Bei den US-Vorwahlen ist alles ist wieder offen: Die Bürger von New Hampshire haben Hillary Clinton und John McCain zu unerwarteten und wichtigen Siegen verholfen. Die Kommentatoren der US-Medien schreiben nun von der Rückkehr der Totgesagten. Eine Presseschau.

Hillary Clinton konnte mit dem Sieg in New Hampshire ihre Niederlage von Iowa wettmachen© Jessica Rinaldi/Reuters
Die Einschätzung des Boston Globe: "Am Ende war Erfahrung entscheidend. Die Resultate weisen daraufhin, dass die Wähler in New Hampshire mehr auf die bisherige Bilanz der Kandidaten gesetzt haben und das sich Jahre des Wahlkampfes ausgezahlt haben, jeweils für Clinton und McCain. Anders als Romney und der viertplatzierte Rudy Giuliani hat McCain Wahlkampf gemacht ohne seine bisherigen Positionen zu verändern. Clinton hat wohl in den vergangenen Tagen etwas gelernt von der Art der Wählerbegegnung des Barack Obama. Dass sie sich in der Defensive befand, hat Clinton womöglich menschlicher gemacht. Dies hat ihre Siegesrede gezeigt. Auch Obama kann eine Lehre von Clintons Auftritt mitnehmen: Während ihn sein Sieg in Iowa zu einem Rockstar machte, wird ihm Starruhm alleine nicht die Nominierung bringen. Die Schlacht (in New Hampshire, d. Red) wird nicht ausreichen, um das Rennen der beiden Parteien zu entscheiden. Das Feld der Republikaner ist dafür immer noch zu unübersichtlich. Auf der Seite der Demokraten ist der Wettbewerb zwischen Clinton und Obama dafür zu eng. Und das ist nur gut so. Die Wähler im ganzen Land brauchen Zeit. Dieses Wahljahr ist, nach all dem, gerade erst eine gute Woche alt. "