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Angela Merkel: Der Aufstieg des "Mädchens"

Mit der Wahl Horst Köhlers zum Bundespräsidenten hat die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ihr Meisterstück abgeliefert. Der stern zeigt, mit welchen Menschen und Methoden sie sich erfolgreich durchsetzt.

Im Augenblick des Triumphs geht ihr Blick für zwei Sekunden hinüber zu den Stuhlreihen der SPD, wo der Kanzler griesgrämt. Na, siehste, scheint sie Gerhard Schröder stolz zu signalisieren, das ist der Anfang vom rot-grünen Ende: die Präsidentenwahl als Testlauf des Machtwechsels geglückt, die "bürgerliche Mehrheit" für Horst Köhler im ersten Anlauf geschafft, egal, wie elend knapp es war. Und mir, der Angela Merkel, ist die Kanzlerkandidatur nicht mehr zu nehmen.

Eine halbe Stunde, bevor das Ergebnis feststand, hatte sie siegesgewiss den Glückwunschstrauß für den Präsidenten unter ihrem Stuhl im Reichstag verstaut. Antje Vollmer, grüne Vizepräsidentin des Bundestages, war beeindruckt, wie die CDU-Vorsitzende Selbstvertrauen und Nervenstärke demonstrierte: "Die Herren in der CDU wissen jetzt, dass sie in den nächsten sechs Jahren nichts mehr zu sagen haben."

Was ist das Erfolgsgeheimnis dieser Frau, die die Männer in der Christenunion im Machtkampf ein ums andere Mal ausmanövriert? Wie tickt sie, die Präsidentenmacherin? Was macht die Frau so stark, dass sie nach nur einem guten Dutzend Jahren in der Politik auf die Frage, was der CDU ohne sie fehlen würde, lächelnd antwortet: "Ich!"?

Retourkutsche für Weizsäcker

Es sind vor allem die Männer, die sich mit den Frage- und Ausrufezeichen plagen. Wolfgang Schäuble hatte den Plenarsaal in der Stunde ihres Sieges längst verlassen, wohl weil er nicht auch noch applaudieren wollte, als ein anderer das Amt erreicht, das sein eigener Lebenstraum war. Auf der Ehrentribüne blickte ein mürrischer Richard von Weizsäcker auf den Freudentaumel von CDU/CSU und FDP. Der Altpräsident hatte am Abend zuvor gewohnt oberstaatslehrerhaft davor gewarnt, von "Machtwechsel" im Umfeld der Präsidentenwahl zu sprechen und über den angemessen überparteilichen Umgang mit einem Bundespräsidenten belehrt. Er war daraufhin von Angela Merkel respektlos abgefertigt worden: "Es bleibt uns unbenommen, dass wir weiter sagen dürfen, wie wir das alles verstehen." Das war die Retourkutsche dafür, dass er es ihr nach der geglückten Nominierung Köhlers gegen Schäuble schriftlich gegeben hatte, es handle sich um ein "Bubenstück aus Mädchenhand".

Über Merkel wisse er am wenigsten, eigentlich nichts, sagt Friedrich Merz, und diese Worte kommen mit einem anklagenden Unterton daher. Nach welchen politischen Koordinaten steuert sie - eher linken, eher rechten? Wie sieht ihre Lebensprägung aus - ostdeutsch oder inzwischen westdeutsch? Warum meidet sie allzu persönlichen Kontakt zu fast allen Parteifreunden und sucht ihn nur mit politischer Absicht?

Als Norbert Lammert in der Irak-Frage erkennen ließ, dass er gegen den Kriegskurs der USA ist, brachte sie den einflussreichen Chef der NRW-Landesgruppe im Bundestag bei einem stundenlangen Spaziergang auf Rügen an ihre Seite. Wird die Union 2006 stärkste Fraktion, dürfte Lammert mit dem begehrten Stuhl des Bundestagspräsidenten belohnt werden. Volker Kauder arbeitete 2002 offen für die Kanzlerkandidatur Edmund Stoibers. Sie machte ihn dennoch zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer, weil ihm die starke baden-württembergische Landesgruppe im Bundestag bei Fuß geht. Da denkt Merkel schon an 2006: Ein Kanzleramtschef muss in der CDU/CSU-Fraktion gut verdrahtet sein.

