Der große Weinschwindel

25. März 2007, 12:39 Uhr

Jahrelang präsentierte Weinguru Hardy Rodenstock immer neue sensationelle Funde aus vergessenen Kellern. Seinen größten Coup, die Jefferson-Weine, hat ein US-Milliardär analysieren lassen. Ergebnis: Die Flaschen sind gefälscht. Nun ermittelt das FBI. Von Michael Streck, Stephan Draf und Bert Gamerschlag

Diese vier Flaschen Wein kaufte William Koch Ende der Achtziger für eine halbe Million Dollar. Nicht ihr Alter, die gravierten Initialen "Th. J." machten sie wertvoll©

Diese Geschichte beginnt beim dritten Präsidenten der USA und endet beim einstigen Agenten von Tony Marshall. Wir aber steigen im Frühjahr 1985 ein, am Schlüsselpunkt eines Krimis, der vorige Woche zu Vorladungen honoriger Auktionshäuser vor New Yorker Gerichte führte und an dessen Ende eine Ikone als Popanz dastehen dürfte. Das FBI ermittelt gegen mutmaßliche Fälscher und Vertreiber angeblich gefälschter Weine. Im Zentrum der Ermittlungen stehen ein Deutscher und ein Brite: Weinraritätenhändler Hardy Rodenstock und der inzwischen im Ruhestand lebende Christie's-Auktionator und Weinautor Michael Broadbent. Seit sie vor mehr als 20 Jahren eine Flasche aus dem 18. Jahrhundert präsentierten, die für 105.000 Pfund einen Käufer fand, umspült den weltweiten Weinhandel eine Flut gefälschter Luxusweine, ein Strom, den die FBI-Ermittler jetzt trockenlegen wollen.

Flaschen machen Leute

An einem Tag im März 1985 erreicht den damaligen Schlagerproduzenten Hardy Rodenstock ein Anruf aus Paris. Ihm wird Wein angeboten, alte Flaschen, verkorkt, mit Lack versiegelt und in einem Pariser Keller bei einem Mauerdurchbruch entdeckt. Rodenstock liebt alten Wein. Er sieht im Genuss einer alten Flasche "den ganzen Liebesakt", inklusive "Lebenslust und Lasterhaftigkeit". Die Szene der Verehrer greiser Tropfen ist klein, international und vermögend. Wie manche von Sex mit Elisabeth Flickenschildt träumen und ein Vermögen für deren letzten Lustseufzer gäben, delektieren sich andere eben am letzten Hauch moribunder Weine.

Rodenstock gehört noch nicht lange zur Szene, ein klassischer Parvenü - findsam und rege und seit Kurzem im Begriff, sich als Sammler und Trinker alter Tropfen einen Namen zu machen. Trotzdem steht er bereits im Ruf, gern und viel zu kaufen und gleich und bar zu zahlen. Darum erreicht der Anruf aus Paris auch den deutschen Nabob, damals wohnhaft im Westerwald. Er springt in die nächste Maschine an die Seine und eilt zur angegebenen Adresse im Marais, jenem Bezirk, der zur Zeit Ludwigs XVI. das Diplomatenviertel war. Dort erblickt Rodenstock die Fundstücke hinter der verheißenen Kellermauer.Man kann das so erzählen, weil Rodenstock es später so berichtet hat. Er beschreibt es und lässt sich zitieren in "Spiegel", "FAZ" und anderen Blättern.

Die "Jefferson-Flaschen" machten alte Weine schick

Er sieht also die Flaschen. Sie werden von einem Herrn mit französischem Akzent angeboten. Auf der Ware ist an entscheidenden Stellen der Firnis der Zeit entfernt, dort, wo Gravuren sichtbar sind, Zahlen und Wörter in flüssiger Schrift: 1784 und 1787, Château Lafitte (so die frühere Schreibweise), Château Branne-Mouton, Château Margaux und Château d'Yquem; dazu die Kürzel "Th. J.". Es sind die Namen von Weingütern im Bordeaux. Rodenstock hat schon manche mundgeblasene Bouteille vernascht. Er kann Alter wie Echtheit einschätzen. Derart gravierte Exemplare wurden zwar vorher noch nie gesichtet und sind auch später nie mehr aufgetaucht - Form und Machart der Flaschen, Jahreszahlen und Château x lassen ihn aber ans Gesäß greifen. Er bezahlt den Verkäufer bar, packt die Trouvaillen in einen gepolsterten Alukoffer und sagt Adieu. So weit Version eins.

