. .
Autokauf - Kaufberatung
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
12. Oktober 2009, 15:52 Uhr

Der Astra muss Opel retten

Jeder dritte Opel ist ein Astra. Wenn der Golf-Konkurrent, der jetzt in neuer Version auf den Markt kommt, nicht funktioniert, wackeln 40.000 Opel-Jobs. Doch die Chancen für den Autobauer sind gut. Von Gernot Kramper

Opel, Astra

Der Astra bietet ein gelungenes Design und einen glanzvollen Auftritt© Hersteller

Über keinen Autokonzern wurde im letzten Jahr soviel berichtet wie über Opel. Über Partner, Strategien und Bürgschaften, doch am Ende hängt alles davon ab, wie gut die Autos sind, die Opel verkaufen will. Vor einigen Tagen wurde der neue Astra der Fachpresse vorgestellt. Der Hoffnungsträger des Unternehmens. Sein Erfolg entscheidet, ob Opel überleben kann oder nicht. Der Astra ist das Arbeitspferd des Konzerns, jeder dritte verkaufte Opel ist ein Astra. 500.000 Stück müssen im Jahr abgesetzt werden.

Das Modell der Kompaktklasse – in Rüsselsheim ist der Terminus "Golf-Klasse" verpönt – hat nicht nur den größten Anteil am Verkauf, auf der Plattform des Astra bauen auch die meisten Varianten auf. In Zukunft wird die Anzahl der Varianten noch steigen, denn dass Opel erneut einen unspektakulären Chevrolet-SUV als eigenes Modell auf den Markt bringt, ist ausgeschlossen. "Der Astra ist das Brot-und-Butter-Auto, wenn der Astra sitzt, hat Opel einen großen Schritt in eine bessere Zukunft gemacht", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer zu stern.de.

Gute Aufnahme in der Fachpresse

Bisher stehen die Zeichen gut. In der Fachpresse wird der Astra positiv aufgenommen und als ebenbürtiger Gegner des übermächtigen Golfs gehandelt. Der aktuelle sternwidmet dem "Überlebenskünstler" Astra einen zweiseitigen Artikel und auch der Fahrbericht "Der Golfschläger" von stern.de würdigt das Potenzial des Golfjägers. Die zwiespältige Einführung des aktuellen Golfmodells kommt dem Opel dabei zur Hilfe. Als der Volkswagenkonzern den "neuen" Golf vorstellte, wurde in jedem Fachbericht darauf hingewiesen, dass es sich nur um ein besseres Facelift des alten Modells handele und man besser vom Golf "Fünf-einhalb" als vom Golf VI sprechen sollte. Das Echo auf den Astra kennt keine solchen Zwischentöne. Einhellig wird das agile und dabei ruhige Fahrverhalten gelobt. Dass es den Opelanern gelungen ist, mit einer einfachen aber genialen Konstruktion der Hinterachse das Leistungsniveau wesentlich aufwändigerer System zu erreichen, freut die Fachleute. Einhelliges Lob gibt es für die Raumverhältnisse im Innenraum, die optionalen Sitze und das vom Insignia inspirierte Design. Der Astra profitiert schon jetzt vom überragenden Echo, das der Insignia hervorgerufen hat, und unterscheidet sich auch hier vom Hauptkonkurrenten. Der Passat gilt als solide, verbreitet aber keinen Glanz, der auf den Golf abstrahlen könnte.

Die Resonanz in der Fachpresse interessiert nicht nur die Autofreaks. "Wenn ein Auto vor der Markteinführung bei den Journalisten durchfällt, ist es hinterher kaum möglich, ein Desaster im Markt abzuwenden", sagt Ferdinand Dudenhöffer. "Nach einem negativen Start in der Fachpresse hieven sie keinen Sieger mehr auf das Podest."

Der Kampf um den zweiten Platz

Der Astra wird immer in einem Zug mit dem Golf genannt, er gilt als ewiger Zweiter. Das ist kein trauriges Schicksal, sondern eine anspruchsvolle Aufgabe. Um den Golf vom Thron zu stoßen, reicht es nicht aus, ein tolles Auto zu bauen. Der vorgestellte Astra wird der Zweite bleiben, aber er hat das Zeug, alle anderen auf die Plätze verweisen. "Ich bin zufrieden, wenn wir bei den Zulassungen des neuen Astra sicher auf Platz zwei landen", so Carl-Peter Forster, der designierte Opel-Chef, "und wenn es geht, den Abstand nach vorn verkleinern könnten."

Die Zeit der Rückeroberung beginnt

Eine realistische Einschätzung, sagt Ferdinand Dudenhöffer: "Der Astra kann nicht kurzfristig aus Opel die Nummer eins machen. Aber das Massenauto Astra wird dazu führen, dass die Zeit der sinkenden Marktanteile für Opel vorbei ist."