Merz duzt sich mit ihr

Merz duzt sich mit ihr, das ist geblieben aus den Tagen der gemeinsamen Not, in die Helmut Kohls schwarze Kasse die CDU gestürzt hatte. Merz hatte sie damals als Erster für den Parteivorsitz vorgeschlagen. Heute sagt er von sich: "Ich habe auch ein Leben außerhalb der Politik." Soll heißen: Merkel nicht. "Wie sie wirklich tickt", sagt der Junge-Union-Vorsitzende Philipp Mißfelder, "das kann keiner so richtig einschätzen."

Die Weggefährten, mit denen sie nach der Wende in die westdeutsche Politik kam, erinnern sich abfällig: Wer ihrer Karriere nicht länger dienlich sei, den lasse sie kaltherzig zurück. Sie versteckt ihren Ehemann, macht ihn nur öffentlich beim gelegentlichen Opernbesuch. Nach gelungenen politischen Großkampftagen im Reichstag entspannt Schröder gern mit seiner Doris im "Borchardt" am Gendarmenmarkt. Merkel speist dort aus solchem Anlass lieber mit ihrer Büroleiterin Beate Baumann. Sie will partout nicht in gängige Politschablonen passen.

Das Machtsystem Merkel einerseits: Es ist wie einst bei Kohl, sagen viele. Daran stimmt, dass sie vom Altkanzler das Politmanagement per Telefon übernommen hat. Netzwerkpflege vorzugsweise am Sonntag. Zum Ärger von Familienmenschen wie Erwin Teufel, Regierungschef von Baden-Württemberg, oder Merz telefoniert sie sich dann quer durch die Republik. Danach ist alles klar für die montäglichen Sitzungen von Parteipräsidium und Bundesvorstand.

Die Vasallen der Chefin

Dann weiß Präsidiumsmitglied Hildegard Müller, welche Wortmeldung von ihr erwartet wird. Tanja Gönner liefert im Bundesvorstand das passende Stichwort für Merkel. Meldet sich Christoph Böhr in den Gremien zu Wort, grienen alle: Hier spricht die Chefin aus Vasallenmund. Einer wie der notorisch erfolglose rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende ist extrem von der Gunst der Vorsitzenden abhängig. Im Kreise der Ministerpräsidenten steht Dieter Althaus jederzeit gern für bestellte Wortmeldungen zur Verfügung. Als Merkel sich nach der letzten Bundestagswahl den Fraktionsvorsitz griff, apportierte der Thüringer das gewünschte Stichwort: "Die Doppelspitze muss weg."

Lange vor den Sitzungen werden so die Pro-Argumente für Merkels Position verteilt. Viele Diskussionen in der CDU-Spitze "sind organisiert wie Rollenspiele für Hofschranzen", lästert ein Präsidiumsmitglied. Damit anschließend die öffentliche Wahrnehmung stimmt, werden noch während der Sitzungen reichlich SMS verschickt. Vor allem Hildegard Müller, ausgerüstet mit besonders SMS-tauglichem Gerät, textet im Präsidium pausenlos unterhalb der Tischkante und bedient zuweilen Nachrichtenagenturen mit einschlägigen Infos im Sinne der Vorsitzenden. Das Machtsystem Merkel andererseits: Es ist nicht wie bei Kohl, wie manche leidvoll erfahren müssen.

Der Altkanzler ließ zwar illoyale Weggefährten gnadenlos fallen - wie dies sein "Mädchen" von damals ebenfalls macht. Aber Kohl bewahrte loyalen Mitstreitern auch dann die Freundschaft, wenn ihnen - wie etwa Philipp Jenninger - Fehler unterliefen. Bei Merkel wird abserviert, wer ihr nicht mehr nützen kann.

