Falls Sie sich in Zukunft mit dem Vogelgrippe-Virus anstecken sollten, stünden Ihnen nur zwei Wirkstoffe als Arznei zur Verfügung: Oseltamivir und Zanamivir. Beides sind Virenblocker. Sie hemmen ein spezielles Enzym, das die Viren brauchen, um sich zu vermehren: die Neuraminidase. Deshalb werden die Medikamente als Neuraminidase-Hemmer bezeichnet. Studien zeigen, dass Neuraminidase-Hemmer
Weil keine anderen Medikamente gegen die Vogelgrippe zur Verfügung stehen, sind Oseltamivir und Zanamivir die einzige Hoffnung. Regierungen, auch die deutsche, haben schon Vorräte angelegt, um bei einem größeren Ausbruch gewappnet zu sein.
Bei einer harmlosen Erkältung oder eine normalen Grippe sollten Sie diese Medikamente nicht nehmen. Denn Viren können sich darauf einstellen, sie können immun gegen die Arznei werden. In Indonesien haben Infektionsmediziner bereits resistente Vogelgrippe-Viren nachgeweisen können. Die beiden erkrankten Kinder mussten deshalb sterben - trotz einer Behandlung mit Oseltamivir.
Impfstoffe können vor Viren-Attacken schützen. Aber nur dann, wenn die Vakzine genau auf die Erreger abgestimmt sind. Das stellt die Impfstoff-Hersteller bei der Vogelgrippe vor ein Problem: Noch ist das Virus nicht so mutiert, dass es den Menschen stark bedroht. Um vor der gefährlichen Mutante schützen zu können, müsste man sie kennen. Erst dann können Pharmazeuten einen passenden Impfstoff produzieren.
Das bedeutet: So lange das Vogelgrippe-Virus nicht mutiert, bleibt eine Impfung sinnlos, auch eine normale Grippe-Impfung schützt Sie nicht. Die Pharma-Unternehmen beginnen erst dann, Impfstoffe gegen die Vogelgrippe herzustellen, wenn der bedrohliche Erreger da ist. Ob und wie das Vogelgrippe-Virus sich wandelt, beobachtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie unterhält Labore auf der ganzen Welt und analysiert ständig die aktuelle Lage.