27. Februar 2013, 08:40 Uhr

Atomverhandlungen mit Iran beendet

Die zweitägigen Verhandlungen über das Atomprogramm der Islamischen Republik sind in Almaty ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Eine weiteres Expertentreffen soll bald in Istanbul stattfinden.

Atom-Verhandlungen, Iran, Almaty, Ende, 5+1-Gruppe

Die Dikussion mit dem Irak über sein Atomprogramm geht in die nächste Runde: In Istanbul wollen die 5+1-Gruppe und Vertreter der Islamischen Republik zu neuen Gesprächen zusammenkommen.©

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm in der kasachischen Großstadt Almaty sind beendet. Wie die iranische Delegation verlautete, soll es als nächstes wie schon im Vorjahr ein Expertentreffen in Istanbul geben. Danach seien erneut Verhandlungen in Almaty geplant. Ein Datum dafür stehe aber noch nicht fest, hieß es am Mittwoch. Mögliche Annäherungen in dem jahrelangen Streit wurden zunächst nicht bekannt.

Die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland - die sogenannte 5+1-Gruppe - hatten Teheran ein neues Angebot vorgelegt, das angeblich die Abmilderung einiger Sanktionen vorsieht, etwa im Bankensektor. Dafür sollte aber auch der Iran Entgegenkommen zeigen.

Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages trafen sich die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der iranische Chefunterhändler Said Dschalili zu einem bilateralen Gespräch. Ashton leitet die internationale 5+1-Gruppe.

Der Westen verdächtigt das islamische Land, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm aufzubauen. Die Weltmächte bestehen bisher darauf, dass Teheran die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einstellt. Das bereits angereicherte Uran müsse in einem Drittland lagern. Außerdem soll die neue Anreicherungsanlage in Fordo geschlossen werden. Der Iran hingegen beharrt auf dem Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie und fordert die Aufhebung aller Sanktionen.

fle/DPA
 
 
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