Version zwei ist neuer, ist auch von Rodenstock, klingt aber so: An einem Tag im März erreicht ihn ein Anruf aus Paris, alles wie beschrieben. Er fliegt hin, fährt aber nun zu einem Lagerhaus. Wo das lag, weiß er nicht mehr. Wie der Herr mit dem Akzent hieß? Rodenstock bedauert. Die Story mit dem Keller und dem Umbau? Achselzucken. Er will den Fundort nie gekannt haben. Der Verkäufer ist wohl tot. Rodenstock sieht Pullen, Namen, Jahrgänge, zahlt und geht. Das ist sonderbar. Schließlich war dieser Trip der wichtigste seines Lebens, die ergatterten Flaschen machten ihn im Nu deutlich reicher und weltberühmt. Zuvor war Rodenstock Schlagerproduzent. Er betreute Tina York, Tony Marshall und Gottlieb Wendehals. Die Frucht seiner Arbeit waren Schalala- und Schängeläng-Liedchen, zu denen Kassiererinnen träumen und Feldwebel Hojahojaho singend mit Bierflaschen im Takt klopfen. Diese Reise wandelt eine haarige Raupe in einen Schmetterling.

Seltsame Erinnerungslücken

Wie oft wird er sich den Glückstag in Erinnerung gerufen haben. Nähme es wunder, wenn er ihn für seine Nachkommen aufgeschrieben hätte? Und jetzt ist ihm, ach, fast alles entfallen. Nicht lange, und die Weine werden vom Auktionshaus Christie's in London als 200 Jahre alte Flaschen identifiziert. Dafür stehen Urteil und Name Michael Broadbents, der als Gentleman des Weins gilt. Die Versteigerung einer einzigen dieser Flaschen wird einen Boom auf dem Markt alter Weine auslösen, der bis heute anhält, bei dem bislang Hunderte von Millionen Dollar, Pfund und Euro den Besitzer wechselten und der jetzt fürs Erste zusammenbrechen wird. Aber das ist heute. 1985, da ist noch alles rosig, da brechen für Rodenstock die schönsten Jahre seines Lebens an, mit viel Wein, viel Weib und viel Gesang.

Hrady Rodenstock, 65, wurde durch die "Jefferson-Flaschen" weltberühmt. "Alles Schwindel", behauptet sein Gegner©

Er wird ein Prinz der Münchner Bussigesellschaft. War er zunächst mit einer No-name-Frau verheiratet, wechselt er bald zu Tina York und wieselt sich über weitere Stationen zu Helga Lehner, einer Schauspielerin und ehemals "schönsten Frau Münchens". Er darf sich sonnen. Vielleicht ist seine zweite Version vom März 1985 so karg und kurz, weil seit August 2006 eine Klage vorliegt, anhängig beim Bezirksgericht Manhattan-Süd. Rodenstock hat sie kommen sehen, die dunklen Wolken, es kamen ja drängende Faxe aus den USA. Vertreiben konnte er sie nicht: Binnen wenigen Monaten ist dem Sonnyboy ein Gegner erstanden, so wie Don Giovanni der steinerne Gast begegnet. Der Komtur in dieser Oper ist ein US-Milliardär namens William "Bill" Koch, ein Sports- und Geschäftsmann, ein in Rechtshändeln bewährter Haudegen, der "Dammit!" ruft: "Meinhard Görke, Sie sind ein Betrüger, und mich verarschen Sie nicht!"

Fälschungen häuften sich

Wie jetzt, Meinhard Görke? Görke nennt Kläger Koch aus Florida seinen deutschen Gegner, jenen Mann, den alle Welt als Hardy Rodenstock kennt. "Jahrelang habe ich mit dem Wein getrunken, nie wusste ich, dass Rodenstock ganz anders heißt", sagt Karl-Heinz Wolf, Gründer des Gourmetlieferanten Rungis-Express. "Rodenstock soll Görke heißen? Hat er mir nie gesagt", sagt Fußball-Weltmeister Paul Breitner, noch ein alter Weg- und Weingefährte Rodenstocks, der sich aber längst von ihm distanziert hat. Koch ließ gegen Rodenstock ermitteln. Danach ist der Mann ein Herr mit erstaunlich vielen Wohnsitzen und ständig wechselndem Aufenthaltsort, der in Wahrheit wie eine Mischung aus Gurke und Möhre heißt und am 7.12.1941 in Marienwerder geboren wurde. Der Künstlername "Rodenstock" steht allerdings im Pass, ihn hat sich der Schlagerproduzent zugelegt, als er schon Nebengeschäfte mit Wein machte, "die ich aber laut meinen Verträgen nicht machen durfte".

