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17. August 2007, 15:25 Uhr

Giordano spricht von "Kriegserklärung"

Der Schriftsteller Ralph Giordano ist die lebende Opposition gegen die geplante Kölner Moschee - nun hat er den Streit mit einem harschen offenen Brief eskaliert. Vor allem in den Reihen der Kölner CDU findet Giordano immer mehr Anhänger. Von Tim Farin

Die Computergrafik zeigt die Südostansicht der geplanten Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld© Architekturbuero Paul Boehm/DDP

Jetzt haben sich Widersacher des Prunkbaus massiv zu Wort gemeldet, damit die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ihre Pläne eines Gotteshauses mit zwei 55 Meter hohen Minaretten und einer 34,5 Meter hohen Kuppel doch noch herunterschraubt - oder ganz abbläst. Die neueste Eskalationsstufe im anhaltenden Streit zwischen Muslimen und ihren Kritikern zündete gestern Nachmittag der Schriftsteller Ralph Giordano.

Seit Mai verleiht der jüdische Intellektuelle der Opposition gegen das Gotteshaus ein Gesicht und eine respektable Stimme. Nun schlug der 84-Jährige eine Einladung der Ditib aus, die den Autor zum offenen Gespräch eingeladen hatte. "Für mich war die Gigantomantie der zentralen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld […] von vornherein eine Art Kriegserklärung an die Umwelt gewesen, ein hoch integrationsfeindlicher Akt, der nur ein gutes an sich hatte, nämlich die wahre Absicht dahinter unfreiwillig zu offenbaren", schreibt Giordano in seinem vierseitigen Antwortbrief an den Dialog-beauftragten der Ditib, Bekir Alboga. Giordano sieht in dem Verband, der auch Bauherr der geplanten Moschee ist, "einen verlängerten Arm der Religionsbehörde Diyanet in Ankara".

"Polemik, Diffamierung"

Er werde sich ebenso wenig mit Auschwitz-Leugnern wie mit Leuten an einen Tisch setzen, "die den Völkermord an den Armeniern 1915/16 leugnen". Interessanterweise schließt Giordano seinen scharfen Brief mit der Bemerkung, die Stunde der Deeskalation sei gekommen. Die Ditib ignorierte dies und schlug postwendend zurück, warf Giordano "Polemik, Diffamierung, Unkenntnis und mangelnde Dialogbereitschaft" vor. Giordano habe sich in der subjektiven Sicht der Dinge verrannt. Er zeige einen "Fatalismus", mit dem er sich "gegen eine notwendige, zukunftsorientierte Integrationspolitik in Deutschland ausspricht". Eigentlich hatte der Verband kommende Woche positive Schlagzeilen schreiben wollen.

Am Dienstag stellt er einen Beirat zum Moscheebau vor, in dem "fast alle politischen und gesellschaftlichen Gruppen" Kölns sowie Bürgerinitiativen vertreten sind, am kommenden Mittwoch dann wird der Stand der Planungen öffentlich gemacht. Allerdings hat sich nun auch in den bürgerlichen Sphären der Stadt Widerstand mobilisiert, die CDU-Basis hatte einen Aufstand organisiert und gegen den Willen von Oberbürgermeister Fritz Schramma am Dienstagabend einen Parteibeschluss erwirkt, in dem sich die Christdemokraten "gegen die Ausführung dieser Pläne" für die Moschee ausspricht. Zwar unterstützt die Mehrheit im Kölner Rat - SPD, Grüne und FDP - weiter das Vorhaben der Ditib. Doch scheint Giordanos anhaltender Widerstand immer weitere Kreise zu ermutigen, öffentliche Kritik an der Praxis des muslimischen Verbands zu äußern.

"Ist Integration überhaupt möglich?"

Noch vor gut zwei Monaten hatte Giordano berichtet, dass er viel Unterstützung für seine Kritik an den Islamvertretern und ihrem Vorgehen erfahre. "Aber selber möchten die wenigsten in der Öffentlichkeit Farbe bekennen, weil sie nicht in die rechte Ecke gestellt werden möchten", mutmaßte Giordano. Seither scheint sich das Klima also zumindest in der Kölner CDU verändert zu haben.

