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11. Februar 2012, 14:27 Uhr

Iran droht mit neuen Atomprojekten

Als wäre die Situation nicht schon brisant genug: Zum Jahrestag der Revolution prahlt der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit angeblichen Fortschritten beim Atomprogramm. Der Iran werde "definitv Geschichte schreiben und die Welt verändern".

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Gibt sich mal wieder angriffslustig: Mahmud Ahmadinedschad© Abedin Taherkenareh/EPA

Am 33. Jahrestag der islamischen Revolution hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad neue Atomprojekte angekündigt. "In den nächsten Tagen wird der Iran der Welt einen sehr wichtigen und sehr maßgeblichen Fortschritt im Nuklearbereich vorstellen", sagte Ahmadinedschad am Samstag und kündigte die Eröffnung neuer Atomanlagen an. Er bezieht sich damit vermutlich auf die Inbetriebnahme einer Anlage in Fordo zur Anreicherung von Uran auf 3,5 Prozent, vier und 20 Prozent. Das reicht nicht für Atomsprengsätze.

"Die Welt sollte wissen, dass der Iran trotz allen Drucks nicht einen Deut von seinen Prinzipien und seinem Recht abrücken wird", sagte Ahmadinedschad. "Wie verfügen nicht nur über die Kenntnisse der Atomtechnik, sondern sind auch in der Lage, mit unseren eigenen Fachleuten für unsere Bedürfnisse zu sorgen."

"Tod den USA"

Ahmadinedschad sprach zum Abschluss einer Kundgebung in Teheran zur Feier der islamischen Revolution 1979. Landesweit nahmen nach Angaben der Staatsmedien Millionen Menschen an Veranstaltungen in rund 850 Orten teil. Zu Journalisten sagte Ahmadinedschad laut der Nachrichtenagentur Isna: "Der Iran wird definitiv Geschichte machen und die Welt verändern."

In seiner Rede warf Ahmadinedschad den USA vor, "kein loyaler Freund" der Araber zu sein, sondern "das zionistische Regime" Israels retten zu wollen. "Das zionistische Regime ist die Quelle aller Weltprobleme und der Iran ist stolz darauf, das einzige Land zu sein, dass den Mut und die Weisheit besessen und das westliche Tabu um den Holocaust gebrochen hat", sagte er. Ahmadinedschad bezweifelt die historische Dimension der Judenverfolgung unter der Nazi-Diktatur. Das Staatsfernsehen zeigte Menschenmengen, die die Parolen "Tod Israel" und "Tod den USA" riefen.

In jüngster Zeit haben die Unstimmigkeiten und Drohungen zwischen Iran und dem Westen noch einmal zugenommen. Auf neue Sanktionen reagierte das Regime in Teheran mit der Drohung, Öl-Exporte zu stoppen.

be/DPA/Reuters
 
 
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