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26. April 2009, 19:39 Uhr

Berliner erteilen "Pro Reli" Abfuhr

Angela Merkel, Günther Jauch, Arne Friedrich: Reichlich prominente Unterstützung hatte die Initiative "Pro Reli", die an Berlins Schulen Religion als Wahlpflichtfach einführen wollte. Genutzt hat es nichts: Die Berliner ließen sich von den Prominenten nicht beeindrucken.

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Pro Reli, Volksentscheid, Berlin, Ethik, Wahlpflichtfach

Auch Günther Jauch warb für die "Pro Reli"-Initiative© AP/Markus Schreiber

In Berlin wird es weiterhin kein reguläres Schulfach Religion geben. Der Volksentscheid ist deutlich gescheitert. Die Mehrheit der Abstimmenden sprach sich nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Wahllokale gegen die Initiative "Pro Reli" aus, teilte der Landeswahlleiter mit. Somit besuchen Berliner Schüler auch künftig den vor drei Jahren eingeführten Ethik-Unterricht. Der klassische Religionsunterricht bleibt Zusatzfach.

Bei einer voraussichtlichen Wahlbeteiligung von 28,2 Prozent gaben knapp 710.000 Berliner ihre Stimme ab. Danach stimmten bei Auszählung von 95 Prozent der Stimmen 51,3 Prozent der teilnehmenden Berliner mit "Nein" und nur 48,5 Prozent mit "Ja". Das war für die Initiative "Pro Reli" deutlich weniger Zustimmung als erwartet.

Für einen Erfolg der Initiative hätten nicht nur die Mehrheit der Teilnehmer dafür stimmen müssen, sondern auch 25 Prozent aller Stimmberechtigten. Das wären 611.422 Wahlberechtigte gewesen. Tatsächlich wurden aber gemessen an allen Berechtigten nur rund 14 Prozent Ja-Stimmen erreicht.

Initiator Christoph Lehmann räumte die Niederlage ein: "Wir haben offenbar das Quorum nicht erreicht." Für Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) war das nach der Abstimmung über den Flughafen Tempelhof vor einem Jahr der zweite politische Erfolg bei einer Volksabstimmung.

Die Bürgerinitiative Pro Reli hatte den Volksentscheid mit einer Unterschriftensammlung durchgesetzt. Der rot-rote Senat hatte 2006 entschieden, dass in den Klassen sieben bis zehn der gemeinsame Ethikunterricht aller Schüler Pflicht wird. Die Landesregierung begründet dies damit, dass angesichts der kulturellen Vielfalt der Metropole ein gemeinsames ethisches Fundament gelegt werden solle. Religion kann freiwillig zusätzlich belegt werden. Die Kirchen beklagen jedoch, wegen der ohnehin hohen Stundenzahl der Schüler sei dies unrealistisch. "Pro Reli" hatte zahlreiche prominente Unterstützer gewonnen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Moderator Günther Jauch.

DPA/AP
KOMMENTARE (10 von 118)
 
Marquis (28.04.2009, 09:27 Uhr)
Schade: Zensur
Erstaunlich, daß mein moderater Beitrag wegzensiert wurde und unterirdisches, wie Drecklöcher und Latrinen etc. stehenbleibt.
ganzbaf (27.04.2009, 18:55 Uhr)
Es gibt genau so viele....

heidnische Feiertage ;-)
Außerdem; sollten wir nicht besser die Feiertage ALLER Religionen begehen (o:
Westerle.Merkwelle (27.04.2009, 18:51 Uhr)
Es rettet uns kein höheres Wesen...

... kein Kaiser, König noch Tribun; uns von dem Übel zu erlösen - das können nur wir selber tun.
Dieser Vers aus einem bekannten Lied macht deutlich, dass der Zug in Berlin für Religion als Massenhypnose abgefahren ist. Die Kirchenbosse und die Propagandaabteilung des Stern sollten sich mit der Entscheidung der Berlin endlich zufrieden geben. Der deutsche Staat muss weltanschaulich neutral bleiben. Diese Grundsatz wird leider in den meisten anderen Bundesländern in unerträglicher Weise täglich verletzt.
Jeder Versuch, hier das Ende des Abendlandes herbei zu reden, geht in die falsche Richtung. Jeder Jugendliche, der es möchte oder von seinen Eltern dazu gezwungen wird, kann den freiwilligen Religionsunterricht nachmittags bis zum Abwinken besuchen - aber bitte nicht in den produktivsten Stunden des Tages, wenn Schüler W i s s e n erwerben sollen. Aber offensichtlich fürchtet man den Bildungsauftrag des Ethikunterrichtes und die Erkenntnis, dass sich die jungen Leute nur bedingt für Religion interessieren, wenn der Unterricht am Nachmittag als freiwillige Zusatzveranstaltung stattfindet.
aeternitas (27.04.2009, 17:31 Uhr)
Werden in Berlin auch die christlichen Ferien und Feiertage abgeschafft?
Die da wären:
- Ostern
- Pfingsten
- Weihnachten
- Himmelfahrt
Wenn schon konsequent neutral, dann richtig! Dasselbe gilt für alle, die hier gegen den Religionsunterricht wettern. Aufgeklärter Atheismus hin oder her, auf Weihnachten will trotzdem keiner verzichten...
vegefranz (27.04.2009, 17:27 Uhr)
die Drecklöcher und Latrinen der Republik: Berlin neben Bremen und Brandenburg das einzige Bundesland, in dem Religion nicht als ordentliches Unterrichtsfach gilt

