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Die Mehrheit der Deutschen ist gegen den Beschluss, die AKW-Laufzeiten zu verlängern. Die Anti-Atomkraftbewegung erlebt eine Wiedergeburt, dieses Mal quer durch alle Bevölkerungsschichten.
Die skandalöse Trauerrede von Günther Oettinger für den Nazi-Juristen Hans Filbinger war mehr als nur eine Eselei. Sie war der Versuch, heimatlose Konservative zu binden - ein bleibendes Dilemma der gesamten Union stern Nr. 17/2007
Nach wachsender Kritik gegen seine Grabrede für Hans Filbinger bedauerte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger zwar die Missverständnisse, entschuldigt hat er sich jedoch nicht. Und die Mitglieder seiner Landespartei halten weiter zu ihm.
Von der Kanzlerin gerügt, vom Zentralrat der Juden kritisiert, von der Schwester eines Nazi-Opfers zum Rücktritt aufgefordert: Der Druck auf Günther Oettinger wegen seiner Grabrede für Hans Filbinger wächst - doch Baden-Württembergs Ministerpräsident hüllt sich in Schweigen.
Hans Filbinger, Ex-Ministerpräsident Baden-Württembergs, hatte sich nie für seine Tätigkeit als NS-Marinerichter entschuldigt. Bei Filbingers Beerdigung am Mittwoch erklärte der amtierende Ministerpräsident Oettinger, dass es auch nichts zu entschuldigen gab - und muss sich anhören, ein Geschichtsfälscher zu sein.
Er war einer der maßgeblichen CDU-Politiker in Deutschland, zwölf Jahre lang regierte er Baden-Württemberg. Doch dann wurde seine Tätigkeit als Marinerichter während des Nationalsozialismus bekannt, und Hans Filbinger musste 1978 zurücktreten.
In Baden-Württemberg höhnen sie über die verbalen Aussetzer ihres Landeschefs Günther Oettinger. Und tatsächlich: Die Grabrede auf Hans Filbinger war offenbar erst der Anfang eines Horrorjahres für den CDU-Mann. Nun hat Oettinger reichlich ungelenk mit Frauenarztklischees hantiert.
Er hat sich verrenkt und gewunden, um der letzten Schmach zu entgehen. Aber es hat nichts geholfen. Der Druck war zu groß. Zu Füßen der gestrengen Mutti Merkel hat Günther Oettinger sich von seiner umstrittenen Filbinger-Aussage distanziert. Zu spät. Die Affäre hat ihm schwer geschadet.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger ist von seiner umstrittenen Trauerrede für seinen Amtsvorgänger Hans Filbinger abgerückt.
Hans Filbinger soll einen Priester vor den Nazis gerettet haben - trotzdem sagte die katholische Kirche einen geplanten Gedenkgottesdienst für den NS-Richter ab. Sie will verhindern, "dass der Gottesdienst missbraucht und missverstanden wird".
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