. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. April 2009, 09:23 Uhr

CIA schließt Geheimgefängnisse

Die umstrittenen Geheimgefängnisse des US-Geheimdienstes im Ausland sind nach Angaben von CIA-Direktor Leon Panetta inzwischen leer, außerdem würden sie demnächst geschlossen. US-Präsident Barack Obama fordert 83 Milliarden Dollar zusätzlich für Irak und Afghanistan.

CIA, Geheimdienst, Barack Obama, Obama, Krieg, Irak, Afghanistan

Die CIA schließt ihre Geheimgefängnisse© Alex Wong/Getty Images

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama macht Ernst mit der Abkehr von der Anti-Terror-Politik von Vorgänger George W. Bush. CIA-Direktor Leon Panetta erklärte, der Geheimdienst betreibe keine Geheimgefängnisse mehr. Die Einrichtungen würden allesamt aufgegeben, Verträge mit Bewachungsfirmen gekündigt, schrieb Panetta in einem Memorandum an die CIA-Mitarbeiter. "Erweiterte Verhörtechniken", die das Justizministerium zwischen 2002 und 2009 genehmigt habe, würden nicht mehr eingesetzt.

"Die CIA unterhält keine Geheimgefängnisse oder "Schwarze Stätten" mehr und hat einen Plan, die noch bestehenden außer Dienst zu stellen", heißt es in dem Schreiben. Für Verhöre sollen künftig keine von außen angeheuerten Helfer mehr eingesetzt werden.

Panetta machte aber auch klar, dass die CIA "weiterhin die Autorität hat, Einzelpersonen vorübergehend und für kurze Zeit festzuhalten". Die "entschlossene Jagd" auf Mitglieder von Terrororganisationen wie El Kaida gehe unverändert weiter. Gefangene sollten künftig in einem "Dialog-Stil" verhört werden, der den offiziellen Vorgaben des Handbuchs der US-Armee entspreche. Darin sind "harsche Verhörmethoden" wie das als Waterboarding bekannte simulierte Ertränken von Verdächtigen verboten.

Die CIA werde "unangemessenes Verhalten und Verdachtsmomente auf Missbrauch" nicht tolerieren und verfolgen, betonte er. Dies gelte auch, wenn Verdächtige in Gewahrsam eines verbündeten Staates seien.

Die CIA hatte eingeräumt, bei mindestens drei Gefangenen das Waterboarding angewendet zu haben, darunter auch der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge von 11. September 2001, Chalid Scheich Mohammed. Präsident Barack Obama hatte die Verhörmethode kurz nach seinem Amtsantritt im Januar untersagt und auch angekündigt, dass künftig mit den geheimen CIA-Gefängnissen Schluss sein soll.

Kriegskasse aufgestockt

Obama fordert vom US-Kongress weitere 83,4 Milliarden Dollar für die Kriege im Irak und in Afghanistan. Das Geld sei in diesem Jahr angesichts der Bedrohung durch die Al-Kaida und die erstarkenden Taliban notwendig, erklärte Obama am Donnerstag. Damit würden die Gesamtkosten für beide Kriege auf mehr als 900 Milliarden Dollar anschwellen, denn seit 2001 hat der Kongress insgesamt bereits Ausgaben von mehr als 822 Milliarden Dollar genehmigt. Obama beteuerte, dies werde die letzte solche Aufstockung sein.

"Die Sicherheitssituation in Afghanistan und Pakistan erfordert dringend unsere Aufmerksamkeit", heißt es in einem Brief Obamas an die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Fast 95 Prozent des Geldes sind für die Militäroperationen im Irak, Afghanistan und Pakistan vorgesehen. Der Rest ist unter anderem für die Schließung des Guantanamo-Gefangenenlagers und den Kampf gegen die Drogenkartelle in Mexiko bestimmt.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
stern-user (11.04.2009, 12:55 Uhr)
Bagram
Die Welt jubelt: Guantanamo wird geschlossen. Was allerdings vollkommen aus dem Blickwinkel geraten ist, heißt Bagram und ist ein US-KZ in Afghanistan. Laut Herrn Kurnatz, der die zweifelhafte Ehre hatte in beiden Lagern gefoltert zu werden, ist Kuba der reinste Club Med im Gegensatz zu Bagram. So lange Bagram nicht offiziell und inoffiziell geschlossen wird, sind Worte nur Schall und Rauch!
pitiplatsch (10.04.2009, 17:44 Uhr)
Es darf gelacht
werden. Gerade lässt Obama ein Foltergefängniss in Afghanistan erweitern. Er fängt an so verlogen zu werden wie sein Vorgänger.
Angel_of_Mercy (10.04.2009, 17:21 Uhr)
Was ist ein Geheimdienst?
Schon einmal darüber nachgedacht? Die CIA ist ein Geheimdienst und diese Dienste haben deshalb das "Geheim", weil sie mit Methoden arbeiten, die so ziemlich gegen alle international ausgehandelten Verträge und Konventionen, sowie die im eigenen Land geltende Verfassung und/oder Grundgesetz verstoßen. Wenn also heute der CIA sagt alle Geheim- gefängnisse werden geschlossen, dann nur die von denen andere wissen. Sie werden neue eröffnen und seit wann halten sich solche Dienste an Anweisungen eines Staatsoberhauptes. Ok, in Diktaturen, denn da ist der Diktator meist auch Boss von jenen. Ich habe auch Obama favorisiert aber mittlerweile glaube ich, dass man bei McCain eher wüsste woran man ist. Der Messias mit seinen Weltherrschaftsjüngern ist zu glatt, nicht greifbar. Oh und keine Sorge, der BND wird uns schon nicht informieren, sollten sie Kenntnis von neuen CIA Geheimgefängnissen haben. Ist ja schließlich was? ..., richtig.
seppmaier (10.04.2009, 16:05 Uhr)
oh mann
jaklar, obama der messias, der retter der welt!
bisher hat er in allen punkten genau das gegenteil von dem gemacht was er gesagt hat.
schwafeln kann ein jeder alles, kein problem. aber an den taten wird gemessen.
es wird vielleicht noch ne weile dauern bis endlich erkannt wird, dass obama noch schlimmer ist als bush.
so, jetzt faselt er also von der schließung seiner ilegalen KZs. toll. und wer soll das prüfen?
obama ist ein u.boot der wallstreet-bankster. amerika interessiert ihn einen dreck!
es geht um die verwirklichung der NWO.
schlaft schön weiter, sklaven.
shine (10.04.2009, 15:37 Uhr)
@Reality
Wohl wahr, wir wurden die ganzen letzten Jahre betrogen, von den Amis und auch der eigenen Regierung. Aber seien wir alle doch froh, daß mit Obama jemand an der Macht ist, es es zumindest ernster meint, als die Vorgängerregierung. Er schließt Guantanamo und die Black Sites. Was denken Sie, was passiert wäre, wenn McCain gewählt wäre?
Reality (10.04.2009, 14:23 Uhr)
Interessant wenn man jetzt liest dass...
diese Konzentrationslager in denen Verbrechen der Menschlichkeit fast täglich stattgefunden haben, geschlossen werden sollen.
Warum denn das ?
Schließlich ist es noch gar nicht lange her wo man das existieren dieser Lager bestritten hat.
Wenn es also doch gar keine dieser Lager gegeben haben soll, warum müssen sie denn dann geschlossen werden ?
Da soll nun mal wieder einer klug daraus werden.
Man erkennt nun sehr glasklar, dass wir alle samt und sonders immer wieder und wieder belogen werden.
Ein altes Sprichwort heißt.:
"Wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er noch so oft die Wahrheit spricht."
Ich würde meinen, dass die Glaubwürdigkeit der USA dermaßen gelitten hat, dass es möglicherweise sehr lange dauern wird, bis man ihnen wieder vertrauen bzw. glauben schenken wird.
jsmooth (10.04.2009, 13:57 Uhr)
@znew
Weil er wahrscheinlich, genau wie ich, die Schnauze voll hat von der ganzen Sch.... und an der Ignoranz vieler in der westlichen Welt verweifelt.
znew (10.04.2009, 12:36 Uhr)
@gmathol
Lieber gmathol,
warum werden Sie eigentlich immer so tollwütig wenn Sie etwas sagen dürfen?
gmathol (10.04.2009, 10:23 Uhr)
Obama an den Westen und die NATO: Gebt uns eure Unterstuetzung dann schliessen wir unsere Konzentrationslager.
Die Wirklichkeit sieht anders aus. Bagram in Afghanistan, die USS-Ausschwitz ein Containership mit Gefangenen das im Indischen Ozean schwimmt und natuerlich Abu Gharib.
Lassen wir uns doch nicht taeuschen, Obama kann noch so daher schwafeln er unterstuetzt trotzdem das Genozid in Palestina und die USA unterdruecken sogar UN Untersuchungsausschuesse die sich mit dem Ueberfall der verbrecherischen Zionisten auf UN Gaza Niederlassungen beschaeftigen sollten.
Ami go home! Mit 7.3 Millionen eingesperrten US Amerikanern und mindestens nochmals 800.000 sogenannter illegaler Immigranten in County-Gefaengnissen, haben die USA mit Menschenrechten nicht viel am Hut.
MEHR ZUM ARTIKEL
Überraschungsbesuch in Bagdad Obama warnt vor schwierigen Zeiten im Irak

Ganz überraschend ist Barack Obama zu einem Kurzbesuch im Irak eingetroffen. In einer Ansprache vor begeisterten US-Soldaten lobte der US-Präsident deren "aufopferungsvollen Dienst". Zugleich warnte er vor den kommenden 18 Monaten, die noch einmal "kritisch" werden könnten. mehr...

Obama-Rede in der Türkei Also sprach Bruder Hussein

Nach seiner Gipfel-Tour ist Barack Obama in der Türkei eingetroffen. Millionen Muslime haben gespannt auf die erste Rede des neuen US-Präsidenten in einem muslimischen Land gewartet. Sie wurden nicht enttäuscht. Ein Gastkommentar von al-Dschasira-Korrespondent Aktham Suliman. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe