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Sukhoi Su-35S - Putin schickt seine Super-Jets in den Krieg

Pünktlich zum Beginn der Friedensgespräche in Genf hat Kreml-Chef Putin ein deutliches Signal abgegeben: Er schickte vier seiner modernsten Jets nach Syrien.

Sukhoi Su-35S

Der Einsatz der Sukhoi Su-35S ist Drohgebärde, Fronterprobung und Verkaufsshow in einem.

In Genf soll über einen Waffenstillstand und den Frieden in Syrien verhandelt werden. Die maßgeblich von Saudi Arabien unterstützen Rebellengruppen fordern als Vorbedingung für Gespräche ein Ende der russischen Luftangriffe. Die Entgegnung aus dem Kreml ließ nicht lange auf sich warten: Russen und ihre syrischen Verbündeten intensivierten ihre Luftangriffe. Überdies schickte der Kreml vier weitere Kampfflugzeuge nach Syrien. Und zwar vom neuesten Typ Sukhoi Su-35S. Damit wird einmal mehr deutlich, dass Moskau den Syrienkonflikt zur Erprobung neuer Waffen nutzt. Obwohl die Sukhoi Su-35S auf einem alten Modell aus der UDSSR basiert, gilt sie als gefährlichstes Kampfflugzeug der Welt – wenn man vom US-Jet F-22 Raptor absieht. Die Raptor ist ein Jet der fünften Generation, von der allerdings insgesamt nur 187 Stück gebaut wurden, und der ausschließlich von den USA selbst geflogen wird.

Die Sukhoi Su-35S ist ein optimierter Oldtimer 

Die Sukhoi Su-35S basiert dagegen auf der alten SU-27, deren Serienfertigung bereits 1982 begann. Der Hersteller bewirbt die Su-35S dennoch als besten Kampfjet der vierten Generation – der bereits Eigenschaften der fünften Generation beinhaltet. Nur die Stealth-Technologie der amerikanischen F-22, die den Jet für das gegnerische Radar unsichtbar macht, besitzt die Su-35S nicht. Dafür überzeugt sie bei den Flugeigenschaften. Neben den hervorragenden fliegerischen Fähigkeiten spielen das weitreichende Irbis-E-Radar und die verbesserten langlebigen Triebwerke des Jets eine Rolle. Nicht zuletzt ist die SU-35S relativ preiswert – zumindest gemessen an ihren westlichen Gegenspielern.

Die nun nach Syrien entsandten Jets sind brandneu. Laut "Kommersant" wurden die vier Jets erst  im Oktober bis November vom Werk ausgeliefert. Vor dem Einsatz in Syrien seien sie in Astrachan an der südlichen Wolga stationiert gewesen.

Angeblich jedem Gegner gewachsen 

Nach russischen Angaben soll die SU-35S Jets wie der französischen Rafale, dem Eurofighter Typhoon und den modernisierten US Jagdflugzeugen vom Typ F-15, F-16 und F-18 überlegen sein. Das wären alle Flugzeuge, die der SU-35S derzeit im syrischen Luftraum in die Quere kommen könnten. Das Video von der Pariser Luftfahrtmesse zeigt einige der Manöver, zu denen die SU-35S fähig ist.


Der Einsatz des Jets in Syrien spielt auch eine Rolle in den Drohgebärden zwischen Türkei und Russland. Moskau hat zwar nur wenige Jets in Syrien, dafür aber sehr leistungsfähige Maschinen. Vor allem aber wurde ein Luftverteidigungssystem installiert, das praktisch als unüberwindlich gilt. Mit Raketensystemen wie der S-400 und der Panzir-S1 im Rücken wird auch eine kleine Zahl von Jets zu einem ernsthaften Gegner.


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