5. April 2013, 09:32 Uhr

Internationale Gemeinschaft fordert Entgegenkommen von Iran

Die neuen Verhandlungen sollen ein "Start zu einem Schritt vorwärts" sein. Die von Catherine Ashton geführte 5+1-Gruppe sei bereits auf Iran zugegangen, nun wird auf eine positive Antwort gewartet.

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Der iranischen Präsidenten Ahmadinedschad im März 2007 bei der Inspektion der Atomanlage Natans. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel ziviler Nutzung der Kernenergie an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten.©

Zum Auftakt der neuen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm hat die internationale Gemeinschaft Teheran zum Entgegenkommen aufgefordert. "Unser Angebot ist fair und ausgewogen", sagte der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, Michael Mann, am Freitag in der kasachischen Stadt Almaty.

"Deshalb hoffen wir, dass der Iran mit einer konkreten Antwort auf uns zukommen wird", sagte Mann. Ashton ist Verhandlungsführerin der sogenannten 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland).

In ihrem jüngsten Vorschlag verzichtet die Gruppe angeblich auf ihre bisherige Forderung, der Iran müsse seine Uran-Anreicherungsanlage in Fordo schließen. Stattdessen solle lediglich die Leistung reduziert werden.

Friedliche Atomnutzung, ohne militärische Hintergedanken

"Der Iran sollte der internationalen Gemeinschaft versichern, dass es nur an friedlicher Atomnutzung interessiert ist, ohne militärische Hintergedanken", forderte Mann.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel ziviler Nutzung der Kernenergie an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Die iranische Führung bestreitet das. Teheran fordert seinerseits, das Recht auf ein ziviles Atomprogramm anzuerkennen und die Sanktionen gegen das Land aufzuheben.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein iranischer Amtskollege Ali-Akbar Salehi hätten am Vorabend miteinander telefoniert, meldete die Teheraner Agentur Fars. Dabei hätten die Politiker betont, dass sie auf konstruktive Ergebnisse bei den Gesprächen in Almaty hofften sowie einen "Start zu einem Schritt vorwärts", hieß es.

ger/DPA
 
 
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