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8. September 2006, 07:23 Uhr

Iran denkt ans Aufhören

Kehrtwende oder neuer Bluff? Mohammed Chatami, Ex-Präsident des Iran, hat angedeutet, dass sein Land vielleicht doch bereit wäre, auf sein Atomprogramm zu verzichten.

Gewalt war noch nie eine Lösung: Irans Ex-Präsident Mohammed Chatami auf USA-Besuch© Tannen Maury/DPA

Der iranische Ex-Präsident Mohammed Chatami hat signalisiert, sein Land könnte über einen Stopp der umstrittenen Urananreicherung verhandeln. Die Islamische Rebublik sei bereit, mit der internationalen Gemeinschaft über die Art und den Zeitplan für eine solche Aussetzung zu sprechen, sagte Chatami bei einem Besuch in der US-Hauptstadt Washington. Die Androhung und Anwendung von Gewalt hätten dagegen in Konflikten dieser Art noch nie zu einer Lösung geführt.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms nach Atomwaffen zu streben, was die Islamische Republik bestreitet. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Iran ultimativ zu einem Stopp seiner Urananreicherung aufgefordert. Die Vertreter der sechs Veto-Mächte im Sicherheitsrat sowie Deutschlands Staaten stimmten einem hochrangigen EU-Diplomaten zufolge bei einem Treffen in Berlin darin überein, dass der Iran die Forderung des UN-Sicherheitsrats nicht erfüllt hat.

Eine Einigkeit über die in einer UN-Resolution vorgesehenen, möglichen wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen gegen den Iran wurde nicht erzielt. Während die USA auf Sanktionen gegen den Iran dringen, haben sich die wirtschaftlich eng mit Iran kooperierenden Staaten Russland und China bislang zurückhaltend zu Strafmaßnahmen geäußert.

Reuters
 
 
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