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Laser: Chinas Riesenlaser soll Satellitenschrott verdampfen - und die USA sind alarmiert

Peking rüstet zum Frühjahrsputz im Weltraum. Eine Studie der Luftwaffe stellt einen Laser vor, der vom Boden aus Weltraumtrümmer verdampfen könnte. Die USA sind alarmiert, der Saubermann könnte auch die US-Satelliten bekämpfen.

Simulation eines bodengestützten Weltraumlasers.

Simulation eines bodengestützten Weltraumlasers.

Im All ist es meist ziemlich einsam, der unendliche Raum ist fast immer leer. Allerdings nicht rund um die Erde. Das hat mit dem Gravitationsfeld zu tun, welches Objekte dort sammelt und festhält. Vor allem aber liegt es daran, dass die Menschheit die Zone um ihren Planeten herum in einen Schrottplatz verwandelt. 

Jeder Satellit, der startet, wird irgendwann zu einem Stück Müll, das weiter um den Planeten kreist. Besonders problematisch sind Reste von Raketen und Satelliten - allein weil aus einem großen Teil hunderte Kleinteile werden, die ebenso um die Erde kreisen. Kreisen hört sich so gemächlich an, das ist nicht der Fall, sollte der Schrott mit einem funktionsfähigen Satelliten oder eine Weltraumstation zusammenprallen, dürfte die Aufprallenergie meist ausreichen, um ein aktives System in einer Trümmerwolke zu verwandeln. In China wurde nun ein Plan vorgestellt, wie man den Dreck loswerden kann: Ein gigantischer Laser soll errichtet werden, der die großen Brocken zumindest in kleinere ungefährlichere Brocken verdampft.

Problem Weltraumschrott

Auch andere Länder haben Pläne entwickelt, wie man das Schrottproblem eindämmen kann. In Europa gibt es die Idee, einen Jäger-Satelliten ins All zu schicken, der die Trümmer mit einem Netz einsammelt und sie dann so abbremst, bis sie hinabstürzen und in der Atmosphäre verglühen. Die Forschergruppe der Air Force Engineering University in China ist nun zuversichtlich, dass auch ein Laser effektiv genug wäre, um den Weltraum zu säubern. Das hätten ihre Computerberechnungen ergeben, schreiben sie in der Fachzeitschrift "Optik - International Journal for Light and Electron Optics".
Das System soll Ziele mit 20 Lichtimpulsen pro Sekunde zwei Minuten lang beleuchten und so den Schrott aus dem Weg räumen oder ihn aus der Umlaufbahn kicken. In der Computersimulation gelingt das bei Trümmerstücken von etwa 10 Zentimeter Größe.

Grundsätzlich hat das Laser-Projekt große Vorzüge. könnte den Laser möglichst hoch im Gebirge platzieren, um so den Weg durch die "dicken" Luftschichten am Boden zu verkürzen. Jedes Projekt im Weltall hat zudem eine begrenzte Lebensdauer, nach der der Jäger-Satellit ausgedient hat. Ein bodengestützter Laser könnte dagegen jahrelang jedes Objekt unter Feuer nehmen, das sich über ihm blicken lässt.

Im All ist die Luft für den Laser dünn

Doch wie realistisch ist das Vorhaben? Satelliten bewegen sich zwischen 20.000 und 35.000 Kilometern über der Erdoberfläche – doch schon oberhalb von 200 Kilometern wird die Luft sehr dünn. Die ersten "dicken" fünf Kilometer könnte Peking durch den Bau im Himalaya umgehen. Man darf auch nicht vergessen, dass das Militär derzeit weltweit Laser entwickelt, die als Luftabwehr wirken sollen. Die USA statten bereits Kriegsschiffe damit aus. Dafür müssen die Laser mindestens 100 Kilometer effektive Reichweite besitzen und ihr Ziel extrem schnell beschädigen, so dass der Gegner keine Gegenmaßnahmen entwickeln kann.

Die Trümmer im All können relativ lange und mehrmals unter Beschuss genommen werden. Jason Ellis, damals Gastwissenschaftler am Center for a New American Security (CNAS) in Washington, war schon vor einigen Jahren überzeugt, dass Militärlaser ihre Reichweite leicht auf mehrere Hundert Kilometer erweitern können. Und dies in relativ bodennahen Luftschichten. Berücksichtigt man diese Entwicklung, ist das chinesische Vorhaben zumindest nicht unrealistisch.

Aufrüstung im Weltall

fürchtet nun, dass das Laser-Projekt nicht nur zum Großreinemachen dient, sondern dazu, im Ernstfall US-Satelliten abzuschießen. Die U.S.-China Economic and Security Review Commission befürchtet ohnehin, dass China an Weltraumwaffen arbeitet. "China verfolgt die Entwicklung einer ganzen Palette von Weltraumraumwaffen", heißt es im Bericht der Kommission aus dem Jahr 2017. "Dazu gehören bodengestützte Antisatellitenraketen (ASAT), bodengestützte Energiewaffen, bodengestützte Satellitenstörer, Computer-Netzwerkoperationen und Satelliten, die aus dem Weltraum heraus andere Satelliten angreifen können."

Laser wären nur ein Teil dieser Aufrüstung. Experten zufolge sollen schon die vorhandenen, relativ schwachen Lasersysteme ausreichen, um -Satelliten unbrauchbar zu machen. Dazu ist kein Volltreffer notwendig, der aus dem Satelliten eine Dampfwolke macht. Es reicht aus, dass sich mehrere schwache Laser zusammenschalten und so die empfindlichen Sensoren ausschalten oder auch nur blenden.

Mit wenig Geld teure Waffen des Gegners ausschalten

Grundsätzlich passt der Laser in die chinesische Rüstungsphilosophie. Neben den klassischen, vor allem militärischen Vorgaben spielen betriebswirtschaftliche Überlegungen eine große Rolle. Peking ist von Waffen begeistert, die für relativ wenig Geld sehr teure Systeme der USA neutralisieren.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.