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26. März 2010, 14:38 Uhr

USA und Russland verschrotten Hunderte Atomwaffen

Eine Welt ohne Atomwaffen - das ist die Vision des US-Präsidenten. Nun ist Barack Obama seinem Ziel einen Schritt näher gekommen: Die USA und Russland wollen 30 Prozent ihrer Atomwaffen vernichten.

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Einigten sich nach monatelangen Verhandlungen: Dmitri Medwedew (l.) und Barack Obama© Anatoly Maltsev/EPA

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Russland und die USA auf einen neuen Abrüstungsvertrag geeinigt. US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew besprachen am Freitagnachmittag per Telefon letzte Details. Beide Staaten wollen eine Beschränkung auf je 1550 Atomsprengköpfe festschreiben, was eine Verringerung um rund 30 Prozent bedeutet. Zugelassen werden ferner 800 Trägerraketen oder schwere Bomber.

"Nach Jahren der Verhandlungen haben die USA und Russland den umfassendsten Abrüstungsvertrag in nahezu zwei Jahrzehnten beschlossen", sagte Obama. "Mit diesem Abkommen senden die USA und Russland - die beiden weltgrößten Atommächte - ein klares Signal, dass wir führen wollen." Auch der Kreml hob die Bedeutung des Abkommens hervor. Es spiegele das Gleichgewicht der Interessen beider Länder, sagte Medwedews Sprecherin Natalia Timakowa. Der neue Vertrag soll am 8. April in Prag unterschrieben werden.

Fortsetzung der Start-Vertrags von 1991

US-Regierungskreise berichteten, Washington habe verhindert, dass die Frage der umstrittenen US-Raketenabwehr in Europa erwähnt wird. Russland lehnt das Abwehrsystem ab. Außerdem hätten die Amerikaner durchgesetzt, dass beide Seiten einander über Raketentests informieren müssten. In dieser Frage hatte sich Russland bisher widerwillig gezeigt, weil es eine neue Generation von Interkontinentalraketen entwickelt. Der Abrüstungsvertrag sieht zudem neue Kontrollmechanismen vor, die weniger umständlich und teuer sein sollen als nach der alten Regelung.

Das Abkommen soll den am 5. Dezember ausgelaufenen Vertrag zur Verringerung der strategischen Atomwaffen (Start) von 1991 ablösen. Dieser war ein Meilenstein bei der Beendigung des Kalten Krieges. Beide Seiten verpflichteten sich damals zu einem Limit von jeweils 6000 Atomsprengköpfen für Langstreckenraketen.

AP/DPA/Reuters
KOMMENTARE (10 von 15)
 
brigitteramsau (27.03.2010, 03:30 Uhr)
Es gibt die Klausel das dieses Abkommen nur gueltig wird wenn die USA auf ihr "Raketen-Verteidigungssystem" in Europa verzichten!
Mal abgesehen davon, welches normale zivilisierte Land wuerde Kriegsverbrechern wie die USA ueberhaupt trauen?
Der feige Abwurf von Atombomben auf Zivilisten in Hiroshima/Nagasaki trotz einer vorliegenden Kapitulation Japans sollte uns das doch gelehrt haben.

Man kann natuerlich auch aehnlich wie in Dresden die Opfer des Bomben-Angriffs von 250.000 auf 25.000 durch eine "sonderliche" Forschungsgruppe reduzieren.

Hmm, die Gedenktafel in Auschwitz wurde ja auch schon mehrfach angepasst. Von 6 Millionen auf 1.5 Millionen.
Aquarius2 (26.03.2010, 21:06 Uhr)
USA und Russland verschrotten Hunderte Atomwaffen
Ob da wohl auch die noch heute in Deutschland stationierten Atomwaffen dabei sind?
Oder haben wir und/oder unsere Freunde schon wieder konkrete Pläne, auf wen diese Atomraketen abgeschossen werden sollen?
johnniedeamonic (26.03.2010, 19:38 Uhr)
nennt die
Sau doch einfach beim Namen, die Lager- und Instandhaltungskosten sind einfach zu hoch,
beide "Supermächte" verfügen nach diesem PR tauglichen "Friede Freude Eierkuchen" Abrüsten immernoch über genügen Nukleares Feuer zur Abschreckung, hier wurden nur kosten Optimiert, wozu brauch man in Zeiten wo politische Gefahr von Ultras,Fundamentalisten und Revolutionären ausgeht auch noch so übertrieben viele Atomwaffen, die hälfte ist wesentlich Günstiger, und verfügt über nicht weniger Abschreckugspotential
x-cube (26.03.2010, 18:07 Uhr)
wollen...
heisst nicht sie tun es!
.
Bisher sind ausser Lippenbekenntnissen keine Taten gefolgt.
.
Und wer mit Uran Munition rumballert (und das tut die USA) macht sich auch ohne Atombombe zum Massenmörder.
Logan5 (26.03.2010, 17:55 Uhr)
Offenes Geheimnis
Es ist ein offenes Geheimnis, dass beide Seiten noch viel mehr abrüsten wollen. Die Entsorgung allerdings ist nicht ganz so einfach und billig. Aber in ein paar Jahren werden sicher weitere Schritte folgen und am Ende wird man dann ein paar hundert Sprengköpfe haben. Das reicht zur Abschreckung.
OnTheRoad (26.03.2010, 17:38 Uhr)
wenn man 30%...
...eines vollen Gewehr-Magazins mit 20 Schuss entnimmt, bleibt immer noch genügend Munition um max. 14 Menschen zu töten. Dann kann bei der geplanten A-Waffenabrüstung die Welt eben nur noch 40x statt 60x kaputtgebombt werden, simpel ausgedrückt.
Jerk (26.03.2010, 17:18 Uhr)
Immerhin...
...ist das die richtige Richtung, das, finde ich, sollte schon mal erwähnt werden!
Schon allein mal zu bedenken was dort an Geld frei wird um in die Volkswirtschaft gesteckt zu werden. Das kommt uns allen zugute
RenegadeOtis (26.03.2010, 17:05 Uhr)
Hm.
Gibt es nicht wenigstens EINEN Kommentar hier, der nicht nörgelt, mault, madig macht oder einen stumpfsinnig unpassend Wortbrei hier ablegt?

Nur einen?

Superroman (26.03.2010, 16:23 Uhr)
Boah, wichtiger Etappensieg
..jetzt kann jeder nur noch höchstens 100 Mal die Welt atomar versuechen... Na da fühlt man sich doch sicher...
Ich werde mir mal sechs Haare zupfen, gucken wie ich mit Glatze aussehe..
Prologo (26.03.2010, 15:37 Uhr)
Was sie verschrotten, ist ja sowieso nur noch Schrott.

Sie verschrotten deshalb, weil sie Schiss haben, dass ihnen die alten Dinger schon beim Abschuß selbst um die Ohren fliegen.

Für wie dämlich halten die uns denn noch?

MfG,
T.
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