Es ist offensichtlich, dass es in Köln um weit mehr geht als um den Bau eines Gebäudes. Es geht um die Frage, ob die Integration der Muslime überhaupt möglich ist und ob die deutsche Mehrheitsgesellschaft dem Islam volle Toleranz zusichern soll, obgleich Misstrauen herrscht wegen der Fehlentwicklungen im Zeichen der Religion, darunter Diskriminierung von Frauen, anderen Gläubigen, eine Politisierung des Islam und die Gefahr des internationalen Terrorismus fanatischer Gläubiger.

Ralph Giordano sieht in dem Kölner Streit eine Notwendigkeit, "ein Symptom einer viel größeren Problematik, die zwei Dimensionen umfasst": International befinde sich der Islam in einer Krise, national sei die Integration der Muslime gescheitert. Auch in seinem jüngsten Schreiben an die Ditib beharrt Giordano, nicht die Moschee, sondern der Islam sei das Problem. Er fordert die Politik auf, die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte Revue passieren zu lassen - und stellt sich die Frage: "Ist Integration überhaupt möglich?"

Vielleicht haben die Morddrohungen, welche zuletzt von Fanatikern auf Giordanos Anrufbeantworter hinterlassen worden waren, zur Drastik in den Formulierungen des Schriftstellers beigetragen. Seine Auseinandersetzung mit den Kernfragen der Integration lässt sich aber kaum herunterspielen. Giordano entwirft in seinem Brief eine Vision, die nicht ohne Tücke ist: Er glaubt nicht mehr an die Möglichkeit der Integration, sondern hält einen Zustand für realistischer, in welchem Mehrheit und Minderheit nebeneinander auskommen müssen.

Hardliner auf Integrationskonferenz

"Eine Perspektive, die weit höhere Anstrengungen im beidseitigen Umgang miteinander gebietet, wenn sie friedlich verlaufen soll, als alle vergeblichen Einordungsbemühungen", schreibt Giordano. Die bisherigen Konzepte seien eine "Fata Morgana". Vor zwei Monaten riet Giordano in einem Interview den nicht-muslimischen Deutschen, "zu bekennen, was sie denken und fühlen, sich dabei von jeder Fremden- und Ausländerfeindlichkeit abzugrenzen und mit mir an der Seite aller Muslimas und Muslime zu stehen, die mit Reformen den Weg zu einer Integration freimachen wollen." Doch die muslimischen Verbände tragen selbst gehörig dazu bei, dass die Skepsis ihnen gegenüber weiter anwächst. Ein Beispiel: An der Islamkonferenz bei Innenminister Wolfgang Schäuble nahm vor wenigen Monaten überraschend ein Mann Teil, der unter Beobachtung der Verfassungsschützer steht: Ibrahim El-Zayat, Chef der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), war zwar nicht vom Minister eingeladen worden - doch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Ayyub Axel Köhler, hatte den Hardliner einfach mitgebracht zum Integrationsge-spräch. Die Muslim-Vertreter sorgten mit ihrem Gast für einen Affront. Doch aus Höflichkeit durfte er bleiben.

Von Tim Farin
 
 
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KOMMENTARE (10 von 201)
 
saudin91 (20.08.2007, 16:04 Uhr)
Nicht der islam,die Radikalen sind das Problem
Offener Brief an Herrn Giordano

Lieber Herr Giordano, ich habe Ihren Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Ihren Brief an Herrn Alboga gelesen.

Ich respektiere und schätze Ihren Kampf gegen den Antisemitismus und gegen den Rassismus, deshalb bin ich sehr überrascht, dass sie in Ihren Äußerungen so radikal und undifferenziert über Koran und Muslime ohne empirische Studien, als Beleg,(Vor)- urteilen. Goethe hat eine andere Meinung über Koran und Muslime gehabt. Hat er Koran nicht richtig lesen können? Hat seine Genialität dazu nicht ausgereicht? Zum Beispiel schrieb er auch ein Gedicht mit dem Namen "Mahomets Gesang" zum Ehren des islamischen Propheten Mohammed.

Soll durch Ihre Artikel endlich Hass und Missachtung der Menschen untereinander, die zu Holocaust führten und zur fast radikalen "Ausrottung" der gut intergrierten "kopftuchfreien" europäischen bosnischen Muslime während des Krieges 1991-95, während aufgeklärte christliche Welt zuschaute und einige sich sogar darüber freuten, weniger werden. Die aufgeklaerten Europaer sammelten 1995 in Srebrenica die wenigen Waffen der Bosniaken ein, die Serben hatten schon Waffen und das damalige verhaengte generelle Waffenembargo war faktisch gegen die Bosniaken gerichtet, und dann wuerden mehr als 7000 bosnischen Muslime den Henkern in der UNO-Schutzzone ausgeliefert. Es gab auch sehr viele KZ-Lager in Bosnien.

