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15. Juli 2008, 19:00 Uhr

Obama will Kampf in Afghanistan verstärken

Da dürften die Europäer aufhorchen: Barack Obama will im Fall seiner Wahl zum amerikanischen Präsidenten den Krieg im Irak beenden und den Kampf in Afghanistan verstärken. Das könnte auch bedeuten, dass Obama von den Europäern mehr Einsatz am Hindukusch verlangt.

Innerhalb von 16 Monaten will Barack Obama die Truppen aus dem Irak abziehen© Alex Wong/Getty Images

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama will im Fall seiner Wahl den Irak-Krieg "verantwortungsvoll" beenden und sich stattdessen auf den Militäreinsatz in Afghanistan konzentrieren. In einer außenpolitischen Rede in Washington bekräftigte er am Dienstag die Absicht, innerhalb von 16 Monaten alle Kampfbrigaden aus dem Irak abzuziehen und mindestens zwei solcher Einheiten zusätzlich nach Afghanistan zu schicken. Weiter will sich Obama um größere Beiträge der Verbündeten in Afghanistan "mit weniger Beschränkungen" bemühen.

Obama kommende Woche in Berlin

In der Vergangenheit hatte es Kritik an dem nach US-Ansicht mangelnden Engagement europäischer Staaten in besonders stark umkämpften Regionen gegeben. Der Afghanistan-Einsatz dürfte auch zu den Gesprächsthemen bei Obamas Visite in der kommenden Woche in Berlin gehören. Es wird erwartet, dass der Demokrat auch den Irak und Afghanistan besucht.

Auch Obamas republikanischer Rivale John McCain kündigte am Dienstag im Fall seines Wahlsieges eine "umfassende Strategie" für Afghanistan an. In einer Rede in New Mexico sprach er sich für eine Truppenaufstockung in dem Land um drei Kampfbrigaden aus und für verstärkte internationale Verpflichtungen. "Unsicherheit in Afghanistan ist ein Problem für die Welt, und die Welt sollte die kosten teilen", sagte McCain. Er beklagte, es gebe keine einheitliche Kommandostruktur in Afghanistan und einige NATO-Länder hätten Restriktionen, wohin ihre Soldaten in Afghanistan geschickt werden könnten. "Das ist keine Art, einen Krieg zu führen", sagte McCain.

Zeit für Rückzug gekommen

Obama erklärte in seiner Rede, der Krieg im Irak lenke die USA "von fast jeder Bedrohung ab, mit der wir konfrontiert sind". Er verringere "unsere Sicherheit, unser Ansehen in der Welt, unser Militär, unsere Wirtschaft und die Ressourcen, die wir für die Herausforderung des 21. Jahrhunderts brauchen". Die Zeit für einen "verantwortungsvollen" Rückzug sei gekommen. Obama kündigte im Fall seiner Wahl einen US-Beitrag von zwei Milliarden Dollar ( 1,25 Mrd. Euro) als Teil eines "bedeutsamen internationalen" Programms zur Unterstützung der mehr als vier Millionen vertriebenen Iraker an.

Zum Iran sagte Obama, es solle kein "Werkzeug der Staatskunst" vom Tisch genommen werden, um das Land am Atomwaffenbesitz zu hindern. Er werde alle Elemente der amerikanischen Macht nutzen, um das iranische Regime unter Druck zu setzen, erklärte der Senator, "beginnend mit aggressiver, auf Prinzipien basierender und direkter Diplomatie - Diplomatie gestützt durch starke Sanktionen und ohne Vorbedingungen".

Nach den Worten von Präsident George W. Bush hat die Gewalt in Afghanistan ein größeres Ausmaß erreicht als es derzeit im Irak der Fall ist. In Afghanistan sehe es jetzt ähnlich aus wie vor zwei Jahren im Irak, als dort die Gewalt einen Höhepunkt erreichte, sagte Bush bei einer Pressekonferenz in Washington angesichts der Offensive der Taliban in den vergangenen Wochen mit steigenden Opferzahlen. Er bekräftigte zugleich, dass die US-Truppen aus dem Irak entsprechend der Situation im Lande abgezogen würden und nicht auf der Basis eines "künstlichen" Zeitplans.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
fladdy36 (16.07.2008, 16:02 Uhr)
Obama sollte lieber endlich Schluß...
...machen mit unsinnigen Kriegen in der Welt. Nur wer wirklich Frieden und Sicherheit will, soll aufhören mit Waffen auf andere zu zielen... alles andere sind nur wirtschaftliche spekulationen zum preis von menschenleben..... krieg ist schwachsinn
Known (15.07.2008, 19:41 Uhr)
@ecomoc4u
"bush muss vor ein gericht damit 9/11 restlos aufgeklärt wird." Ne, Ne, Ne! Erst muss der Mondlandungsschwindel aufgedeckt werden, dann die Verschwörung bezüglich der tiefgefrorenen Außerirdischen und deren Raumschiff in der Area 51 und schließlich der Versuch der USIsrael-Regierung unsere Gedanken per Mikrowellen zu manipulieren. Aber die haben keine Chance. Ich habe schon meinen Helm mit Aluminiumfolie abgedeckt. Ha! Das wird die Gedankenkontrollstrahlen der Zionisten ablenken!
ecomoc4u (15.07.2008, 19:19 Uhr)
erst bush vor ein gericht bringen
er soll dem volk der usa beweisen, das er ein demokrat ist. alles andere ist zu einfach.
.
bush muss vor ein gericht damit 9/11 restlos aufgeklärt wird.
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ron paul muss rehabilitiert werden.
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