Rodenstock, so Kochs Klageschrift, ist ein "Schwindler", und der Kläger sieht sich als "eines von vielen Opfern" in "einem anhaltenden Plan zum Betrug von Weinsammlern". Rodenstock beteuert seine Unschuld. Für Weinbeißer ist es erschütternd: Rodenstocks Geschichte mit den alten Flaschen aus dem Marais-Keller - getürkt? 20 Jahre lang ist alles zu Rodenstock geeilt, was Kenner sein wollte. Bei seinen großzügigen Raritätenproben zu sein war der Ritterschlag nicht nur der deutschen Society. Phänomenal, wie und wo der Kerl so viele alte Weine aufzutreiben wusste. Aus Zarenkellern, die selbst die Sowjets nicht gefunden hatten, rettete er sie, in den schottischen Highlands trieb er sie auf, in Venezuela hob er sie aus tropischem Moder, wie ein Indiana Jones der Weinszene. Man ging in eine Rodenstock-Probe wie in einen Gottesdienst.

"Märchenprinz, Geheimagent und Gentleman"

September 1998, andächtig betreten 90 Gäste den kleinen Saal des "Königshof" in München - sie bestaunen, was Rodenstock zur 18. Raritätenprobe beschafft hat. 125-mal d'Yquem steht da, der berühmteste Süßwein der Welt. Schon junge Yquems kosten ein Sümmchen. Hier aber ist nicht allein das ganze 20. Jahrhundert versammelt, das 19. ist mit 39 Weinen dabei, und die zwei ältesten Flaschen sind aus dem 18. Jahrhundert. Mittrinken darf Finanzpotenz und Prominenz: Franz Beckenbauer zieht den ersten Korken - und zerfetzt ihn im Flaschenhals. Walter Scheel parliert mit Wolfgang Porsche, Glasfabrikant Riedel plaudert mit Dieter Kürten, Paul Breitner grüßt den Witzigmann Eckart, Asiaten haben ihren eigenen Tisch. Am Ende des mehrtägigen Gelages feiert der "Spiegel" Rodenstock als "Weinguru", für die "Woche" gehörte er zu den "drei oder vier berühmtesten Trinkern der Welt", und für die "FAZ" war er schon vorher dreifaltig: "Märchenprinz, Geheimagent, Gentleman". Wenn dieser Herr ein Hochstapler ist, dann hat die Weinwelt ein Problem

Übernommen aus ... Stern Ausgabe 12/2007

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Gentleman TH Verkäufer
KOMMENTARE (8 von 8)
 
