Erst Schnee, dann minus 20 Grad

2. Januar 2009, 13:28 Uhr

Schnee und eisige Kälte: Anfang kommender Woche soll es im Norden und Osten Deutschlands bitterkalt werden - bis minus 20 Grad. Bereits für das kommende Wochenende sagen die Meteorologen eine zentimeterdicke Schneedecke voraus.

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Schnee, so weit das Auge reicht: Wie hier bei Oberhomberg im Bodenseekreis könnte es vom Wochenende an auch in Nord- und Ostdeutschland aussehen©

In Nord- und Ostdeutschland müssen sich die Menschen warm anziehen: Anfang kommender Woche wird es dort kalt wie in der Tiefkühltruhe mit klirrendem Frost bis minus 20 Grad. Später zieht die Kälte aus der Arktis auch nach Süden. Zuletzt war es vor drei Jahren in Ostdeutschland derart kalt. Nur im äußersten Nordwesten bleibt es milder, dort kann aber Regen auf gefrorenem Boden die Straßen gefährlich glatt machen. Schon an diesem Samstagabend schickt ein Tiefdruckgebiet aus Norden erste Schneefälle, und am Sonntag schneit es weiter.

Bis zu zehn Zentimeter Schnee

"Auf dem gefrorenen Boden bildet sich rasch eine Schneedecke", sagte Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Bis zu zehn Zentimeter könnten zusammenkommen. Danach folgt eisige Kälte mit strengem Frost in den Nächten. Von "strengem Frost" sprechen die Meteorologen bei Temperaturen von minus 15 Grad und darunter.

Am Montag verlagert sich das Wolkensystem mit Schneefällen nach Süden und sorgt in den Ballungsgebieten für Probleme im Berufsverkehr. Im Norden klart der Himmel auf. "Das ist die perfekte Rezeptur für strengen Nachtfrost", sagte Hoffmann. Über der Schneedecke kann das Thermometer in der Nacht zum Dienstag bis auf minus 20 Grad rutschen, zuletzt waren Ende Januar 2006 in Sachsen und Brandenburg verbreitet solche Werte gemessen worden.

Die tiefsten Temperaturen wird es nach Erwartungen der Meteorologen im Harz, in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Teilen Sachsens geben. Über dem Süden liegen zunächst noch Wolken und lassen die Temperaturen vorerst nicht ganz so weit in den Keller sinken.

Ungewöhnlich sind derart tiefe Temperaturen im Januar nicht. "Wir haben Hochwinter", sagte Hoffmann. Große Kälte mit Werten von sogar unter minus 30 Grad gab es nach den Aufzeichnungen des DWD in Deutschland in den Wintern 1929 und 1942. Auf minus 37,8 Grad sank die Temperatur am 12. Februar 1929 an der Station Hüll im bayerischen Kreis Pfaffenhofen. Der absolute deutsche Kälterekord wurde am 25. Januar 2000 am bayerischen Funtensee mit 45,8 Grad gemessen.

Sogar auf der knapp 3000 Meter hohen Zugspitze in den Alpen wurde dieser Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 nicht erreicht, dort war es am 14. Februar 1940 "nur" minus 35,6 Grad kalt. Am 9. und 10. Februar 1926 meldeten der Feldberg im Schwarzwald, der Fichtelberg im Erzgebirge und das ostsächsische Görlitz Werte von über 30 Grad unter null. Im Februar 1942 war es in München minus 30,5 Grad kalt, und im Februar 1956 zeigte das Thermometer in Nürnberg minus 30,2 Grad.

Vor einem Jahr hatten die Meteorologen einen besonders milden Januar registriert. Damals lag die Durchschnittstemperatur um 4,1 Grad über dem langjährigen Mittel, und der Monat ging als sechst- wärmster Januar seit Beginn des 20. Jahrhunderts in die Klimageschichte ein. Der Januar 2009 verspricht angesichts der erwarteten Temperaturen dagegen eher kalt zu werden. Auch mittelfristig sei ein Ende des winterlichen Wetters nicht in Sicht, sagte DWD-Meteorologe Hoffmann.

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KOMMENTARE (7 von 7)
 
mr-dobi (04.01.2009, 15:03 Uhr)
Tief AKAI kommt !
Das erste Tief des Jahres, das den Namen unseres kleinen Sohnes trägt, bringt erst Schnee, dann Eiseskälte bis zu -20°! Also: warm anziehen, Leute, vor allem vorsichtig fahren... und geniesst ansonsten die sternenklare Nacht...
undueberhaupt (03.01.2009, 13:57 Uhr)
Das Wetter....
Zur Zeit spinnen die Wetterleute mit ihren Prognosen. Heute, am Samstagvormittag sollte laut Wetterbericht von der Nordseeküste her ein Schneefallgebiet über Nord-Ost-Niedersachsen kommen. Bis 14.00h ist nichts passiert. Man sollte annehmen, das das Wetter winterlich bleibt, aber keine extremen Wetterlagen entstehen. Leute, bleibt cool.
s4sh81 (03.01.2009, 11:54 Uhr)
Genießt es
Geht einfach mal mit dem Hund raus, oder für diejenigen die keinen haben spazieren!!!
Blauer Himmel, Sonnenschein, etwas unter 0 Grad, trockene Luft.
Herrlich
Und die 20 Grad Minus werden wir auch überstehen. Keine Panik
eric111 (02.01.2009, 22:17 Uhr)
gelaber
ich konnte das gelaber, dass es keinen winter mehr gibt, nicht mehr hören. ende september war ich auf deutschland-besuch. dort hatte es 10ºC tagsüber und 3ºC nachts. klimawandel ist was anderes.
mullmark (02.01.2009, 20:41 Uhr)
Die Welt geht unter!
Früher nannte sich so etwas einfach nur Winter, heutzutage ist so etwas gleich eine Katastrophe.
Insider_de (02.01.2009, 18:02 Uhr)
Wetter-Panik!
Das ist nur die weltweite Klimaerwärumg!
Unter Kaiser Wilhelm hätte es sowas nicht gegeben...
Profiler (02.01.2009, 15:30 Uhr)
Wetter-Panik?
Wetter-Panik für den Ossi vom Wessi?
Offenbach liegt wohl weit weg vom Osten .
Die Internet-Wettervorschau sagt was Anderes für den Osten voraus.
http://www.wetter.com/wetter_aktuell/wettervorhersage/16_tagesvorhersage/?id=DE0000622
Mal sehen, wer da Recht haben wird...
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