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Putin zeigt die tödlichste Nuklearwaffe seit Ende des Kalten Krieges

Vor wenigen Tagen zeigte Moskau Bilder der neuen Interkontinentalrakete Satan 2 und erprobte zugleich den ultraschnellen Atomsprengkopf YU-71. Beide zusammen bilden ein tödliches Duo, weil sie alle existierenden Abwehrsysteme austricksen.

Raketensilo in Russland

Raketensilo in Russland

Neue Runde im atomaren Wettrüsten: In den letzten Tagen schockte Russland mit gleich zwei neuen Enthüllungen von Nuklearwaffen. Einerseits wurde die neue Generation von Nuklearraketen vom TYP RS-28 Sarmat gezeigt. Ihr NATO-Name lautet Satan 2. Die RS-28 ist eine furchterregende Waffe, denn sie trägt bis zu 15 Atomsprengköpfe mit sich. Eine einzige Rakete könnte ein mittelgroßes Land wie Frankreich komplett verwüsten. Aber die Satan 2 war kaum eine Überraschung, die Modernisierung der alten RS-18-Raketen war erwartet worden.

Gleiter schneller als die Abwehr

Echtes Neuland betritt mit dem Objekt 4202, auch YU-71 genannt, ein Gefechtskopf, der vor wenigen Tagen erstmals mit Erfolg getestet worden sein soll. YU-71 ist ein ultraschneller Gleiter, der am Rande der Atmosphäre navigiert. Dieses Objekt wird von einer Rakete in die Höhe gebracht, beim Versuch soll eine RS-18-Rakete das Objekt 4202 transportiert haben. Auf dem Scheitelpunkt der Laufbahn macht sich der Gleiter selbstständig. Dabei soll er nicht nur extreme Geschwindigkeiten von mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit erreichen, sondern zudem manövrierfähig sein. Um eine solche Reise zu überstehen, muss die Hülle des Gleiters Temperaturen von über 1500 Grad widerstehen. Das Objekt befindet sich dann in einer Plasma-Blase, die es extrem beweglich macht, es aber gleichzeitig von der Außenwelt abschirmt, sodass es nur schwer gesteuert werden kann.

Screenshot mit der Seite der RS-28 Sarmat des Herstellers Makeyev

Screenshot mit der Seite der RS-28 Sarmat des Herstellers Makeyev


Von klassischen Abwehrraketen kann so ein Gleiter nicht eingeholt werden. Herkömmliche Raketenabwehrschirme wären nutzlos. Nur Laserwaffen könnten diesen Gleiter abfangen. Neben Russland arbeiten die USA und China an ähnlichen Systemen. Stratosphären-Gleiter wie YU-71, Objekt 4202 könnten Atomsprengköpfe tragen. Aber auch der Einsatz konventioneller Waffen ist wahrscheinlich, um so stark gesicherte Ziele wie einen Flugzeugträger anzugreifen.

Rakete gegen den Abwehrschild

Auch die RS-28-Sarmat-Rakete wurde dafür entwickelt, Abwehrschilde zu durchbrechen. Theoretisch kann die RS-28 mit 10 Tonnen Wurfgewicht, zehn schwere oder 15 leichtere Gefechtsköpfe tragen. Zudem ist sie extrem schnell und kann aufgrund ihrer großen Reichweite Ziele in den erreichen, ohne die Route über den Nordpol zu nehmen. Dennoch ist die RS-28 keine Sparmaßnahme, weil man einfach mehr Atomwaffen auf eine Trägerrakete montieren könnte. Vermutlich wird die RS-28 Sarmat weit weniger Sprengköpfe mit sich führen, als möglich wäre, um so Raum für Systeme gegen Abwehrraketen zu schaffen.

Tödliche Kombination

Viel unangenehmer ist aber eine andere Vermutung von Militärexperten. Nämlich, dass die RS-28 entwickelt wurde, um bis zu drei Hyperschallgleiter des Typs YU-71 zu transportieren.

"Ein YU-71 Hyperschall-Gefechtskopf montiert auf einer Sarmat Interkontinentalrakete wäre die tödlichste Nuklearwaffen, die nach dem Ende des Kalten Krieges eingeführt worden ist," formuliert The Diplomat. Für diese These spricht der zeitliche Zusammenhang der Enthüllung der beiden Waffen. Bemerkungen, die auf die Vernichtungskraft der 15 möglichen Gefechtsköpfe zielen, gehen am eigentlichen Potenzial der Waffe vorbei. Nicht mit der bloßen Vernichtungskraft der Rakete will Moskau beeindrucken, sondern damit, im technologischen Wettlauf mit diesen Systemen die Nase vorn zu haben. Beides zusammen untermauert den Anspruch Russlands, als ernst zu nehmende atomare Supermacht.



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