Empathie ist bei Merkel eine bislang unentdeckte Eigenschaft

Ihm geneigte Chefredakteure durften dem Altkanzler im Amtszimmer stundenlang beim Regierungsgeschäft zusehen. Bei Merkel undenkbar. Der Pfälzer hatte nah am Wasser gebaut. Ob Freud, ob Leid - es schimmerte schnell feucht in den Augen Kohls. Empathie ist dagegen bei der evangelischen Pastorentochter eine bislang unentdeckte Eigenschaft.

Das Machtsystem Merkel, so schrieb der "Tagesspiegel" bewundernd, habe die Züge eines Politikcomputers, der jeden Mann schlagen kann. Emotionalität sei nicht einprogrammiert. Genau dies, die fehlende emotionale Ausstrahlung, ist die Schwachstelle der Angela Merkel.

Sie müsse da schon noch Zeichen setzen, sorgt sich einer, der ihr im Kampf um die Macht in Berlin und die Gefühle der Partei engstens verbunden ist. Müsse zeigen, "dass sie auch Herz hat, dass sie Geborgenheit vermittelt, wie dies bei Kohl der Fall war". Macht übt sie unfraulich männlich aus. Sie setze eben, verspottet sie die Männerwelt, die "mir vom Herrgott gegebene Fähigkeit des logischen Denkens ein". Machos, die dann immer noch gockeln, belehrt sie ironisch: "Frauen sind auch Menschen."

Aufs Aussitzen versteht sie sich ebenfalls

Nie macht sie in Sitzungen ihren Gefühlen Luft. Gibt es Widerstand oder Ärger über ihren Kurs, sitzt sie mit Bernhardinergesicht dabei. Kotzt euch ruhig aus, ich mach mein Ding. Wobei immer ihr Nachsatz mitbedacht sein muss: "Und wenn ich es nicht kann, nehme ich mir nicht gleich den Strick." Aufs Aussitzen versteht sie sich ebenfalls.

Anders als im Küchenkabinett des Dr. Kohl, in dem offen geredet wurde, kennt Merkel auch im kleineren Kreis kein rückhaltloses Vertrauen. Voll informiert über ihre Gedanken sind außer Büroleiterin Baumann allenfalls CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer, Volker Kauder und ihre Sprecherin Eva Christiansen. Nie setzt sie sich dem Risiko einer ergebnisoffenen Diskussion aus. Oder wie Althaus rühmt: "Sie macht keine Rechnung auf, deren Ergebnis sie nicht kennt." Deshalb durfte Schäuble nicht Präsidentschaftskandidat werden - viel zu unsicher.

Das Machtsystem Merkel drittens: Es ist zuweilen schwerer erträglich als jenes des Helmut Kohl. Weshalb nur hat sie zugelassen, dass der Bundesversammlung einmal mehr Hans Filbinger als Wahlmann präsentiert wurde, ein Relikt der rechtsnationalen Welt, zu der Kohl immer Distanz gehalten hat? Ein Kinderspiel wäre es gewesen, ihn über Kauder, immerhin Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, zu verhindern. Welcher Sinn liegt darin, Martin Hohmann aus der CDU zu feuern, Filbinger, den "furchtbaren Juristen" (Rolf Hochhuth), aber zu tolerieren? Kein Zufall, sagen Merkel-Kenner.

Der alte Vorwurf, sie taktiere zu viel

Da kehrt er zurück, der alte Vorwurf, sie taktiere zu viel und akzeptiere im Kampf um Mehrheiten und Macht jedweden Verbündeten. Und könnte sie, so gesehen, Hohmann nicht aus Überzeugung, sondern allein aus taktischen Gründen nur deshalb so fix abgehalftert haben, damit sich die konservativen Hinterbänkler in der Fraktion künftig vor der "Schwarzen Witwe" in Acht nehmen? "Jeder fragt sich jetzt", so amüsierte sie sich mal vor Ohrenzeugen, "ob er der Nächste ist, den die kalte Hundeschnauze Merkel absägt."

