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Die Anti-Zucker-Spritze

Humaninsulin

Seit mehr als 25 Jahren spritzen sich Zuckerkranke sogenanntes Humaninsulin. Der Name ist ein wenig irreführend, denn das Hormon stammt nicht etwa vom Menschen. Vielmehr stellte es die Pharmaindustrie früher aus Insulin von Schweinen her. Heute wird es mittels genmanipulierter Bakterien oder speziell gezüchteter Hefepilze produziert. Der Aufbau der Eiweißbausteine des Humaninsulins gleicht dem des menschlichen Insulins bis ins Detail.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Insulin: kurz wirksames und lang anhaltendes. Das kurz wirksame oder Normalinsulin ist eine klare Flüssigkeit, das lang anhaltende oder sogenannte Verzögerungsinsulin hingegen sieht trüb aus.

Normalinsuline senken bereits nach einer Viertelstunde den Blutzuckerspiegel und wirken etwa vier bis sechs Stunden. Normalinsulin spritzen Sie beispielsweise bei der intensivierten Insulintherapie drei bis vier Mal am Tag, jeweils zu den Mahlzeiten. So gelangt die Energie aus der Nahrung schnell in die Körperzellen, und die Blutzuckerkonzentration sinkt rasch.

Humaninsulin wirkt länger, wenn es bestimmte Zusätze enthält, sogenanntes Protamin. Seltener wird auch Zink zugesetzt. Diese Insuline heißen dann Verzögerungs- oder Basalinsuline. Ihre Wirkung setzt erst nach knapp zwei Stunden ein und hält ungefähr einen halben Tag an. Zuckerkranke spritzen sich diese Insuline meist ein- oder zweimal am Tag, um Ihren täglichen Grundbedarf zu decken.

Sogenannte Mischinsuline verschreibt der Arzt meist bei Diabetes Typ 2. Diese Stoffe setzen sich meist aus 30 Prozent kurz wirksamem Insulin und 70 Prozent Verzögerungsinsulin zusammen. Das kurz wirksame Insulin fängt den Zucker aus den Mahlzeiten ab, das Verzögerungsinsulin deckt im Verlauf des Tages den Grundbedarf ab. Seine stärkste Wirkung hat es zur Mittagsmahlzeit.

 
 
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