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21. Juli 2010, 10:38 Uhr

Rot-Grün ist Trumpf - aber nur im Bund

Ein Wahltrend voller Extreme: Rot-Grün erreicht die absolute Mehrheit, die Grünen sind stark wie nie - und Schwarz-Gelb ist an einem historischen Tiefpunkt angelangt.

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Viel grün und ein wenig rot: Geht der Trend so weiter, sind die Grünen der Motor einer künftigen rot-grünen Bundesregierung© Roland Weihrauch/DPA

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition setzt ihre Talfahrt in der Wählergunst fort. Im stern-RTL-Wahltrend sackte die Union im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 30 Prozent ab. Die FDP stagniert in der vierten Woche in Folge bei 4 Prozent. Zusammen kommt die Koalition damit nur noch auf 34 Prozent – es ist der niedrigste Wert, den das Forsa-Institut seit Beginn seiner kontinuierlichen Erhebungen für den stern 1986 je für Union und Liberale gemeinsam gemessen hat. Die SPD hält sich wie in der Woche zuvor bei ihrem Jahreshoch von 28 Prozent. Die Grünen steigen um einen Punkt auf ein neues Rekordhoch von 19 Prozent. Für die Linke würden sich unverändert 11 Prozent der Wähler entscheiden. Für "sonstige Parteien" wollen 8 Prozent stimmen.

Wäre jetzt Bundestagswahl, könnten SPD und Grüne mit 47 Prozent der Stimmen und damit einer absoluten Mehrheit der Mandate rechnen – sie wären nicht einmal auf die Stimmen der Linken angewiesen. Insgesamt hat das "linke" Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei mit zusammen 58 Prozent nun einen Vorsprung von 24 Punkten vor Union und FDP.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, das Kokettieren der beiden großen Parteien mit grünen Positionen treibe viele Wähler zu den Grünen. Güllner: "Union und SPD laufen Gefahr, ihre Identität zu verlieren. Wenn sie Koalitionen mit den Grünen eingehen, muss klar sein, wer Koch und wer Kellner ist." Sein Institut befragte im Auftrag des stern und von RTL 2500 repräsentativ ausgesuchte Bürger.

In einer weiteren stern-Umfrage ermittelte Forsa, was die Deutschen von der vergangenen Woche von SPD und Grünen gebildeten Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen halten. Ergebnis: wenig. Fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) sagte, er glaube nicht, dass dies Modell funktionieren wird. 39 Prozent gingen davon aus, dass das Experiment gelingen wird. 13 Prozent hatten zu der Frage keine Meinung.

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KOMMENTARE (10 von 78)
 
Sozimod (22.07.2010, 00:45 Uhr)
Aber wahr ist es doch!
@johann58:
Alles war nicht schlecht. Viele ex DDR Bürger versicherten mir, genau dies. Die DDR war ein Unrechtstaat. Die BRD nicht?

Menschrechte werden in Deutschland mit Füßen getreten. Das Grundgesetz nicht mehr beachtet. Ich habe eher das Gefühl, dass die Menschen durch eine wahre Aufklärung, geschockt reagieren werden.
Ich höre auf der Strasse oft:
"Honecker, Mielke haben uns belogen und betrogen. Aber die Regierungen, die wir in 20 Jahren erleiden durften, handeln nicht anders."

20 Prozent zocken die anderen 80 Prozent ab. Wie frei sind Hartz IV Empfänger?
Wie frei sind Zeit und Leiharbeiter?
Wie frei dürfen wir unsere Meinung äußern? Real müssen Sie mit Sanktionen rechnen. Privat wie beruflich. In der DDR haben sie meines Wissens keine kranken (Burnout mit Suizid Gefährdung eingegliedert. Auch Ärztemangel in ländlichen Räumen ist mir nicht bekannt.

Wir haben es versäumt das Positive aus der DDR mit dem Positiven aus der BRD zu vermengen. Wir, die BRD haben geung Altlasten, die wir aufarbeiten sollten.
Johann58 (21.07.2010, 21:40 Uhr)
@Sozimod (21.07.2010, 21:16 Uhr)
Da werden Sie mit Ihrer Aufklaerungsarbeit wenig Glueck haben! So wie sich nach dem Ende des 1000 jaehrigen Reichs ploetzlich alle Parteimitgleider entnazifizirt bei CDU/CSU/FDP/SPD wiedergefunden haben und einen neue politische Heimat hatten, habe sich ja die alten SEDler so weit sie politisch wieder aktiv werden wollten auch eine neue Heimat gesucht und gefunden.

Die SED gibt es nicht mehr aber so wie die Blockfloeten der DDR bei CDU und FDP ihre neue Heimat gefunden haben ist eben die Nachfolgeorganisation der SED ueber die PDS in der Linken aufgegangen.

Was bleibt ist die Tatsache,. dass die etablierten Parteien der alten Bundesrepublik einen hoeheren Einfluss haben und ein nettes Spiel spielen. Da wird die Linke noch lange damit zu kaempfen haben, bis jeder akzeptiert, dass keine alten SEDler mehr bei der Linken sind, so wie irgendwann keine Altbraunen mehr bei CDU FDP und SPD waren.

