Sie wirken schnell und kurz: Glinide - auch als Sulfonyl-Harnstoff-Analoga bezeichnet. Diese Wirkstoffe sind erst seit 1998 auf dem Markt und etwa sieben Mal teurer als Sulfonyl-Harnstoffe.
Glinide treiben die Bauchspeicheldrüse an, schnell Insulin freizusetzen, aber nicht ständig, sondern nur vorübergehend. Ob Sie deshalb mit Gliniden weniger häufig unterzuckern als mit Sulfonyl-Harnstoffen, ist bisher aber nicht durch Langzeitstudien belegt.
Sie möchten Ihre Mahlzeiten nicht nach einem strengen Zeitplan einnehmen? Dann sind Glinide für Sie eventuell eine gute Wahl. Essen Sie dagegen regelmäßig, haben diese Tabletten keine Vorteile gegenüber herkömmlichen Präparaten. Möglicherweise sind diese Wirkstoffe eine Alternative, wenn Sie Metformin nicht vertragen. Es fehlen jedoch noch Langzeitdaten.
Haben Sie Glinide eingenommen, sollten Sie sofort etwas essen, sonst droht Ihnen eventuell eine gefährliche Unterzuckerung. Denn die Substanzen wirken schnell. Möglicherweise schützen Glinide nicht Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen am Herzen oder Schlaganfall aufgrund von Diabetes: Die Hersteller haben diese Folgen bislang nicht untersucht. Ebenso unklar ist, wie sich Glinide auf Dauer auf Ihre Gesundheit auswirken.