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5. Februar 2010, 07:26 Uhr

Iran entwickelt offenbar Atomsprengkopf

Bislang behauptet die iranische Regierung stets, die Nukleartechnik nur zu zivilen Zwecken zu nutzen. Laut eines Zeitungsberichtes ist das eine Lüge. Demnach hat Teheran dank der Hilfe eines früheren Sowjet-Forschers den Bauplan für einen Atomsprengkopf entwickelt.

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Voller Stolz meldete Teheran jüngst den erfolgreichen Test einer Satelliten-Trägerrakete. Auch bei der Entwicklung einer Atomwaffe ist das Regime offenbar weit gekommen© AFP

Iran hat nach einem Zeitungsbericht mit Hilfe eines Wissenschaftlers aus einem früheren sowjetischen Nuklearwaffenlabor den Bauplan für einen fortgeschrittenen Atomsprengkopf entwickelt. Entsprechende Informationen aus einem Papier, das den Kenntnisstand der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zusammenfasse, werden von westlichen Geheimdiensten und Diplomaten bestätigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Nach Einschätzung der IAEA-Inspektoren würde der Sprengkopf funktionieren.

Die IAEA hatte bereits vor zwei Jahren Unterlagen gezeigt, die belegen, dass der Iran bis Anfang des Jahrzehnts an Atomwaffen gearbeitet hat. Damals hatte die Wiener Behörde Konstruktionspläne für einen Sprengkopf dargelegt und Erläuterungen, wie dieser auf eine Rakete gebaut werden könne. Seit 2003 arbeitet der Iran aber mit der IAEA offiziell zusammen.

Sprengkkopf klein genug für Mittelstreckenraketen

Bei der Waffe handelt es sich dem Bericht zufolge um ein Zwei-Punkt-Implosionssystem. Anders als ältere Modelle benötigt dieser Sprengkopf nur zwei spezielle Zünder, sogenannte Exploding Bridgewires (EBWs). Dadurch ließe sich der Durchmesser soweit verringern, dass er klein genug wäre, um mit der iranischen Mittelstreckenrakete Schahab-3 abgeschossen zu werden. Iran hat gegenüber der IAEA eingeräumt, Experimente zur synchronen Zündung von mehreren EBWs vorgenommen zu haben.

Der frühere Sowjet-Wissenschaftler, dessen Identität der Zeitung eigenen Angaben zufolge bekannt ist, hat nachweislich ein solches System mitentwickelt. Iran wäre ohne die Hilfe des Mannes nach Einschätzung der IAEA-Inspektoren zu dieser Leistung wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen. Er soll von Mitte der neunziger Jahre bis zum Jahr 2000, möglicherweise auch bis 2002 für Iran gearbeitet haben.

DPA/AFP
 
 
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