Hegseth zieht durch
Köpferollen im US-Militär geht weiter: Chef der Navy Phelan tritt ab

Pete Hegseth entlässt John C. Phelan
Verteidigungsminister Pete Hegseth macht ernst mit dem Umbau des Militärs. Nun räumt John C. Phelan seinen Posten an der Spitze der Navy
© dpa

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Pete Hegseth hatte den Umbau des US-Militärs angekündigt. Nun verliert die Navy mitten im Irankrieg ihren Chef. Kritiker sehen darin eine Gefahr.

Der US-Marine-Staatssekretär John Phelan hat sein Amt nach Angaben des Pentagon niedergelegt. Phelan „scheidet mit sofortiger Wirkung aus der Regierung aus“, erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell im Onlinedienst X, ohne Gründe zu nennen. Das Amt werde kommissarisch von Unterstaatssekretär Hung Cao besetzt.

Der Abschied Phelans kommt überraschend. Der damalige Präsident‑elect Donald Trump nominierte Ende 2024 den Finanzinvestor und Kunstsammler zum Secretary of the Navy. 2025 wurde er vom Senat bestätigt und vereidigt. Die Seeblockade der Straße von Hormus durch die US-Streitkräfte ist ein wichtiger Punkt im Irankrieg. 

Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit sind zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht worden. Anfang des Monats war der Chef des US-Heeres, Randy George, auf Druck von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zurückgetreten. Zudem wurden zwei weitere Generäle entlassen. Im Februar 2025 war Generalstabschef Charles „CQ“ Brown – ein Afroamerikaner – ohne Angabe von Gründen gefeuert worden. 

Pete Hegseth nennt sich selbst Kriegsminister

Ausgetauscht wurden auch die Spitzen von Marine, Küstenwache und des Geheimdienstes NSA. Die oppositionellen Demokraten warnen vor einer politischen Vereinnahmung der traditionell neutralen US-Streitkräfte. Hegseth, der sich selbst „Kriegsminister“ nennt, hatte im Mai deutliche Einschnitte bei der Zahl der aktiven Vier-Sterne-Generäle und Admirale angekündigt.

AFP
akr

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