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Schlucken statt spritzen

Alpha-Glucosidase-Hemmer

Alpha-Glucosidase-Hemmer gibt es schon sehr lange. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören die Substanzen Acarbose und Miglitol. Fachleute verordnen seit Jahren allerdings immer weniger von diesen Präparaten, weil es inzwischen wirksamere Medikamente gibt.

Wie wirken die Substanzen?

Acarbose und Miglitol verzögern den Abbau von Kohlehydraten im Dünndarm. Deshalb gelangen Zuckermoleküle nur relativ langsam aus dem Darm ins Blut. Sie verhindern so, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit rasant ansteigt. Patienten können nicht unterzuckern, da diese Tabletten das Insulinsystem nicht anregen. Insgesamt scheinen Alpha-Glucosidase-Hemmer jedoch weniger wirksam zu sein als die herkömmliche Therapie: das Abnehmen.

Wann werden Alpha-Glucosidase-Hemmer verschrieben?

Ärzte empfehlen Acarbose oder Miglitol zusätzlich zu einer Ernährungsbehandlung oder in Kombination mit anderen Diabetesmedikamenten - vor allem, um zu verhindern, dass der Blutzuckergehalt im Blut nach einer Mahlzeit plötzlich ansteigt.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Alpha-Glucosidase-Hemmer hinterlassen unverdauten Zucker im Darm. Diesen Rohstoff lassen sich spezielle Darmbakterien nicht entgehen. Dadurch entstehen im Darm zusätzliche Abbauprodukte, vor allem Luft. Deshalb verursachen Acarbose und Miglitol möglicherweise Blähungen, Bauchweh und Durchfall, vor allem während der ersten zwei Wochen. Diese Beschwerden verschwinden aber oft wieder.

Wenn Ihr Darm andauernd entzündet ist oder Ihre Niere nicht mehr richtig arbeitet, sollten Sie keine Alpha-Glucosidase-Hemmer nehmen. Dasselbe gilt für Schwangere und für Menschen unter 18 Jahren.

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