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"heute wichtig" Die Uefa, das Problem mit dem Regenbogen und der neue Superstar Gosens

Robin Gosens feiert das vierte Tor der DFB-Elf im Spiel gegen Portugal am Samstag in München
Robin Gosens feiert das vierte Tor der DFB-Elf im Spiel gegen Portugal am Samstag in München
© Getty Images
Die Aufregung um Manuel Neuers Regenbogen-Kapitänsbinde wirft ein schlechtes Licht auf die Uefa. Unwahrscheinlich ist auch, dass die Allianz-Arena am Mittwoch bunt erstrahlen wird. Das könnte mit der Verbindung zu Ungarn zu tun haben.

"Die Uefa hat die Überprüfung der von Manuel Neuer getragenen Kapitänsbinde am Sonntagabend per Mitteilung an den DFB eingestellt." Das hat der Deutsche Fußball-Bund bei Twitter mitgeteilt. Allerdings steht eine weitere bunte Idee noch im Raum: Zum Deutschlandspiel gegen Ungarn soll die Arena in München in Regenbogenfarben erstrahlen. Auch davon wird die Uefa wohl eher weniger begeistert sein, prognostiziert RTL- und ntv-Sportexperte Nico Holter im Podcast "heute wichtig". Immerhin wurde in Ungarn gerade erst ein Gesetz beschlossen, das Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt.

Man könne schon sagen, dass die Uefa zu Ungarn ein freundschaftliches Verhältnis pflege, so Holter. Und: "Es ist kein Zufall, dass Corona in Ungarn kein Thema ist." Bilder mit vollen Stadien, die die Welt entsetzen, die Uefa aber freuen.

Zu viele Frauen ohne Hebammenbetreuung

Außerdem spricht Michel Abdollahi mit Hebamme Laura Rohmann-Höhn, die sich vom Wahlprogramm der Union, das heute bekannt gegeben wird, nicht viel erhofft. Ungefähr 25.000 Hebammen gibt es bundesweit. Ein Mangel, der gerade während der Pandemie zu spüren ist: "Ich merke jetzt extrem wie viel Hilfe die Frauen brauchen!"

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast "heute wichtig"

Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

Nachwuchs sei bitter nötig, so Rohmann-Höhn. Geringes Gehalt, hohe Arbeitsbelastung und beispielsweise die hohen Beträge für die Haftpflicht-Versicherung, machen den Hebammen-Beruf für die Jungen unattraktiv.

Damit der Beruf EU-weit attraktiver wird, folgte Deutschland zwar den Empfehlungen der WHO, die Hebammenausbildung auf Hochschulniveau zu überführen – jedoch mit Folgen, wie Laura Rohmann-Höhn befürchtet: Durch den nötigen Studiengang werden wir noch weniger Hebammen werden! Absolvent:innen von Real- oder Hauptschule haben künftig keine Chance, so Rohmann-Höhn im Gespräch mit Host Michel Abdollahi. Der appelliert: "Wenn die Politik versagt, muss die Gesellschaft eingreifen."

mad

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