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29. Dezember 2008, 16:54 Uhr

Forsa-Chef: "Kotzbrocken" schadet SPD

Das werden die Sozialdemokraten nicht gern hören: Forsa-Chef Manfred Güllner hat der SPD in Schleswig-Holstein zu einem Austausch ihres Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl 2010 geraten. Ralf Stegner werde von den Wählern als "Kotzbrocken" wahrgenommen.

Stegner, SPD, Kotzbrocken, Schleswig-Holstein

Probleme in der Außendarstellung: Ralf Stegner, SPD-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein© Carsten Rehder/DPA

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, hat der SPD in Schleswig-Holstein empfohlen, ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2010, Ralf Stegner, auszutauschen. Wörtlich sagte Güllner den "Lübecker Nachrichten": "Der wird, mit Verlaub, von den Menschen als Kotzbrocken wahrgenommen. Wo immer er auftritt, stabilisiert er dieses Bild."

Weiter sagte Güllner dem Blatt: "Jeder weiß, dass er unsympathisch wirkt und der ungeeignetste Kandidat ist, den man einem Ministerpräsidenten Carstensen entgegen stellen kann. Den Schleswig-Holsteinern kann man nur raten, ihn zu verstecken."

Stegner ist seit 2008 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und seit 2007 Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen SPD. Von 2003 bis 2005 war er Finanzminister und von 2005 bis 2008 Innenminister des Landes. Nach Querelen mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der Stegner vorwarf, sich wiederholt nicht an Koalitionsabsprachen zu halten, trat der SPD-Politiker am 15. Januar als Innenminister zurück. Im September wurde er auf einem Parteitag in Lübeck zum Spitzenkandidaten der SPD Schleswig-Holsteins im Landtagswahlkampf 2010 gewählt.

kng
 
 
KOMMENTARE (10 von 52)
 
ganzbaf (31.12.2008, 14:27 Uhr)
Det Typ hat doch "seine" Münteschrecke und...

Steineule nach oben geschrieben. Was will er denn jetzt noch?
.
Ist er viellicht angefressen, dass die alte Seeheim-Schnarchsäcke auch nicht über die Beck-25% in der Sonntagsumfrage kommen...?? ((O;
vegefranz (31.12.2008, 12:28 Uhr)
@sternen
alles kein Problem, wollte mich sicher auch nicht lustig machen. im Übrigen: "Karteileichen als Stimmvieh ankarren" ist und bleibt grossartig
sternenhagel (31.12.2008, 12:05 Uhr)
VF hat aufgepaßt
Oje. mea maxima culpa. Habe ich doch im Eifer des Gefechts ein y statt ein i getippt. Natürlich muß es Berlusconi heißen, mit i am Ende, wie Mussolini. Zu Vegefranzens Enttäuschung muß ich ihm leider mitteilen, daß zum Zeitpunkt meines Abiturs noch keine Gesamtschulen in Deutschland existierten. Aber es erfreut mein Herz für so jung gehalten worden zu sein.
"O bob trwm, trymaf henaint."
Aaron71 (31.12.2008, 10:32 Uhr)
wenn es in diesem Land
überhaupt eine besorgniserregende Medíenkonzentration gibt, dann weder bei Bertelsmann, noch bei Springer, sondern vielmehr bei der SPD mit ihren 60 Tageszeitungen.
SethusCalvisius (31.12.2008, 01:31 Uhr)
Korrektur
Oje, es ist doch schon etwas spät geworden. Hier noch einmal mein Beitrag in korrigierter Fassung:
Wenn man aus Ihrem letzten Beitrag schließen kann, dass Sie Ihr Abitur auf einem Gymnasium gemacht haben, ist das aber auch keine Empfehlung für diese Schulform.
Also, an unserem Gymnasium konnte man mit Kurzbeiträgen, ständigen Wiederholungen, Überschriften, die so lang sind wie der ganze Artikel etc, kein Abitur machen. :-)
SethusCalvisius (31.12.2008, 01:28 Uhr)
@vegefranz
Wenn man aus Ihrem letzten Beitrag schließen kann, dass Sie Ihr Abitur auf einem Gymnasium gemacht haben, ist das aber auch keine Empfehlung für diese Schulform.
Also, an unserem Gymnasium konnte man mit ständigen Kurzbeiträgen, ständigen Wiederholungen, Übeschriften, die so lang sind wie der ganze Artikel etc, ein Abitur machen. :-)
vegefranz (30.12.2008, 18:56 Uhr)
wer ist denn "berluscony"?
Und : "Karteileichen als Stimmvieh ankarren" finde ich auch super. Na ja, Hauptsache alle können auf der Gesamtschule Abi machen. Wegen der sozialen Gerechtigkeit und so
sternenhagel (30.12.2008, 18:12 Uhr)
Meinungsmonopoly
Murdoch in England und Berluscony in Italien haben es vorgemacht und Bertelsmann mit seinen Schreiberlingen folgt mit ruhig festem Tritt. Die herrschende Klasse will bei der Bewältigung der Krise auf Kosten der Lohnabhängigen kein Risiko eingehen und direkten Einfluß auf die Auswahl ihr passender Kandidaten nehmen. So läßt dann der Seeheimer Kreis mal Karteileichen als Stimmvieh ankarren. So wird eine Politikerin wie Frau Ypsilanti, die der Raubpolitik der Schröderbande kritisch gegenüberstand und auch bei ihrer Meinung blieb, meinungsgemordet, während eine Clique käuflicher Lobbyisten und Karrieristen zu Helden der Meinungsfreiheit stilisiert werden.
Da darf dann auch vomitus frusti papaveris Güllner seine Gülle ablassen. Howgh! Der Chef der Meinungsmacher hat gesprochen.
sophisticated (30.12.2008, 12:06 Uhr)
@gaga
Vielleicht wollten Sie mich ja mißverstehen? - Wer meine postings kennt, weiß eigentlich, wie sehr ich für die Grundrechte, zu denen bekanntlich auch die Meinungsfreiheit steht, eintrete. - Nur: für mich ist eine persönliche Beleidigung unter der Gürtellinie ("Kotzbrocken") keine durch das Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit. Selbst dann nicht, wenn ich mit meiner Haltung diskriminiert werde!
GrundlRoland (30.12.2008, 10:25 Uhr)
Stegner
Das Drehbuch isst das gleiche wie früher, mit den Forsaumfragen-sicherlich im Auftrage von Stern-Bertelsmann - wird jetzt wochenlang die Kampagne gefahren. Die dazu nötigen Journalisten kann man sicherlich besorgen an Geld wirds nicht mangeln. Es muß doch gelingen den totalen Bertelsmann-Springer-Staat zu installieren.
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