heiner5362 (26.03.2007, 16:46 Uhr)
ach wie schön
dass die protzer mal über den tisch gezogen werden.
wer kleine leute mit dubiosen verschachtelten verträgen abzockt und noch darüber ablacht hat nichts besseres verdient.
der kleine mann wird in den ruin getrieben, die schickeria is "not amused". ich verkauf denen mal altes frittenöl als "Balsam aus Lourdes", lasse per expertise einen stehimbiss frittenöl für balsam erklären und der laden heisst lourdes.
na und ???
kurz etiketten künstlich gealtert und ab die post, rein ins verkaufsgeschäft.
namen sind schon immer schall und rauch, wer sich davon blenden lässt ist selbst schuld.
möhre kann sich warm anziehen, das kapital kennt keine gnade.
man sollte nie zu hoch pokern hehehe.
mspingler (26.03.2007, 13:32 Uhr)
"Horberger Schießen"
Wer geglaubt hat, die heilige Inquisition sei eine mittelalterliche Angelegenheit gewesen, und längst in Vergessenheit geraten, der wird mit der aktuellen Ausgabe des „Stern“ eines Besseren belehrt.
Manege frei für den Großinquisitor! Sein Name ist Bert Gamerschlag, seines Zeichens Journalist, Feinschmecker und Hobbykoch, bekannt für sein Zitronenrisotto (viel mehr Gehaltvolles findet man auch bei Google nicht), welches er einst Herrn Kerner kredenzen durfte, und selbst ernannter Gourmet-Polizist. Seine Bestimmung scheint zu sein, die Gourmetwelt aufzuklären, und zwar über einen unglaublichen Verdacht, der die gesamte Weinwelt in Aufruhr versetzt.
Der vermeintliche Hexer in diesem mittelalterlichen Drama heißt Hardy Rodenstock, seines Zeichens ein wirklicher Genießer und vor Allem Weinkenner und -sammler, eine „Ikone“ der Weinwelt, wie Gamerschlag schreibt. Doch die Zeit der Huldigung ist vorbei, denn die „Ikone wird zum Popanz“. Ist es das, was ihn treibt, diesen Herrn Gamerschlag? Der Popanz? Das Schreckgespenst? Macht Rodenstock ihm vielleicht Angst? So erscheint es dem geneigten Leser, denn, ohne ihm eine gewisse Eloquenz absprechen zu wollen, seine Wortwahl und sein akribische, ja fast schon fanatische Aneinanderreihung von Details der vergangenen zwanzig Jahre, erwecken den Anschein, dass er schon lange auf diese Gelegenheit gewartet hat - ja geradezu darauf hingearbeitet hat - endlich diesen großen Mann des Weines, um bei Gamerschlags Jargon zu bleiben, „in die Pfanne zu hauen“!
Und er hat sich Verstärkung geholt... Respekt! Alte, pensionierte FBI-Agenten und diesen bunten Vogel, den Amerikaner, das Kind, das allen die Augen öffnet und ruft „Der Kaiser ist nackt!“. Schönes Bild. Womit hat eigentlich dieser Ami sein Geld verdient, dass er solche Unsummen für einige Flaschen Wein auf den Tisch packen kann? Vielleicht mit seiner Sammelleidenschaft, den Waffen? Hat er damit vielleicht seinen Reichtum angehäuft? Na, wenn das mal nicht genauso moralisch verwerflich wäre... aber, Moment, seine Person steht ja hier nicht zur Debatte!
In diesem Artikel über einen Mann, der als Künstlermanager begann, steckt soviel Missgunst, Argwohn und Neid, dass man sich fragt: was hat der Rodenstock dem Bert getan?! Gamerschlags ironischer Unterton schwingt in jedem Satz mit. Sarkasmus in Reinform. Krampfhaft versucht er, die Ikone Rodenstock und sein Leben auf übelste Art und Weise ins Lächerliche zu ziehen. Er vermittelt ein Bild, das so keinesfalls der Realität entspricht und zeichnet mit seinen Worten und den abgedruckten Fotos ein Abbild einer schillernden Figur, das an den „Paten“ erinnert. Da - wieder so ein Gespenst, wieder die Frage: ist es das, was Bert Gamerschlag, diesen Schöngeist, der sich eigentlich doch mit den angenehmen Dingen des Lebens befasst, antreibt, eine solche Hetzkampagne zu starten? Es erinnert an viel beschriebene Verschwörungstheorien und dem Leser drängt sich der Verdacht auf, wenn es so etwas im politischen Alltag und im wirtschaftlichen Geschehen gibt, warum nicht auch in den Gourmetkreisen dieser Welt?
Die VW-Affäre ist ein alter Hut, bei Siemens wurde schon immer gemauschelt, und mit dem Untergang der Ära Kohl sind auch die Schmiergeld-Affären unserer Politiker in Vergessenheit geraten... und somit war sie da, die Gelegenheit für Bert Gamerschlag, mal so richtig weit auszuholen und die Welt der Gourmets und Schwerreichen, die bisher zu bequem waren, das Dargebotene in Frage zu stellen, und es vorzogen, sich in ihrer eigenen Eitelkeit zu sonnen, in Aufruhr zu versetzen... Puzzleteil für Puzzleteil seiner ach so verwobenen Theorie wurde zusammengelegt, recherchiert, mitunter auf mehr als zweifelhafte Art und Weise, und so entstand die Geschichte, die man in der aktuellen Ausgabe des „Stern“ nachlesen kann.
