Smartphones auf Speed

27. Februar 2012, 13:23 Uhr

Die wichtigste Mobilfunkmesse zeigt, was die Handys von morgen können. Im Prinzip nicht viel Neues, dafür aber wesentlich schneller und mit besserem Display. Ein Überblick. Von Ralf Sander, Barcelona

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Smartphone, Handy, Samsung, LG, HTC

Die neue Handygeneration "One" von HTC überzeugt mit mehr Leistung, der verbesserten Benutzeroberfläche "HTC Sense 4.0" und der Audio-Technik Beats für besonders knackigen Sound©

Ein Wort beschreibt den auffälligsten Smartphonetrend auf dem Mobile World Congress in Barcelona, dem jährlichen Schaulaufen der Mobilbranche: Leistung. Verblüfften die Hersteller bis vor ein, zwei Jahren noch mit immer neuen Funktionen, die sie in die Mobiltelefone hineinstopften, ist es nun die Leistungsfähigkeit der Smartphones, die förmlich explodiert. Besonders offensichtlich ist das bei den Prozessoren und den Displays.

Die Kraft der vier Herzen

Nach Single- und Zweikernprozessoren werkeln zumindest in den High-End-Modellen Prozessoren mit vier Rechenkernen. Der Aufstieg der Quadcorechips geht auf wachsenden Hardware-Hunger einiger Apps und Spiele zurück. Vor allem aber sind es natürlich die Chipproduzenten selbst, die das Machbare in den Markt drücken. Ganz vorne dabei: Nvidia. Eigentlich ein Spezialist für Grafikprozessoren, treibt das Unternehmen mit seiner Tegra-Plattform die meisten Spitzen-Smartphones zu immer neuen Rechenrekorden. Und zwar auch in Sachen Grafik. Die neue dritte Generation des Tegra-Chips ist laut Hersteller dreimal so mächtig wie sein nur ein Jahr älterer Vorgänger.

Schärfer, schärfer, schärfer

Den für den Nutzer offensichtlichsten Entwicklungssprung machen die Bildschirme der Telefone. Wie beim Fernseher ist HD das Ziel, Auflösungen von 1280 x 720 Pixeln sorgen auf immer mehr Geräten für gestochen scharfe Bilder. Fujitsu zeigt mit dem NXUI sogar ein Smartphone, das auf nur 4,3 Zoll Diagonale eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln bietet. Gleichzeitig wächst aber auch die Displaygröße. Eine Bildschirmdiagonale von 4,7 Zoll gehört nicht mehr zu den Superlativen. Fünf-Zoll-Smartphones wachsen den Tablets entgegen, die werden wiederum auch in kleinen Dimensionen gebaut. Die Grenzen zwischen Telefon und Tablet verschwinden. Außerdem ist auch bei der Bildqualität - und das ist vielleicht die beste Nachricht für den Nutzer - noch immer nicht das Ende der Fahnenstange erreichte. Auch bei Helligkeit, Kontrast, Farbtreue und Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung gibt es sichtbare Fortschritte.

Weitere Trends: LTE, NFC und "Ice Cream Sandwich"

Der neue schnelle Mobilfunkstandard LTE, der sich auch in Deutschland langsam ausbreitet, bekommt endlich die nötige Auswahl an Smartphones. Jeder große Hersteller hat mindestens ein passendes Gerät im Portfolio. Die riesigen Datenmengen, die mit LTE auch unterwegs bewegt werden können, erfordern auch im Smartphone die nötige Power, um verarbeitet zu werden. Hier läuft die Entwicklung von Hardware und Funktechnik passenderweise parallel.

Bis LTE allerdings zum Massenphänomen wird, dauert es noch einige Zeit. Gleiches gilt für die Near Field Communication (NFC), eine neue Technik für die blitzschnelle Übertragung von Daten auf kurzer Distanz (rund zehn Zentimeter). Das berührungslose Bezahlen per Handy ist eine der Visionen für NFC, und in vielen neuen Smartphones wird der entsprechende Chip eingebaut. Mit dessen wachsender Verbreitung wird wohl auch die Zahl der Möglichkeiten steigen, NFC im Alltag einzusetzen. Daran hapert es noch.

Sofort einsatzfähig ist hingegen die neue Version 4.0 von Googles Android-Betriebssystem, Codename "Ice Cream Sandwich". Die Zeiten des Samsung Galaxy Nexus als einzigem Smartphone mit Android 4.0 sind in Barcelona erwartungsgemäß vorbei. Viele Hersteller verwenden die neue Version, vor allem für ihre teureren Modelle.

Neue Mitspieler sorgen für Preiskampf

Der ungebrochene Boom der Smartphones im Allgemeinen, aber vor allem der Android-Plattform lockt neue Unternehmen an, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Etablierte Elektronikmarken wie Panasonic und Fujitsu wagen mit eigenen Geräten einen ersten Vorstoß außerhalb Asiens. Die wahren Gamechanger kommen aber aus China: Huawei und ZTE greifen die etablierten Handybauer mit günstigen Geräten an. Allein von ZTE werden acht Neuvorstellungen erwartet. Und Huawei zeigt auf dem MWC mit dem Ascend D quad das nach eigenen Angaben schnellste Vierkern-Smartphone der Welt. Auch in der Oberklasse soll Huaweis Motto gelten: immer 15 bis 20 Prozent günstiger als die Konkurrenz.

Und nun ein Überblick über den ersten Schwung an Neuheiten der großen Smartphone-Hersteller. Außer Apple natürlich, die sind ja nie dabei.

 
 
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