In der Wahl des richtigen Zeitpunkts für die jeweils maximal nützliche politische Aktion ist sie allen in der Union überlegen. Monatelang vorgeplant war ihre Reformrede ("Quo vadis Deutschland"), mit der sie im vergangenen Oktober die "zweiten Gründerjahre" der Republik ausrief: Systemrevolution in der Krankenversicherung, Radikalkur des Steuersystems, Neuordnung der Arbeitswelt. Die Unionsschwester CSU und deren Chef Edmund Stoiber hat sie damit programmatisch kalt erwischt. Getreu ihrer Strategie: "Man muss die Dinge in der CDU festzurren, ehe man sie mit der CSU festmacht."

Merkel arbeitet nicht nach der Methode: Problem erkannt, Problem analysiert, Problem gelöst. Sie denkt vom Ende her: Welches Ergebnis ist mein Ziel? Das hat sie von Kohl übernommen: Auch den interessierte nur, "was hinten rauskommt". Unterm Strich aber setzt sie diese Methode effektvoller ein als der Pfälzer. Nämlich kühl kalkuliert.

Kohl pflegte die Nähe mit Zirkeln parteigängiger Journalisten

Kohl pflegte die Nähe mit Zirkeln parteigängiger Journalisten, etwa dem CDU-nahen "Ruderclub", um das publizistische Umfeld seiner Politik zu pflegen und Sprachregelungen zu transportieren. Mit den etwa gleichaltrigen Journalisten kumpelte er herum, traktierte sie auf Ausflügen in die Pfalz mit Weck, Wurscht und Woi.

Merkel pflegt ihr Beziehungsgeflecht mit den Frauen der mächtigsten Medienkonzerne der Republik, deren Nähe sie genießt. Und sie bereitet weitere womöglich nützliche Allianzen vor. Mit Margarita Mathiopoulos, der Unternehmensberaterin und gescheiterten Sprecherin Willy Brandts, saß sie dieser Tage zu Tisch, als die ihren Geburtstag feierte. Dabei: Köhler, Guido Westerwelle ("Er soll wissen, dass er in der Bedrängnis auf mich zählen kann"), der neue Springer-Chefredakteur Christoph Keese ("Welt am Sonntag") und der amtierende Redaktionsleiter Claus Strunz ("Bild am Sonntag").

Hoch entwickelt eine andere Machttechnik Merkels: Sie vermittelt ihren Nahestehern zwar das Gefühl, am Prozess ihrer Meinungsbildung beteiligt zu sein. "Die wissen aber gar nicht, wie weit weg sie tatsächlich sind", verrät ein Mitglied der engsten Fraktionsführung. Die Büros ihrer Stellvertreter bleiben bei der Planung der Politik außen vor. Als es um den Vorsitz der Sozialkommission ging, rätselten Fraktion und Partei wochenlang über den Kandidaten. Baumann wich wissend lächelnd allen Fragen aus, obwohl längst feststand, dass Altbundespräsident Roman Herzog für den Job gewonnen war.

Ein vortreffliches Sensorium für Stärken und Schwächen von Menschen

Die Vorsitzende besitzt ein vortreffliches Sensorium für Stärken und Schwächen von Menschen, darin Kohl sehr ähnlich. Wer kann mit wem? Als Friedbert Pflüger sich eine neue Lebengefährtin zulegte, wollte sie unverzüglich Näheres wissen und forschte einen Wissenden mit arglosem Augenaufschlag aus: "Mir als Frau sagt ja keiner was." Eine ziemliche Untertreibung. Wie man sich Zuträger verschafft, darauf versteht sie sich: Der Planungschef der Fraktion, Matthias Graf von Kielmannsegg, berichtete der CDU-Chefin bereits zu Zeiten des Fraktionsvorsitzenden Merz detailliert aus der morgendlichen Lage der Fraktionsführung.

