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Volkswagen: Gewerkschaft erhöht den Druck

In mehreren VW-Niederlassungen hat die IG-Metall zu Warnstreiks aufgerufen. Falls die Tarifparteien bei den folgenden Verhandlungen keine Einigung erzielen, könnten die Streiks ausgeweitet werden.

Mehr als 12.000 VW-Arbeiter sind am Montagmorgen in befristete Warnstreiks getreten und haben so den Druck auf das Unternehmen in den laufenden Tarifverhandlungen erhöht. Am Nachmittag kommen IG Metall und VW in Hannover zur sechsten Runde der Haustarifverhandlungen zusammen. IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine hatte die Arbeitgeber bei der vergangene Runde aufgefordert, am Montag neue Vorschläge vorzulegen.

Keine Lohnerhöhungen, dafür Sicherung der Arbeitsplätze

Nach Gewerkschaftsangaben legten 6000 Mitarbeiter in Kassel die Arbeit nieder, in Emden 3500 und in Braunschweig 3000. Aus Salzgitter lagen noch keine Zahlen vor. Die Gewerkschaft droht mit weiteres Aktionen, falls es am Montag keine Einigung geben sollte.

VW will die Arbeitskosten bis 2011 um 30 Prozent oder zwei Milliarden Euro senken. Dazu hat der Konzern ein Sieben-Punkte-Programm vorgelegt, das unter anderem zwei Jahre ohne Lohnerhöhungen sowie niedrigere Einstiegsgehälter vorsieht. Im Gegenzug verspricht der Konzern, dass in Deutschland keine Jobs abgebaut werden. Die IG Metall fordert bisher etwa zwei Prozent höhere Löhne, bietet aber Abschläge für neu Eingestellte an. Sie will die Jobgarantie im Tarifvertrag verankern. Bei den Verhandlungen geht es um 103.000 Mitarbeiter in den sechs westdeutschen VW-Werken.

Am Wochenende hatten Arbeitnehmer und Management versöhnliche Töne angeschlagen. Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert mahnte zu Besonnenheit und Kompromissbereitschaft. VW-Personalvorstand Peter Hartz rief die Gewerkschaft zu einer Verhandlungslösung auf, drohte aber auch mit Personalabbau, falls es längere Streiks geben sollte.

Die wichtigsten Akteure im Tarifstreit

Im Zentrum des Tarifkonflikts bei Europas größtem Autohersteller Volkswagen stehen vier Personen:

HARTMUT MEINE

: Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft IG Metall ist seit 20 Jahren Tarifprofi. Meine steht seit 1998 als Nachfolger Jürgen Peters an der Spitze der Gewerkschaft in Niedersachsen. 2001 handelte er den Tarifvertrag 5000 mal 5000 aus, der der erste Ausstieg aus dem VW-Haustarifvertrag war. Öffentlich setzt Meine auf simple Formeln, hinter den Kulissen gilt er als gewiefter Taktiker.

PETER HARTZ

: Der Name des Kanzlerfreundes ist vor allem mit dem Programm Hartz IV verbunden. Im VW-Tarifkonflikt ist Peter Hartz der Mann, der hinter den Kulissen die Marschrichtung vorgibt. Hartz gilt seit jeher als Modernisierer und Moderator im Konflikt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Er gehörte zu den Erfindern der damals bahnbrechenden Vier-Tage-Woche bei VW.

JOSEF-FIDELIS SENN

: Der VW-Verhandlungsführer ist der Mann hinter Personalchef Peter Hartz und hält sich in der Öffentlichkeit gerne zurück. Für den Personalmanager ist die Tarifrunde bei VW eine Grundsatzentscheidung über die Frage, wie Aktionärsinteressen mit Beschäftigungssicherheit kombiniert werden kann. Er handelte mit Gewerkschaftsführer Meine den Tarifvertrag 5000 mal 5000 aus. Senn ist seit 1998 bei VW.

KLAUS VOLKERT

: Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende steht seit 14 Jahren an der Spitze des Betriebsrates des VW-Konzerns, wo er 1969 als Mechaniker anfing. Volkert spielt bei den Gesprächen eine Schlüsselrolle, weil er die Stimmungen der Beschäftigten genau kennt. Ihm wird im Gegensatz zu Meine mehr Bereitschaft nachgesagt, sich auf die Positionen von VW einzulassen. In der Belegschaft wird ihm eine zu große Nähe zum Vorstand nachgesagt.

AP/DPA / AP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.