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12. Januar 2012, 12:25 Uhr

Regierung sieht Integrationsfortschritte

Mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Laut einer Studie der Bundesregierung geht es bei der Integration vorwärts - vor allem bei der Bildung. Aber auch auf dem Arbeitsmarkt geht es in die richtige Richtung.

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In Deutschland leben derzeit über 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund

Die Integration von Migranten macht in Deutschland Fortschritte, es bleiben aber dennoch Unterschiede zum Leben der Einheimischen: Das ist das Ergebnis eines Regierungsberichts, den die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), am Donnerstag in Berlin vorstellte. "Das Ziel der gleichen Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund ist in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zwar noch nicht erreicht", sagte Böhmer. "Die Entwicklung geht aber klar in die richtige Richtung."

Der Bericht auf Basis des Mikrozensus verzeichnet besonders bei Bildung und Frühförderung Fortschritte. So verließen 2010 nach dem Bericht 4,4 Prozent der 18- bis 24-jährigen Migranten die Schule ohne Abschluss. Damit hat sich die Quote seit 2005 (5,1 Prozent) verringert. Sie ist allerdings im Vergleich zur Quote von Schülern ohne ausländische Wurzeln (1,6 Prozent) immer noch deutlich höher.

Als positiv wertet der Bericht auch den Anstieg der Quote von Kindern unter sechs Jahren in einer Tagesbetreuung. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 gebe es einen deutlichen Anstieg der Betreuungsquoten um 34 Prozent.

Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt

Schlechter sieht es bei der Erwerbstätigkeit aus. Menschen mit Migrationshintergrund seien "immer noch zu geringeren Anteilen erwerbstätig als die Gesamtbevölkerung". Als positiv wird gewertet, dass die Arbeitslosenquote auch in der ausländischen Bevölkerung deutlich von 25,1 Prozent im Jahr 2005 auf 15,8 Prozent im Jahr 2010 zurückgegangen sei. Dies ist ein stärkerer Rückgang als in der Bevölkerung insgesamt.

Der zweite sogenannte Integrationsindikatoren-Bericht betrachtet den Zeitraum von 2005 bis 2010. Unter anderem untersuchten die Wissenschaftler im Auftrag der Bundesregierung, welche Schulabschlüsse Jugendliche mit ausländischen Wurzeln haben, wie Migranten sich in Parteien und Bürgerinitiativen engagieren und wie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind.

fw/AFP/DPA
 
 
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