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11. April 2011, 07:09 Uhr

Japan weitet Evakuierungszone um Fukushima aus

Die Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima wird wegen der hohen Strahlung ausgeweitet. Derzeit gilt die Sperrzone nur für einen 20-Kilometer Radius. Einen Monat nach Beginn der Katastrophe im Nordosten Japans gedenkt das Land unterdessen seiner Opfer.

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Am Montag soll mit dem Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers aus dem havarierten AKW Schluss sein© Reuters

Die japanische Regierung weitet die Evakuierungszone rund um die Atomruine Fukushima aus. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Monag unter Berufung auf den Regierungssprecher Yukio Edano. Derzeit gilt die Sperrzone nur für einen 20-Kilometer Radius um das Atomkraftwerk. Nach Kyodo-Angaben sollen nun aufgrund gehäufter Radioaktivität die Bewohner weiterer Gebiete innerhalb eines Monats in andere Regionen gebracht werden.

Die Umweltorganisation Greenpeace verlangt schon seit Wochen eine Ausweitung der Sperrzone. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat diesen Schritt ebenfalls empfohlen.

Regierungssprecher Edano erklärte das Risiko für weitere massive Strahlenlecks in dem havarierten Kernkraftwerk außerdem für geringer als zu Beginn der Katastrophe vor rund einem Monat. "Das Risiko, dass sich die Situation verschlechtern wird und dass es neue massive Ausstöße radioaktiver Substanzen geben wird, wird deutlich geringer", sagte Edano.

Unterdessen haben die Einsatzkräfte die Lage im Kraftwerk immer noch nicht im Griff. Das Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers in den Ozean könnte am Montag beendet werden - Tage später als eigentlich geplant.

Japan gedenkt der Opfer

Einen Monat nach Beginn der verheerenden Katastrophe im Nordosten Japans gedenkt das Land an diesem Montag seiner Opfer. In den Notlagern, an Arbeitsplätzen und Schulen im ganzen Land legen die Menschen Schweigeminuten ein, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press berichtete.

Der schwer in die Kritik geratene Chef des Atombetreibers Tepco, Masataka Shimizu, wollte am Montag in die Provinz Fukushima fahren, um sich bei der Provinzregierung zu entschuldigen, wie Jiji weiter meldete. Shimizu hatte sich zwei Tage nach Beginn der Katastrophe offiziell wegen Unwohlseins zurückgezogen und war seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Dafür wurde er scharf kritisiert.

kbe/DPA
 
 
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