Aufgabe der Linken ist entweder eine staerkere Abgrenzung zur PDS und ehemelaiten Mandatstraegern der DDR oder was viel ehrlicher waere einfach ein offenes Bekenntnis mancher Linker zur DDR. Es mag ja Menschen geben, die glauben da waere nicht alles schlecht gewesen in der DDR und man muesse manches Gedankengut herueber retten.
Sozimod (21.07.2010, 21:16 Uhr)
Die SED gibt es seit ende 1989 nicht mehr!
@jeder:

Haben sie vieleicht die letzten 20 Jahre verschlafen? Auch Adolf ist tot!

Die einzige Partei, die man nicht mit der Finanzkrise in Verbindung bringen kann,
ist DIE LINKE! Vieleicht noch nicht.....

Ich möchte trotzdem daran erinnern, dass die SPD ihre Wähler und auch ihre Genossinnen und Genossen getäuscht hat. Die SPD hat aus ihren Fehlern nichts gelernt. Kein Kurswechsel, keine Entschuldigung an die Menschen in Deutschland.
So geht es nicht. Das Problem das wir haben ist:

Ignoranz, Überheblichkeit und Arroganz.

Probleme in Deutschland:

Gesundheit-Rente-Umwelt-Finanzkrise-Arbeitslosigkeit-Bildung-völkerrechtswidrige Kriege

Antworten von den etablierten Parteien?
Null!
Johann58 (21.07.2010, 18:32 Uhr)
@jeder
Steuerhinterziehungm, Meineid, Korruption, Alkoholfahrt mit Todesfolgen. Ich denke nicht dass man die Liste mit Namen und Parteizugehoerigkeit jetzt detaillieren muss, die kennen Sie sicher selbst. Wo Handlungsbedarf ist, muss man handeln unabhaengig von der Partei.
auwei (21.07.2010, 18:17 Uhr)
@jeder
Was hat das mit dem Thema zu tun? Bestrafte Betrüger hat so ziemlich jede Partei in ihrenr Reihen - und hier geht es um Ermittlungen. Für billige Ätsch-Bätsch-Effekte dieser Art sollten wir uns zu gut sein, oder?
jeder (21.07.2010, 17:13 Uhr)
wer motzt gegen die SED???
Die hebeln..sich gerade selber aus...

Staatsanwalt ermittelt gegen Linke-Chef Klaus Ernst

p.s. steht nicht auf nachdenkseiten...blablabla..

sondern bei welt online
OttoB (21.07.2010, 16:56 Uhr)
@Stern007 (21.07.2010, 16:13 Uhr)
Danke das sie jetzt nicht mehr gegen die Linken nur motzen wollen, sondern sich mehr informieren möchten.
Tipp: nachdenkseiten.de
auwei (21.07.2010, 16:29 Uhr)
@Stern007
Bei allem Respekt - und das betrifft nicht nur Sie: Die Argumentation gegen die Programmatik der Linken und ihre Lösungsansätze ist schon stark holzschnittartig und prinzipenfixiert. Man könnte auch sagen "obsessiv". Aber sei's drum - so hat die SPD auch mal angefangen, gegen Kaiser und Reichskanzler. Und siehe da - die Sozen waren es nicht, die Deutschland in den Untergang regiert haben.
Sozimod (21.07.2010, 16:19 Uhr)
Bekennen Sie sich !
@Stern007:

Schildern Sie mir doch bitte ihr stark gestörtes Verhältnis zur Partei DIE LINKE.

Das Programm, die Forderungen der Partei sind sehr wohl finanzierbar!

Der Stern berichtete im Jahr 2009.
Da sollte das 100 Punkte Programm der Linken demontiert werden. Die Wahrheit war:

Nur an wenigen Punkten Verbesserungsvorschläge. Den Screenshot besitze ich noch.

Die anderen Parteien sind für das Wirtschafts und Sozialchaos seit 1990 verantwortlich. Auch unter Rot/Grün, stiegen die Nettolöhne nicht!
Quelle: OECD Studie!

Man kann politisch anders orientiert sein, man sollte aber doch bitte sachlich bleiben. Alles was DIE LINKE fordert ist finanzierbar!

Nur die Profiteure(Pharma-Großindustrie, Banken) müssen (und wollen auch) stärker herangezogen werden.

Wir benötigen eine Bürgerversicherung, sowie das bedingungslose Grundeinkommen. Es würde den Mittelstand stark entlasten.

Keine Subventionen an Großindustrien und Investoren, wenn Arbeitsplatzvernichtung zum kalkül zählt.

Weniger BILD,Die Welt, Spiegel, mehr Nachdenkseiten, Hintergrund.de ect.

Hier in Deutschland werden Milliarden Euro verbrannt. Selbst in Argen kann man viel Geld sparen. Durch eine Umstrucktierung. Ist aber nicht gewollt.

Wieviele Arbeitnehmer beschweren sich, dass die Firmen nur noch Global handeln.

Geld Vernichten.
Stern007 (21.07.2010, 16:13 Uhr)
und übrigens...
die Diskusion wird mir jetzt auch zu dum und persönlich. Wenn man mit ideologisch verblendenten diskutiert kann man einfach nicht weiterkommen. Nichtmal reale Tatsachen, die Schwarz auf weiß nachzulesen sind werden akteptiert. Bevor Sie lange noch Unfung schreiben, sollten Sie sich wirklich mal die Mühe machen, wenn Sie auch wirklich lesen und begreifen können, sich die Parteiprogramme anschauen. Nicht nur motzen, lesen und mal Verstehen!
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