Zweifelsohne, gut verpackt und gut geschrieben, sind alle Teilchen des Puzzles so zusammengesetzt worden, dass eine Story dabei herausgekommen ist, die einem guten Krimi durchaus das Wasser reichen kann: Der Inquisitor Gamerschlag stellt die Ikone Rodenstock als Hexer an den Pranger.
Mir persönlich stellt sich jedoch die Frage ob es seriös ist, sich an der Entdeckung aufzureiben, dass Rodenstock sich – welch ein Affront! – vor Jahrzehnten einen „Künstlernamen“ zugelegt hat. Praktisch, dass man den Geburtsnamen als Vorlage für ein derart kreatives Wortspiel („Gurke und Möhre“) heranziehen kann.
Meine erste Assoziation geht in diesem Zusammenhang sofort in die 60er und 70er Jahre – zum historisch-niveaulosen Stil eines Franz-Josef Strauß in seinen Äußerungen gegenüber einem gewissen Herbert Ernst Karl Frahm. Besser bekannt als Willy Brandt. Wie Strauß damals, bekleckert sich Gamerschlag heute auch nicht wirklich mit Ruhm in dieser Beziehung.
Macht die Tatsache, seit Jahrzehnten einen anderen Namen zu tragen, einen Menschen automatisch verdächtig? Kann ja nun mal nicht jeder „Bert Gamerschlag“ heißen, nicht wahr?
Die Wortwahl, die Details und das daraus entstehende Gesamtbild lassen tief blicken und es drängt sich der Verdacht auf, Rodenstock habe Bert Gamerschlag irgendwann einmal zutiefst verletzt. Denn das ist es, was aus jedem Wort seines Artikels schreit, was zwischen den Zeilen steht: Bert Gamerschlag hat zur Inquisition gerufen, der Hexer muss verbrannt werden – und auf dem Weg dahin macht die investigative Journallie weder vor indiskreten Befragungen von 80jährigen Seniorinnen, noch vor internen Daten lokaler Stadtverwaltungen halt.
Ob Rache und verletzter Stolz die Motive für seine Anklage sind, bleibt wohl sein Geheimnis. Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es sich bei dieser Geschichte um einen gleichermaßen lächerlichen Fauxpas handelt, wie es seinerzeit mit den Hitlertagebüchern der Fall war. Da hat sich der „Stern“ auch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt und ist böse aufs Gesicht gefallen - nun, wir werden es hoffentlich erfahren....
weller_b (26.03.2007, 11:31 Uhr)
Kein Ruhmesblatt
Da laufen abgehalfterte FBI-Agenten sicher zu Höchstform auf...
Seit wann ist es ein Verbrechen, einen "Künstlernamen" zu haben? Dieser Teil erinnert schmerzlich an die Strauß'schen Schlammschlachten gegen Willy Brandt. Kein Ruhmesblatt! Damals nicht und jetzt genauso wenig.
hevosenkuva (26.03.2007, 11:03 Uhr)
wer betrogen werden will...
der wird eines Tages auch betrogen. dieser Fall weist erstaunliche Parallelen zu den Hitler-Tagebüchern auf: Kujau reagierte auch auf die Sensationsgier der Menschen und ihm wurden ebenfalls, allerdings deutlich weniger offensichtliche, handwerkliche Fehler zun Verhängnis.
aber alten Wein mit altem Brot zu vergleichen ist trotzdem ein Blödsinn.
JosefG (26.03.2007, 02:31 Uhr)
Sammler?
Ob sich nun "Sammler" K. eine gefakte, angeblich 200-Jahre alte Rotwein-Flasche oder eine künstlich gealterte Tschibo-Rolex zu Fantasiepreisen andrehen lässt, auf jeden Fall ist ihm nun der Spott sicher. Und den hat er sich ja als neureicher "Universalsammler" und Dilettant redlich verdient.
Da es keine "Kunst-Aufsicht" gibt, bei der man alle Kunstgeschäfte zu zertifizieren hat, wird auch hier nichts "verfolgt".
Mich erinnert das ganze an die "Ich will mein Geld zurück"-Telekom- Aktionäre. Dumme Leute, welche die Spielregeln nicht verstanden haben.
Farlion (25.03.2007, 22:32 Uhr)
Betrug ist Betrug
Egal, ob ein "Reicher" oder ein "Armer" abgezockt wird, Betrug ist nunmal Betrug und gehört verfolgt. Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass gerade die Wohlhabenderen auf teilweise wirklich dümmliche Tricks reinfallen. Spätestens seit Kujaus Hitler-Tagebüchern sollten doch zumindest deutsche Geschäftsleute wissen, auf was für einen Mumpitz man reinfallen kann.
starmax (25.03.2007, 18:10 Uhr)
Es wundert mich
dass Ihnen diese simple Begebenheit zum Thema Betrug unter Reichen) soviel Recherche und etliche Heftseiten wert sind. Schade um den vielen Platz im Heft!
derkleineRolf (25.03.2007, 14:11 Uhr)
macht nix
Wenn irgendwelche Leute, die scheinbar zuviel Geld haben, abgezogen werden. Welcher halbwegs normal Denkende würde sich ein 100 Jahre altes Brot kaufen? Der gute Herr Rodenstock befriedigt halt Bedürfnisse....
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