Sollen Ihre Beiträge dazu führen, dass die Muslime in dieser Gesellschaft besser intergriert werden? Oder sollen die freundschaftliche Beziehungen zwischen Israel und der Türkei dadurch noch besser werden? Darf man genauso radikal sein, wenn man die Politik des Staates Israels kritisiert? Wollen sie Ihren Lebenswerk bereichern oder zerstören?
Können Sie die höchst zweifelhafte Wirkung ihrer Äußerungen richtig einschätzen?

Die Medienwirklichkeit und die empirische Wirklichkeit sind nich dasselbe. Sie verwechseln viele Sachen und sie behaupten,das Ausserdem erwaehnen Sie das wort "Nationalismus" im Zusammenhang mit dem Muslimsein. Was hat Muslimsein und Nationalismus gemeinsam? Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung hat über den islamfeindlichen Diskurs in den Medien empirisch und seriös geforscht? Wo sind Ihre empirische Untersuchungen? Sie sollten die Doktorarbeit von Barbara Schramkowski "Intergration unter Vorbehalt" lesen und feststellen, dass sich auch scheinbar intergrierte Türken wegen "Alltagsrassismus"nicht intergriert fühlen. Eigene Vorurteile überwinden bedeutet auch im Alter die gesammte Wirklichkeit sehen zu wollen. Es gibt wissenschaftliche Studien, die Belegen, dass die Muslime in Europa diskriminiert werden (Focusonline 18.12.06). Es ist kein Wunder, wenn man solche Beitraege wie von Ihnen lesen kann.

Was ist die Ursache?

Man respektiert und anerkennt die Menschen in dieser Gesellschaft oft nicht, nur deshalb, weil sie eine andere Religion haben, andere Rasse haben. Ja,
lieber Herr Giordano, eine andere Rasse, es ist kein Wunder, dass sich so viele Rechtsradikale von Ihren zu wenig differenzierten Feststellungen beeindrucken lassen.

Machen sie nicht die ähnliche argumentationweise hoffähig,aber jetzt im Zusammenhang mit den Muslimen, die Herr Möllemann im Bezug zur Politik des Staates Israel ausgesprochen hat?

Sprach nicht Herr Möllemann auch nicht aus dem Herzen der Mehrheitsgesellschaft? Sollen wir uns nicht als aufgeklärte Leute davon lösen die Sachen mit zu vielen Emotionen zu betrachten, sondern uns auch mal einen Balkonblick auf die Ereignisse gönnen.

Für Sie Herr Giordano scheinen nur die Muslime friedlich zu sein, die Islam kritisieren und daruf salopp gesagt "spucken". Ohne Respekt für die eigenen Wurzel kann man keine sinnvolle Zukunft und echten Respekt erfahren. Frau Kelek berichtet aus dem Gefängnis über die Türken, wobei Sie die Gefängnissinsassen als typische Türken in Deutschland verklärt. Die Mehrheitsgesellschaft fühlt sich bestättigt und kauft die Bücher mit den Gedanken"dies haben wir über die Türken schon gewusst" und "endlich müssen wir nicht mehr ein schlechtes Gewissen haben". Die Doktorarbeit von Frau Kelek war differenziert, aber dies wolte doch niemand lesen. Jetzt hat Sie nicht nur finaziellen Erfolg mit Halbwahrheiten und mit der Bestättigung der Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft. Das tun Sie auch.Schreiben sie endlich eine empirische und wissenschaftliche Arbeit ueber Ihre Aussagen? Sie sollen auf die Mehrheit der Muslime zutreffen? Alle ander Studien belegen dies nicht.

Sie sollen etwas von dem Hauptimam der Bosniar Dr. Mustafa Ceric lesen, der den Theodor-Heuss-Preis in diesem Jahr bekommen hat. Er ruft zur Frieden,zur Toleranz und zur Partizipation der Muslime in dieser Gesellschaft auf und das auf dem Boden des Grundgesetzes, obwohl vor einigen Jahren 200 000 bosnischen Muslime in Europa vernichtet wurde. Ja, das ist möglich. Sie sollen noch mal zum Beispiel das Alte Testament lesen und feststellen, dass auch dort viele "Schrecken" beschrieben sind. Es kommt aber nur auf die Interpretation und auf den geschichtlichen Zusammenhang der Sachverhalte in den Heiligenbüchern an.
Wir dürfen nicht in unseren Urteilen radikal werden, dies wird uns wieder nach Auschwitz führen - es ist traurig, dass ich eigentlich durch meinen Brief Ihren Kampf gegen Rassismus weiter führen muss.