Virtuos auch, wie Merkel zuweilen mit nebensächlichen Informationen Politik macht. Eines Tages erzählte ihr Christian Wulff en passant, wie vor 25 Jahren eine Delegation der Jungen Union auf einer Südamerika-Reise einen "Pacto Andino" geschlossen habe. "Mehr Ambiente in der Politik", lautete die Kernforderung des Spaßbündnisses. Kurz danach bereitete der "Spiegel" - assistiert vom Büro Merkel - die Story einer mächtigen Männerclique in der CDU auf. Bündlerische Strippenzieher um Roland Koch und Peter Müller nutzten diesen Andenpakt noch immer, um gegen die Jeanne d'Arc der CDU mobil zu machen. "Ist sich der Andenpakt einig, ist gegen ihn in der CDU keine Entscheidung möglich", hieß es dräuend. Arme Angie, lautete die Mitleid heischende Botschaft. Wie wenig Gewicht der vermeintliche Machtfaktor tatsächlich besitzt, wurde bei der Kür des Präsidentschaftskandidaten der Union offenbar - in Form einer vollen Bauchlandung Kochs, der sich für Schäuble ausgesprochen hatte.

Die Perspektive der Rückeroberung der Macht spätestens bei der Bundestagswahl 2006 stärkt die Autorität der Vorsitzenden zusätzlich. Wie Eisenspäne zum Magnetkern orientieren sich immer mehr Unionspolitiker in Erwartung des eigenen Karrieresprungs widerspruchslos an Merkels Kurs. Sie weiß, dass dies keine bedingungslose Loyalität ist. Ihr war immer bewusst, dass ein Scheitern in der Präsidentenfrage ihre Machtperspektive gefährdet hätte. Vor Köhlers Wahl sagte sie: "Wenn wir die nicht schaffen, habe ich das versiebt." Und wer das nicht schafft, könne nicht Kanzlerkandidat werden.

Sie igelte sich aus Unsicherheit ein

Lange vorbei die Zeit, da Merkel sich aus Unsicherheit einigelte. Solche Phasen gab es, wie ihre Mitarbeiter einräumen. Inzwischen weiß sie, dass sie den innerparteilichen Konkurrenten durch die Kraft der inneren Ruhe, ihren durch Geduld gezügelten Ehrgeiz hoch überlegen ist. Den richtigen Augenblick zu erkennen, darin ist die Naturwissenschaftlerin allen voraus. Sie weiß genau, wie gut ihre Ausgangssituation für den Kampf um den Machtwechsel ist. Die SPD dümpelt bei 26 Prozent, einem Friedhofswert; die Union bringt in den Umfragen bis zu 48 Prozent. Einer wie Koch will Rot-Grün so schnell wie möglich sturmreif schießen. Merkel arbeitet nach einem anderen Zeitplan. "Ich lehne so etwas wie Sonthofen ab", sagt sie staatstragend, als sei es ihr unvorstellbar, wie einst Franz Josef Strauß ohne Rücksicht auf gesamtstaatliche Interessen Politik zu machen. Gleichzeitig blockiert sie - gut getarnt hinter Sachargumenten - die Regierung über den Bundesrat. Die Stimmung soll noch schlechter werden, die Mehrheit im Bundesrat durch Wahlsiege in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen größer.

Die Machtfrage in der Union ist geklärt. Auch die CSU hat intern akzeptiert, dass Angela Merkel kanzlerabel ist und mindestens bis zur nächsten Bundestagswahl intern das Sagen hat. Und die wenigen noch verbliebenen Merkel-Ungläubigen suchen einstweilen - nach Zusicherung tiefster Verschwiegenheit - Trost in sehr speziellem Galgenhumor: "Unsere Hoffnung heißt Schröder. Nur er kann Angie noch stoppen."

Hans Peter Schütz / print