Welches Tier sind Sie?

26. März 2007, 10:05 Uhr

Sind Sie so selbstbewusst und mutig wie ein Löwe? Oder eher konflikt- und problemscheu wie ein Hund? Oder sind Sie eher ein gutgelaunter Besserwisser-Bär wie Manfred Krug? Der berühmte Dompteur Gerd Simoneit-Barum hat sieben Tiertypen charakterisiert, die häufig bei Menschen anzutreffen sind.

Löwen sind selbstbewusst und mutig. Typische Löwen sind Joschka Fischer, Mick Jagger und Udo Jürgens©

Welches Tier sind Sie? Und welches Tier ist Ihr Partner, Ihr Kind, Ihr Vorgesetzter, Ihr Kollege ? Sieben Tiere stehen zur Auswahl, von denen fünf klassischerweise in jeder guten Zirkusmanege zu finden sind: Tiger, Löwe, Elefant, Bär und Leopard - und außerdem zwei Alternativen: Hund und Katze, denn nicht jeder von uns ist zum Raubtier oder zum Exoten geboren.

Lassen Sie sich auf das unterhaltsame Spiel ein, das eigene Wesen (oder das eines anderen) mit Tierprofilen zu vergleichen. Vielleicht verstehen Sie sich und andere über diesen Umweg ja besser - und eventuell finden Sie über die folgenden Typologien auch Wege, nachsichtiger mit sich und anderen umzugehen, zu kommunizieren oder Konflikte zu lösen.

Die meisten Menschen sind Mischtypen. Es kann also sein, dass bei Ihnen zwei Typen dominieren. Vielleicht sind Sie eine Tiger-Katze oder ein Löwen-Bär? In diesem Fall lesen Sie die Beschreibungen beider Tiere.

Eine Kombination wie Tiger-Hund oder Leoparden-Elefant jedoch ist fast unmöglich. Im menschlichen Zusammenleben treffen häufig Charaktere aufeinander, die sich als Tiere in freier Wildbahn nur schlecht vertragen. Doch kommt man besser miteinander aus, wenn man weiß, warum der andere so ist, wie er ist und wie man am besten mit ihm kommuniziert.

Auf diese Weise kann man typische Missverständnisse vermeiden, Konflikte entschärfen und grundsätzlich das Klima verbessern.

Alle Fragen aus "Die Kunst, mit dem Tier im Menschen umzugehen", Gerd Siemoneit-Barum/Robert Griesbeck, Gräfe und Unzer Verlag

Frage 1

Ihr Chef kritisiert Sie vor Ihren Kollegen, Ihrer Meinung nach übertrieben hart und noch dazu ungerecht. Wie reagieren Sie?

>> Ich schweige, aber diese Kritik vergesse ich nie. Ich werde es ihm ewig nachtragen - und irgendwann wird sich einmal die Gelegenheit ergeben, es ihm heimzuzahlen. (Elefant)

>> Ich werde spitz und frage ihn, ob er seine Position nicht vielleicht etwas überschätzt. (Leopard)

>> Ich nicke ergeben und verspreche, es in Zukunft besser zu machen. (Hund)

>> Ich kündige. (Katze)

>> Ich antworte ihm, dass ich die Kritik ungerecht finde und den Ton ungehörig. (Löwe) >> Ich gebe im selben Ton zurück und fange vor versammelter Mann schaft einen ordentlichen Streit mit ihm an. (Tiger)

>> Ich warte, bis er draußen ist, dann mache ich mit den Kollegen ein paar Witze über ihn. (Bär)

Frage 2

Wo fühlen Sie sich am wohlsten?

>> In einem Haus mit viel Ausblick. (Tiger)

>> In einer gemütlichen Wohnung mit großer Essküche. (Bär)

>> In einem Baumhaus. (Leopard)

>> Egal, mir gefällt's überall. (Elefant)

>> In einer großzügigen Penthouse-Wohnung. (Löwe)

>> In einer Blockhütte. (Hund)

>> In einer schicken Maisonette-Wohnung. (Katze)

Frage 3

Ein Kollege versucht, Ihnen eine unangenehme Arbeit zuzuschieben, die eigentlich seine wäre. Wie reagieren Sie?

