. .
Jobchance, Gehalt und Arbeitsrecht
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. September 2009, 10:00 Uhr

"Ich muss mit jeder Regierung reden können"

Wirtschaftskrise, Insolvenzen, Kurzarbeit - harte Zeiten für die Gewerkschaften. Im stern-Interview erklärt der Chef der IG Metall Berthold Huber, warum er keine Wahlkampfempfehlung abgibt und wieso Arbeiter Aktionäre werden sollen.

IG Metall, Gewerkschaft, Berthold Huber, Wirtschaftskrise, SPD

IG Metall-Chef Berthold Huber: "Schwarz-Gelb wäre die schlechteste aller Lösungen"© Thomas Lohnes/DDP

Der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat die Entscheidung der Gewerkschaften verteidigt, vor der Bundestagswahl keine Wahlempfehlung für die SPD abzugeben. "Wir haben uns mit Wahlempfehlungen immer zurückgehalten", sagte Huber in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. Die traditionellen politischen Milieus existierten nur noch zum Teil. "Da, wo ich herkomme, in Baden-Württemberg, entscheiden sich viele für die CDU, ob mir das gefällt oder nicht. Einige Kollegen wählen auch die Linke. Manche sogar die FDP." Das sei für einen Gewerkschaftsvorsitzenden "kein Grund, beleidigt zu sein". Wie stark die SPD bei der Bundestagswahl werde, hänge im übrigen nicht von einer Wahlempfehlung der Gewerkschaften ab.

IG Metall, Gewerkschaft, Berthold Huber, Wirtschaftskrise, SPD

Lesen Sie das ganze Interview im aktuelle stern© stern

"Einen schweren Knacks hinterlassen"

Zum Verhältnis zwischen Gewerkschaften und SPD sagte Huber: "Das gemeinsam erlebte Unrecht wie Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung ist nicht mehr so prägend wie früher. Dann hilft es nichts, die Tradition zu beschwören. Ich muss nach der Wahl mit jeder Regierung reden können." Entscheidungen wie die Rente mit 67 oder die Agenda 2010 hätten bei den Gewerkschaften "einen schweren Knacks hinterlassen". Der IG-Metall-Chef betonte jedoch mit Blick auf die Bundestagswahl: "Schwarz-Gelb wäre die schlechteste aller Lösungen. Wir tun alles, um das zu verhindern."

Reparaturbetrieb des Kapitalismus?

Huber möchte erreichen, dass Mitarbeiter künftig verstärkt Anteile an ihren Unternehmen erwerben können: "Arbeitnehmerbeteiligung ist das große Thema geworden." Er nannte in diesem Zusammenhang die Firmen Schaeffler, Opel, VW und Daimler. Mit den Mitarbeiterbeteiligungen mache sich die IG Metall jedoch nicht zum Reparaturbetrieb des Kapitalismus. Huber: "Wir waren immer Reformkraft. Aber wer Anteile hat, kann in einem Unternehmen mehr beeinflussen. Keine Sorge: Damit verlieren wir nicht unsere Unschuld." Der Gewerkschaftsfunktionär, der für den kommenden Samstag in einem Frankfurter Stadion eine Großveranstaltung vor 50.000 Menschen mit Popstars wie Bob Geldof und Samy Deluxe plant, plädiert für neue Aktionsformen. "In den USA dauert eine Obama-Rede 20 Minuten, davor und -danach wird gefeiert. Das ist nicht unpolitisch. Warum identifizieren Sie Gewerkschaften immer nur mit der roten Fahne und der Trillerpfeife?"

 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
IG-Metall-Chef Huber Arbeitnehmer sollen Anteile an Firmen besitzen

Sollen Arbeitnehmer Anteile an der Firma halten, für die sie arbeiten? IG-Metall-Chef Berthold Huber hält dies für sinnvoll. So könnte ein Gegengewicht zur Heuschrecken-Mentalität in der Wirtschaft entstehen. Etliche Unternehmen scheinen der Idee gegenüber aufgeschlossen. mehr...

Bundestagswahlkampf Metallene Ohrfeige für die SPD

Sie haben sich auseinandergelebt: Die IG Metall mag keine Wahlempfehlung mehr für die SPD abgeben. Zu enttäuscht sind die Metaller von ihrer früheren politischen Trutzburg. Inhaltlich driften Gewerkschaften und die Sozialdemokratie schon länger auseinander. Aber das verweigerte Ja zur SPD hat auch taktische Gründe. mehr...

DGB-Chef im Kanzleramt Riss im Herz der SPD

Traditionell unterstützen die Gewerkschaften die SPD: Jetzt tritt DGB-Chef Sommer mit der Kanzlerin auf. Zum Unmut der Sozialdemokraten, aber zum eigenen Nutzen. Denn im Fünfparteiensystem müssen die Gewerkschaften breiter aufgestellt sein. mehr...

 
Partnerangebot Bankenvergleich Bankenvergleich Anbieter wechseln, Geld sparen

Ist Ihr Girokonto wirklich günstig? Haben Sie das beste Tagesgeld-Konto? Finden Sie es heraus: Mit dem unabhängigen Bankenvergleich. mehr

 
 
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch