Regenbogenfahnen, bemalte Körper und feiernde Menschen: Auf dem alljährlichen Mardi Gras in Sydney kämpfen Schwule und Lesben für ihre Rechte. Hunderttausende Schaulustige wohnen dem Spektakel bei.
Und hoch die Arme: In Badehöschen und mit griffbereiter Badekappe tanzen diese Möchtegern-Synchronschwimmer ausgelassen auf der 35. Mardi-Gras-Parade in Sydney. Seit 1978 findet das Schwulen- und Lesbenfestival jährlich drei Wochen lang statt. Ähnlich wie beim Karneval tanzen die kostümierten Teilnehmer vor und auf Umzugswagen ihre einstudierten Choreografien. Zu den Feiernden zählen auch verschiedene gesellschaftliche Gruppen wie Polizisten oder die Surf Live Saver. Tausende Zuschauer säumen in diesen Tagen die Straßen, um den Parade-Teilnehmern beim Feiern zuzusehen. Im Jahr 2009 war die Parade mit 9500 Teilnehmern, 134 Umzugswagen und 300.000 Schaulustigen das größte Event seiner Art. Der Mardi Gras wird in Erinnerung an die Stonewall-Unruhen abgehalten, zu deren Zeit homosexuelles Verhalten noch unter Strafe stand.