Sie sollen nicht mehr undiffrenziert schreiben und dadurch meiner Meinung nach fast im Stil von der NSDAP-Zeitung"Stuermer" die Menschen fuer einen unheilvollen Kampf mobilisieren. Stuermer hat alle Vorurteile, die man ueber Juden hatte, immer wieder thematisiert.

Die Zeit fuer die Deeskalation ist gekommen, besonders fuer Ihre Seite.

e.c. (20.08.2007, 14:36 Uhr)
@Oetker333
Interessante Sichtweise, die ich größtenteils teile.
In einem Punkt bin ich jedoch anderer meinung:
Nicht die Religionen sind das Problem, sondern die Menschen, die sie für ihre politischen Ziel missbrauchen. Keine Religion auf der Welt legitimiert Gewalt, Mord oder Terror. Unabhängig aus welchem Grund ! Teilweise werden uralte regionale Gebräuche, Traditionen und Kultur mit Religionen vermischt und unter dem Deckmantel der Religion ausgeübt.
Beispiele: Steinigungen, Ehrenmorde, Beschneidungen von Mädchen und Zwangsverheiratungen werden als ein Teil des Islam zugesprochen und der Koran als Rechtfertigung für diese grausamen Taten herangezogen.
Easy_d (20.08.2007, 12:33 Uhr)
Integration
Aber viel wichtiger ist doch nun die Frage, wie es mit der Integration in Deutschland aussieht! Der erste Schritt der Integration ist ja noch nicht abgeschlossen, warum dann schon einen weiteren Schritt gehen, wenn der erste noch nicht abgeschlossen ist?!
Oetker333 (20.08.2007, 12:31 Uhr)
Ach je
Soweit ist es in Deutschland schon.
Ich finde schon das die Sache mit den Armeniern Völkermord war. Aber ich verstehe die Türken die es leugnen, denn die Amis leugnen auch ihre Morde an Indianer,Iraker,Vietnamesen...
Und darüber regt sich keiner auf denn es sind ja die Amerikaner. Die USA ist genauso dempkratisch wie die Türkei! ob ihrs glauben wollt oder nicht. Muslime hetzen gegen Homosexuelle in der Türkei. Die fanatischen Christen in den USA (Baptisten,Mormonen...) machen dasselbe. Wer sagt etwas dagegen? das sind ja Christen die dürfen so etwas machen oder wie? Christen werden in der Türkei diskriminiert aber die Muslime in den USA auch! wer regt sich darüber auf? Niemand denn das sind ja die Amis. Ich bin gegen den EU-Beitritt der Türkei aber nicht weil sie muslimisch ist. Sondern weil die EU handlungsunfähiger wird. Die Osterweiterung war schon ein Fehler. Die Türkei besitzt Foltergefängisse aber die USA auch! Das ist das Problem in Deutschland. Über die anderen regt man sich auf aber über unsere "Freunde" nicht. Wir werden scon so wie die Amerikaner und da sieht man die Amerikanisierung des deutschen Alltages. Wieso können sich die Türken nicht intergrieren? Weil die deutsche Gesellschaft immer konservativer besser gesagt amerikanischer wird. Und das Muslime keine Chance in den USA haben sieht man ja. Wer glaubt das sich nur die Muslime radikalisieren irrt sich. Alle Religionen werden fanatischer. Christen in den USA, Muslime im Irak, Hindus in Indien und zuletzt auch die Juden in Israel. Das Problem liegt nicht nur beim Islam sondern bei allen Religionen. Wer berichtet von der Diskriminierung von Muslimen in den USA obwohl sie genauso schlimm ist wie die der Christen in der Türkei. Der Westen muss sich mal an die eigene Nase fassen. Wieso baut man kein Dom in der Türkei? Weil die Zahl der Christen abnimmt und deswegen neue kirchen kein sind hat obwohl es in der Türkei genug Kirchen aus der zeit der Byzantiner gibt. In Deutschland gab es keine Moscheen aus der Vergangenheit. Deswegen bin ich für den Bau der Moschee. Der Staat kann eh nichts dagegen machen. Man hat das Grundstück gekauft und somit können sie dort bauen was sie wollen! Ich zitiere Peter Scholl-Latour wonach der Islam schon Bestandteil Europas ist und schon länger war!
Easy_d (20.08.2007, 12:31 Uhr)
@Virus01
nur kurz zu Ihrer Begründung:
Weil die Türkei 1923 gegründet wurde hat sich mit dem Völkermord der Armenier nichts zu tun!
Keine Schlechte Idee, dann hat die Bundesrepublik Deutschland ja auch nichts mit Dingen vor 1949 zu tun!
Wenn das Ihre Meinung ist, meine ist es nicht!
hardrain (20.08.2007, 12:14 Uhr)
Es hat durch den Hassdiskutierer
Giordano damit zu tun: Er hat in unsäglicher Weise die Leidensgeschichten der Armenier, Türken und Juden mit der aktuellen Frage nach dem Bau der Moschee demagogisch verbunden. Diese Hetzpraktiken hat er sich beim Lesen des Völkischen Beobachters angeeignet - leider!
sachsenwini (20.08.2007, 11:49 Uhr)
@ Virus01 der Völkermord an den Armeniern

