassen.

GM will ab 2007 aus Kostengründen alle Mittelklassemodelle in Europa in nur noch einem Werk fertigen. Damit würde entweder das Rüsselsheimer Opel-Werk oder die Saab-Fabrik im schwedischen Trollhättan nicht mehr gebraucht. Wieviel Geld Stockholm für die Unterstützung Saabs ausgeben werde, wollte Söder nicht sagen. Es liege am Werk, sein Überleben selbst zu sichern. "Der entscheidende Faktor wird sein, dass Saab selbst ein gutes Angebot unterbreiten kann", sagte er bei einer Podiumsdiskussion in Stockholm. "Was wir tun können ist, die Randbedingungen zu verbessern."

Konkurrenzkampf zwischen Firmen Staaten und Städten

Dies sei die Globalisierung, erklärte Söder weiter. "Es sind nicht mehr nur zwei Firmen, die miteinander konkurrieren, sondern Staaten, und in diesem Fall sogar zwei Städte." Ministerpräsident Göran Persson, der bereits die Unterstützung seiner Regierung ankündigte, wird am 29. Oktober in der Schweiz mit Vertretern des Vorstands von GM Europe zusammentreffen.

In Trollhättan legten die Beschäftigten der Saab-Werke am Dienstag für zwei Stunden die Arbeit nieder. Nach Gewerkschaftsangaben handelte es sich nicht um einen Streik, sondern um eine Informationsveranstaltung während der Arbeitszeit. Der Vorsitzende der schwedischen Industriegewerkschaft Metall, Göran Johnsson, sagte am Mittwoch, der Schritt könne die Botschaft an GM senden, dass schwedische Arbeiter Probleme eher ohne Streiks lösten. "Das war die schwedische Art, damit umzugehen", sagte er. Die Opel-Beschäftigten in Bochum hatten sechs Tage die Arbeit niedergelegt.

Stellenstreichungen nicht nur in Europa

Der US-Autokonzern General Motors plant Stellenstreichungen nicht nur in Europa bei Opel, sondern auch im heimischen Werk in Pontiac im US-Staat Michigan. Dort soll ab Januar eine von drei Produktionsschichten wegfallen, was ungefähr 900 Jobs entspricht, wie der Konzern mitteilte. Wie viele Beschäftigte eventuell in anderen Werken unterkommen können oder tatsächlich entlassen werden müssen, sei noch unklar, sagte GM-Sprecher Dan Flores. Das Werk in Pontiac ist eins von vieren in den USA, in dem die Modelle Chevrolet Silverado und GMC Sierra gefertigt werden.

AP/DPA / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(