die Latrinen der Republik: Berlin neben Bremen und Brandenburg das einzige Bundesland, in dem Religion nicht als ordentliches Unterrichtsfach gilt
das ist kein Zufall, sondern unmittelbare Folge der dort herrschenden Ideologien (Bremen hat wenigstens noch einen tollen Fussballverein)
Spocks_Kommentar (27.04.2009, 17:04 Uhr)
Danke!
Danke, Berlin, danke, danke und nochmals DANKE!!!! Es gibt offensichtlich auch noch ein paar vernünftige Menschen.
Nach dem Ergebnis sind jetzt allerdings Konsequenzen angesagt.
Nun ist wohl in anderen Bundesländern abzustimmen, ob der Religionsunterricht auch dort aus dem Pflichtprogramm gestrichen und durch Ethik ersetzt wird.
Das wäre dringend nötig, denn Religionsunterricht ist Gehirnwäsche und damit Kindesmißbrauch schlimmster Sorte.
Anemone (27.04.2009, 17:04 Uhr)
confused -
- sogar sehr!
Es geht doch um Religionsunterricht im Fach Christentum - und nicht Judentum, nicht?
Schon mal etwas von Christus gehört?
ER ist die Erfüllung der Gesetze!
confused (27.04.2009, 16:38 Uhr)
was in der Bibel steht anemone
Mord und Todschlag steht in der Bibel. Hirnverbranntes Zeugs genau wie im Koran....
»Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.« (3. Mose 20,10)
»Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide sterben.« (3. Mose 20,22)
»Ein Mann aber, der so vermessen ist, auf den Priester, der dort steht, um vor dem Herrn, deinem Gott, Dienst zu tun, oder auf den Richter nicht zu hören, dieser Mann soll sterben.« (5. Mose 17,12)
»Wenn ein unberührtes Mädchen mit einem Mann verlobt ist und ein anderer Mann ihr in der Stadt begegnet und sich mit ihr hinlegt, dann sollt ihr beide zum Tor dieser Stadt führen. Ihr sollt sie steinigen und sie sollen sterben ...« (3. Mose 22,23-27)
»Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört ... sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und er soll sterben.« (3. Mose 21,18-21)
»Männer oder Frauen, in denen ein Toten- oder ein Wahrsagergeist ist, sollen mit dem Tod bestraft werden. Man soll sie steinigen ...« (3. Mose 20,27)
»Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll im Feuer verbrannt werden.« (3. Mose 21,9)
»Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft.« (3. Mose 20,9)
»Ein Mann, der mit einer Frau während ihrer Regel schläft ... sollen beide aus ihrem Volke ausgemerzt werden.« (3. Mose 20,18)
»Schläft einer mit einem Manne, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Greueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft.« (3. Mose 20,11-17)
»Nimmt einer seine Schwester ... und sieht ihre Scham und sie sieht die seine, ... sollen beide vor den Augen der Söhne ihres Volkes ausgemerzt werden.« (3. Mose 20,11-17)
Anemone (27.04.2009, 16:24 Uhr)
Verzeihung!
Der von mir vermißte Beitrag steht unter "Wer Regeln verletzt, muß Ärger kriegen" - Integrationsproblem -
Doch mein Schock über die totale Unwissenheit der Kommentatoren, betreffend Bibel oder Christ, bleibt bestehen! Peinlich und traurig!
(Ich würde niemals etwas über Fußball schreiben, weil ich nix davon verstehe!)
Anemone (27.04.2009, 16:09 Uhr)
@confused (10.57)
Das frage ich mich auch!
Heute morgen habe ich sachlich und kurz einen entscheidenden(!) Unterschied zwischen Koran und Bibel geschrieben. Wo ist er bitte?
Armes Berlin, armes Deutschland!
Auch bin ich schockiert über die meisten Kommentatoren, die weder wissen, was ein Christ ist, noch wissen, was in der Bibel steht. Das ist blamabel und traurig1!
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