Kam eben gerade deshalb hier in das Gespräch, weil die Massenvernichtung in den Konzentrationslagern des dritten Reiches hervorgekramt wurde. Daraufhin begannen beide Kulturkreise, ihre Kriegsverbrechen gegeneinander aufzurechnen.
*
Beides hat mit dem Bau der Moschee in Köln überhaupt nichts zu tun.
Virus01 (20.08.2007, 11:37 Uhr)
Mord an den Armeniern?????
Hallo zusammen,
die Armenier haben sich im ersten Weltkrieg mit den Russen zusammengetan und sind von der Nordost Türkei nach süden gezogen.
Sie haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Sie haben alles was weiblich war vergewaltigt (Frauen und kleine Kinder). Haben die Menschen dort auf bestialische Art und Weise getötet. Es gibt in der Türkei ein Museum was an diesen Massenmord erinnert.
Soetwas Ladies und Gentleman nennt man Hochverrat. Darüberhinaus wurden Soldaten die Gebiete betreten haben, wo Armenier gelebt hatten von der armensichen Bevölkerung getötet.
ich möchte nicht wissen was die deutschen gemacht hätten mit den Armeniern, wenn das hier passiert wäre.
Das ganze soll sich abgespielt haben um ca. 1913. Die türkische Republik wurde geründet 1923. Also was hat die Türkei jetzt damit zu tun?
Ich hoffe das sich soetwas nie wieder in der Geschichte wiederholen wird.
Abgesehen davon geht es hier nicht um die Armenier, sondern um den Bau einer Moschee.
Ich verstehe nicht wie ihr jetzt auf dieses Thema kommt. Was hat dieses Thema hier verloren? Sonst fange ich mal mit dem Holocaust an.
Also lasst diese Themen. Bleibt bei der Sache. In der Schule hätten diese Leute jetzt eine 6 bekommen, weil sie das Thema verfehlt haben.
Raknarak (20.08.2007, 10:45 Uhr)
@sachsenwini
danke, aber ihr kommentar hilf mir nicht weiter, sonst heisst es wieder die deutschen rotten sich zusammen..........
ich hätte gerne eine erklärung eines moslems hierzu.
sachsenwini (20.08.2007, 10:32 Uhr)
@ Raknarak Natürlich dient ein solcher Bau der Repräsentation

Ein derartig mächtiger Bau mit einer 35 Meter hohen Kuppel, zwei 55 Meter hohen Minaretten und zahlreichen Nebeneinrichtungen, dient weniger dem stillen Gebet gläubiger Moslems sondern eher der Repräsentation der islamischen Macht und Dominanz, und das ist es, was auf die Bewohner bedrohlich wirken muss.
*
Obwohl ich auch meine Probleme mit der katholischen Amtskirche habe, muss ich hier dem Kölner Kardinal Meisner zustimmen, der vor etwa zwei Monaten zwar Verständnis für den Bau der Moschee äußerte, aber eben auch ganz vorsichtig ein „ungutes Gefühl“ einräumte, auf einen Kulturbruch hinwies und zu mehr Wachsamkeit aufforderte.
*
Den Artikel finden sie hier: http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/623/119478/?page=3#readcomment