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Den Tibetern ist er menschgewordener Gott, im Westen gilt er als größte Sehnsuchtsleinwand für Sinnsucher. Eine Begegnung mit dem 14. Dalai Lama, der auszog, sein Land zu befreien und die Welt Weisheiten des Buddhismus lehrte.
Trotz der ungewöhnlich harschen Warnung aus China will US-Präsident Barack Obama den Dalai Lama treffen. Dies stellte sein Sprecher klar. Die kommunistische Führung in Peking hatte zuvor erklärt, eine Begegnung würde die politische Grundlage der Beziehungen "schwer untergraben".
US-Präsident Barack Obama will den Dalai Lama treffen - sehr zum Mißfallen der chinesischen Regierung. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums forderte Obama auf, das Treffen abzusagen und schickte eine ausdrückliche Warnung nach Washington.
Trotz strenger Zensur erreichten den stern neue Fotos vom Aufstand gegen China. Durch die Gewalt in seiner Heimat ist der Dalai Lama zwischen die Fronten geraten. Er muss Peking die Stirn bieten und gleichzeitig seine zornigen Anhänger im Zaum halten.
Der Dalai Lama gibt politische Verantwortung ab. Er will als Führer der tibetischen Exilregierung formell zurücktreten. Er habe wiederholt erklärt, seine Befugnisse an eine von den Tibetern frei gewählte Regierung übertragen zu wollen. Jetzt sei die Zeit dafür gekommen, dies umzusetzen.
Trotz Kritik aus ihrer Partei hat Entwicklungshilfe-Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) in Berlin den Dalai Lama getroffen. In der SPD hat sie damit für mächtigen Ärger gesorgt. Nach einem angeblichen verbalen Ausbruch von Parteichef Kurt Beck versucht die SPD mal wieder, ein von ihr selbst entfachtes Feuer auszutreten.
US-Präsident Barack Obama hat den Dalai Lama empfangen. Das erzürnt wiederum China, ein Land bei dem die Vereinigten Staaten tief in der Kreide stehen. Angesichts der drohenden Zahlungsunfähigkeit Amerikas eine pikante Situation.
Wie trifft man den Dalai Lama ohne China zu verärgern? US-Präsident Barack Obama hat eine Antwort gefunden. Diplomatisch geschickt empfing er das Oberhaupt der Tibeter im Weißen Haus, aber nicht im Oval Office. Auch einen gemeinsamen Auftritt vor der Presse gab es nicht.
Jetzt ist es offiziell: Der Dalai Lama will sein Land nicht mehr politisch vertreten. Es müsse auch ohne ihn gehen, meint das Oberhaupt der Tibeter. Ob das Parlament seinem Antrag folgt, ist aber keine beschlossene Sache.
Neue Töne aus China: Die Regierung will sich schon bald mit Vertretern des Dalai Lama treffen. Bisher hatte Peking einen Dialog abgelehnt, da die Regierung das geistliche Oberhaupt der Tibeter für anti-chinesische Proteste verantwortlich macht. Obwohl noch keine offizielle Einladung vorliegt, hat ein Sprecher des Dalai Lama das Angebot begrüßt.
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Dalai Lama ist der Titel des höchsten Tulku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Er wurde erstmals als Ehrentitel im Jahre 1578 vom mongolischen Fürsten Altan Khan an Sonam Gyatso verliehen. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist der buddhistische Mönch Tenzin Gyatso.