Von der Produktseite her bringen Astra und Insignia alles mit, um aus der unendlichen Retter-Geschichte um Opel doch noch eine Erfolgsstory zu machen. "2009 und 2010 werden für Opel schwer, das liegt an der Marktentwicklung und an der Restrukturierung des Konzerns, aber ab 2011 ist Opel mit dem Insignia und dem Astra gut unterwegs. Mit einem guten Astra ist auch das Geld der Steuerzahler sicherer angelegt", so Dudenhöffer.

Zugleich arbeitet der Astra langfristig am Imageaufbau von Opel. Im Automarkt gibt es eine starke Kundenbindung, und bei Kaufentscheidungen ist der Kunde auf Sicherheit bedacht. Dennoch sind kleine Wunder möglich, wie beim Insignia. Ein Jahr Insignia haben das Ansehen von Opel aufpoliert. Nun beweist der neue Astra, dass die Kurve bei Opel langfristig nach oben geht. Eine gute Voraussetzung, um Marktanteile zu gewinnen, etwa bei all den Kunden, die Opel in den letzten Jahren verloren hat.

Von Gernot Kramper
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
mats123 (14.10.2009, 15:32 Uhr)
Mazda 3 als Designvorbild
Der neue Astra sieht fast so aus wie der Mazda 3. Gab es da keine eigenen, mutigeren Designentwürfe bei Opel? Man wollte wohl auf Nummer sicher gehen und den beliebten Mazda kopieren.
Huxley_82 (13.10.2009, 00:01 Uhr)
Sehr schön
Jetzt muss nur noch die veraltete "Pimp My Ride"- Chromleiste im Kühlergrill weg und dann kann man sich auch designtechnisch endlich wieder mit einem Opel schmücken :)
kurtaxe1 (12.10.2009, 18:21 Uhr)
alles gute für opel!
obwohl ich selbst keinen opel fahre (vielleicht noch keinen?) wünsche ich opel alles gute. der astra sieht echt gut aus, die opel qualität stimmt, technisch top, ich denke nur an die elektronische lenkung, die modernen common rail motoren der zweiten generation, das vertriebsnetz ist auch okay, wenn sie es jetzt auch noch marketingmässig schaffen, dann sollte dem erfolg nichts im weg stehen.

jedenfalls von meiner seite: toi, toi, toi!
susiwolf (12.10.2009, 17:52 Uhr)
Unkenrufe und Froschgequake ...
Hätte ich das Geld, würde ich allen Unkenrufen zum Trotze noch heute einen Opel kaufen. Leider würde meine Entscheidung allerdings durch die bevorstehende Maut, zu erwartende in die Höhe schnellende Kraftstoffpreise, erhöhte Stau- und Pleiterisiken und evtl. Ersatzteil-nicht-versorgung voll ausgebremst.
-
Dennoch: Opel hat immer verläßliche Fahrzeuge (mit wenigen Ausnahmen) gebaut. Nach dem Kriege tat es sogar ein 'Laubfrosch'-Motor im Motorboot.
Also Schluß mit dem Froschgequake. Und ein immerwährender Vergleich wie 'Golfschläger' oder 'Golfklasse' sollte aus den Medien verschwinden.
-
Der geschüttelten Opel-Mannschaft wünsche ich jedenfalls viel Erfolg.
Optimismus hört sich fast an wie Opelismus - wo Jeder mit muß.
Serst (12.10.2009, 17:38 Uhr)
@butcher
Naja, solange es Staaatsknete gibt wird es noch eine Weile weitergehen. Aber ein Auto an der Start zu bringen, das weder Start-Stop-Automatik, Benzindirekteinspritzung oder ein Doppelkupplungsgetriebe hat ist schon der Hammer. Der Astra ist schon vor der Markteinführung technisch überholt. Aber dann soll dieses Modell Opel retten ?
Die Mitarbeiter gehen einer finsteren Zukunft entgegen, da muss ich Ihnen zustimmen.
Jerk (12.10.2009, 17:32 Uhr)
Opel ist doch wirklich seit Jahren zwangsbeatmet.
Das Image ist auch einfach zu schlecht um da jemals wieder nen profitablen Laden draus zu machen
butcher99 (12.10.2009, 17:25 Uhr)
@Serst
pleite sind die jetzt schon, die werden nur durch Schaufensterreden über Wasser gehalten, die Opel Mitarbeiter können einem wirklich leid tun.
Serst (12.10.2009, 16:39 Uhr)
Wer ?
Wer kauft ein Auto von einer Firma, die in spätestens zwei Jahren Pleite ist ?
MEHR ZUM ARTIKEL
Opel Astra Der Golfschläger

Seit Jahren muss sich der Opel Astra am Segmentführer VW Golf messen lassen. Warum sollte es dieses Mal anders sein? mehr...

Verwandte Fragen

Sie kennen die Antwort? Beantworten Sie die Frage hier oder senden Sie selber eine Frage

 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft