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14. Dezember 2011, 09:40 Uhr

"Inshallah, sollen sie gehen!"

Der grüne Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit sieht einem möglichen EU-Austritt Großbritanniens gelassen entgegegen. Wenn es um die Kanzlerin geht, bleibt er hingegen nicht so ruhig. Der stern traf ihn zum Interview.

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Der Grünenpolitiker Daniel Cohn-Bendit lässt kaum ein gutes Haar an der Kanzlerin© Manuel H. de Leon/EPA

Der deutsch-französische Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit (61) verlangt von Großbritannien eine rasche Entscheidung über den Verbleib in der Europäischen Union. Das Vereinigte Königreich könne nur dann weiter EU-Mitglied sein, wenn es die Bedingungen akzeptiere, die für alle gelten, sagte er im Interview mit dem stern "Wenn sie weiter auf einer Sonderrolle beharren und ihre Londoner Finanzcity schützen wollen, dann sage ich: 'Inschallah, sollen sie gehen!' Dann können sie der 51. Staat der USA werden", so der grüne Europaabgeordnete. Es gehe nicht um ein Kerneuropa. "Es geht um Europa mit oder ohne Großbritannien. Das ist die Frage."

Auch die Kanzlerin kriegt ihr Fett weg. Anders als Helmut Kohl bringe Angela Merkel keine Leidenschaft für Europa auf, kritisiert Cohn-Bendit. "Merkel leidet an Europa", sagte der Politiker dem stern. "Wenn Angela Merkel damals Bundeskanzlerin gewesen wäre, hätten wir keine deutsche Einheit bekommen. Sie hätte die D-Mark niemals für eine gemeinsame Währung geopfert."

Auch am Umgang der Bundeskanzlerin mit ihren europäischen Partnern übt der Grüne im scharfe Kritik. "Angela Merkel kann nur schwarze Pädagogik. Sie hat den anderen mit dem Rohrstock auf die Finger und ruft: Sparen, sparen, sparen!" Das sei nicht nur politisch verheerend, sondern auch wirtschaftlich.

Das gesamte Interview

Das gesamte Interview ...lesen Sie im neuen stern. Ab Donnerstag im Handel.

jr/ben
 
 
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