>> Ich sage einfach Nein. (Löwe)

>> Ich fahre ihn an, was er sich eigentlich dabei denkt. (Tiger)

>> Ich tue ihm den Gefallen, weil ich das sowieso schneller erledige als er, und lasse mich dafür von ihm zu einem Drink einladen. (Bär)

>> Ich übernehme die Arbeit, weise ihn aber künftig des Öfteren darauf hin, dass das eigentlich seine Aufgabe gewesen wäre. (Elefant)

>> Ich frage ihn, ob er nicht im Gegenzug eine meiner lästigen Pflichten übernehmen möchte. (Leopard)

>> Ich übernehme die Arbeit. (Hund)

>> Ich nehme die Arbeit an, lasse sie aber liegen und ignoriere sie. (Katze)

Frage 4

Was würden Sie aus dieser Speisekarte wählen?

>> Sushi (Leopard)

>> Eintopf mit Speck (Elefant)

>> Gulaschsuppe (Hund)

>> Räucherlachs (Katze)

>> T-Bone Steak mit Pommes frites (Löwe)

>> Lammrücken blutig (Tiger)

>> Bratwurst mit Kartoffelsalat (Bär)

Frage 5

Fühlen Sie sich oft von anderen missverstanden?

>> Keine Ahnung. (Löwe)

>> Ja, aber ich wiederhole meine Botschaft dann so oft, bis man mich versteht. (Leopard)

>> Ja. Und das macht mich traurig. (Hund)

>> Ja. Und das ist mir egal. (Katze)

>> Ja, aber das ist nicht mein Problem. (Tiger)

>> Nein, ich komme mit jedem prima aus. (Bär)

>> Wenn mich jemand nicht versteht, werde ich ihn ignorieren. (Elefant)

Frage 6

Wie sieht ein perfektes Wochenende bei Ihnen aus?

>> Shoppen, ein exklusives Essen und danach ins Theater. (Leopard)

>> Gemütlich entspannen, Fernsehen, viel Spaß haben. (Elefant)

>> Schlafen, Fernsehen, Freunde treffen. (Hund)

>> Allein um die Häuser ziehen. (Katze)

>> Viel Sex, viel Essen, viel Ruhe. (Löwe)

>> Aufregende Erotik, spannende Spiele. (Tiger)

>> Party, Party, Party. (Bär)

Frage 7

Welche ist Ihre Lieblingsstadt?

>> Rom (Löwe)

>> New York (Tiger)

>> Berlin (Bär)

>> Paris (Leopard)

>> Köln (Elefant)

>> München (Hund)

>> Amsterdam (Katze)

Frage 8

Wie reagieren Sie, wenn Sie wütend werden?

>> Ich werde noch ein paar andere wütend machen. (Leopard)

>> Ich werde mich an ein paar Schwächeren rächen. (Hund)

>> Ich werde fauchend weglaufen. (Katze)

>> Ich brülle alle an. (Löwe)

>> Dann fliegen die Fetzen. (Tiger)

>> Dann werde ich schon mal laut. (Bär)

>> Ich bleibe äußerlich ruhig, aber ich koche innerlich umso mehr. (Elefant)

Frage 9

Wovor haben Sie am meisten Angst?

>> Mich vor meinem Partner zu blamieren. (Bär)

>> Mich in der Öffentlichkeit zu blamieren. (Elefant)

>> Vor unvermittelten Aggressionen. (Leopard)

>> Fällt mir nichts ein. (Löwe)

>> Nur vor Naturgewalten. (Tiger)

>> Zuneigung zu verlieren. (Hund)

>> Vor der Gefangenschaft. (Katze)

Frage 10

Was ist Ihnen an einer Partnerschaft am wichtigsten?

>> Dass Harmonie herrscht. (Bär)

>> Dass wir zusammen viel Spaß haben. (Hund)

>> Dass ich mich wohl fühle. (Elefant)

>> Dass wir im Bett gut zusammen passen. (Tiger)

>> Dass sich der andere um mich kümmert. (Löwe)

>> Dass wir zusammen eine aufregende Zeit haben. (Leopard)

>> Dass wir eine Familie gründen. (Katze)

Frage 11

Welche Sportart liegt Ihnen am meisten?

>> Marathon (Tiger)

>> Schwimmen (Löwe)

>> Asiatischer Kampfsport (Leopard)

>> Joggen (Katze)

>> Boxen (Bär)

>> Fußball (Hund)

>> Kraftsport (Elefant)

Frage 12

Wie lösen Sie Konflikte mit anderen?

>> Ich warte, bis sich der Konflikt von selbst löst. (Bär)

>> Ich warte ab, bis der andere auf mich zukommt. (Hund)

>> Ich gehe darüber hinweg, aber ich vergesse es nicht. (Elefant)

>> Ich suche sofort die Konfrontation. (Tiger)

>> Ich stelle meinen Gegner und mache ihm meine Position klar. (Löwe)

>> Ich werde im Hintergrund den Konflikt weiter anheizen. (Leopard)

>> Ich werde laut und trage den Streit offen aus. (Katze)

Frage 13

Sind Sie eifersüchtig?

>> Nein. (Löwe)

>> Nur einmal im Jahr. (Tiger)

>> Ja, und dann werd ich eklig. (Bär)

>> Das kommt manchmal ganz plötzlich. (Leopard)

>> Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, es je gewesen zu sein. (Elefant)

>> Ja, auf jeden und auf jede. (Hund)

>> Selten - und dann nur kurz. (Katze)

Frage 14

Welche Ihrer Eigenschaften würden Sie am liebsten ablegen?

>> Mein nachtragendes Gedächtnis. (Elefant)

>> Meinen blinden Gehorsam. (Hund)

>> Mein Fluchtverhalten. (Katze)

>> Keine. (Löwe)

>> Meine cholerische Ader. (Tiger)

>> Meine Gutmütigkeit. (Bär)

>> Meine Sprunghaftigkeit. (Leopard)

Frage 15

Womit kann man Sie aufregen?

>> Krach. (Elefant)

>> Mit plötzlichen Überraschungen. (Hund)

>> Naturkatastrophen. (Katze)

>> Mit erotischer Ausstrahlung. (Löwe)

>> Wenn Gefahr in der Luft liegt. (Tiger)

>> Da muss schon viel passieren. (Bär)

>> Ich bin ständig aufgeregt. (Leopard)

Löwen - die selbstbewussten Souveräne

Man nennt sie zu Recht Könige der Tiere. Kaum ein Tier hat so viel Mut. Und wenn ein Löwe erst mal in Fahrt ist, kann ihn nichts und niemand stoppen. Er ist nach dem Tiger die größte Großkatze. Ein Löwenmännchen kann bis zu 190 Zentimeter lang werden, dazu kommt noch der bis zu einem Meter lange Schwanz. Mit einer Schulterhöhe von etwa 120 Zentimetern und einem durchschnittlichen Körpergewicht von bis zu 300 Kilo ein beeindruckendes Kraftpaket. Löwen sind interessiert und verspielt, aber sie werden einer Sache auch schnell überdrüssig. Sie können in einem Moment ein tobendes Energiebündel sein und im nächsten schnarchend am Boden liegen. Löwen sind Familientiere. Die Weibchen kooperieren, jagen im Verband und lassen dem Männchen den Vortritt beim Fressen. Die Biologie kennt keine "political correctness".

Menschliche Löwen Wenn Sie selbst ein Löwe sind, werden Sie sich kaum Gedanken darüber machen, wie Sie auf andere wirken und ob Sie etwa im Zusammenleben und -arbeiten einmal einen falschen Ton anschlagen. Als Elternteil, Lehrer und Chef sind Sie eine gute Besetzung - als Untergebener, Kollege oder Jugendlicher (bis zum Ende der Pubertät) werden Sie es nicht ganz leicht haben. Eine Position am unteren Ende des Treppchens einzunehmen, widerspricht Ihrem Naturell, und daraus können sich leicht Konflikte ergeben. Es ist aber nur ein Missverständnis, wenn Sie als Schüler oder Angestellter den Anschein erwecken, Sie wären eigentlich der Chef. Löwen können nicht diplomatisch sein, sie müssen immer die Wahrheit sagen und reagieren schnell und spontan. Was sie auch tun, sie tun es laut und für alle anderen deutlich sichtbar. Sie sind nett und kumpelhaft, lachen gern und haben eine ausdrucksvolle Mimik und Gestik. Ihr Selbstbewusstsein ist erstaunlich groß.

Löwenpartner Beruflich wie privat mag der Löwe alle, die so sind wie er - nur dürfen sie nicht ganz so großartig sein. Löwen kommen mit so ziemlich allen anderen Charakteren aus (wenn diese sie nicht zu beherrschen versuchen), außer mit dem typischen Tiger. Dessen Einzelgängermentalität und seine ständig spürbare Hochspannung wirken unheimlich und verwirrend auf sie. Für Hunde ist der Löwe der perfekte Rudelführer, für Katzen ein anbetungswürdiges Vorbild. Er ist ein Vertrauter des Elefanten und ein Kumpel und Freund des Bären, für Leoparden jedoch ein deutliche Warnung.

Prominente Löwen Löwen im Menschenkostüm sind (oder waren) Madelaine Albright, Senta Berger, Dieter Bohlen, Bill Clinton, Sean Connery, Queen Elizabeth II. und ihr Prinzgemahl Philipp, Hannelore Elsner, Joschka Fischer, Mick Jagger, Udo Jürgens, Milva, Tobias Moretti, Gerd Schröder und Franz Josef Strauß.

Löwenchefs Sie sind im Allgemeinen ruhig und entspannt, lassen gern andere die Arbeit machen, können gut delegieren und wissen genau zwischen Wichtig und Unwichtig zu unterscheiden. So nett sie sind, wenn alles klappt, so unerbittlich werden sie, wenn Untergebene Fehler machen oder sie gar zu betrügen versuchen. Der Löwenchef schlägt dann eisenhart zu, oft überzogen, manchmal sogar jenseits aller guten Manieren. Man sollte nie versuchen, gegen einen Löwen eine heimliche Koalition zusammenzustellen - das könnte schlimm enden. Menschliche Löwen können ihre Qualitäten besonders gut als Verantwortungsträger in Politik und Wirtschaft beweisen, als Mediziner oder Banker, aber auch als Vorstand eines Vereins und im mittleren und gehobenen Beamtendienst. Im Dienstleistungssektor sind sie meist eine Fehlbesetzung.

Löwenattacken und die Abwehr Wenn ein menschlicher Löwe angreift, tut er das nicht ohne Vorwarnung. Knurren, Brüllen und sich Aufplustern gehören zu seinem Standardrepertoire. Er liebt Gegner, die nicht sofort weglaufen, die sich das Gebrülle länger anhören und sogar ein wenig gegenhalten. Was er nicht mag, sind Leute, die genauso laut zurückbrüllen. Wer also von einem menschlichen Löwen angegriffen wird, sollte seine Zeit nicht mit Argumenten oder Entschuldigungen vergeuden. Flucht ist die einzig richtige Strategie. Bringen Sie Zeit und Abstand zwischen sich und den Löwen, und lassen Sie seinen Zorn verrauchen. Das geht meist sehr schnell. Später versöhnen Sie ihn mit freundlichen Worten und kleinen Aufmerksamkeiten. Dann ist der Löwe Ihren Argumenten gegenüber offen und kann sich auch für seine Fehler entschuldigen, denn er ist ebenso angriffslustig wie großzügig.

Lebensweisheiten der Löwen >> Wird schon klappen, hat bisher immer geklappt.

>> Wieso sollte uns die Konkurrenz zuvorkommen?

>> Wir sind unschlagbar.

>> Abwarten und Tee trinken.

>> Wir nehmen einfach meine Idee.

Konferenz der Löwen Eine Löwenkonferenz zeichnet sich durch Gebrüll aus. Der Lauteste redet am meisten, keiner in der Runde denkt daran, den anderen ausreden zu lassen, niemand kümmert sich um das Thema - trotzdem sind am Ende alle der Meinung, es wäre eine effektive Runde gewesen. Wer Ergebnisse erwartet, sollte sie sich nicht von einer Löwenkonferenz erhoffen. Mehr als einen menschlichen Löwen verträgt keine Sitzung, und der sollte möglichst das Sagen haben.

Löwenlösungen Probleme löst der Löwe mit dynamischer Pranke. Egal, welche Richtung er auch einschlägt - die Schwierigkeit existiert nicht mehr, nachdem er sich ihrer angenommen hat. Entweder er hatte tatsächlich Erfolg, oder er ändert einfach seine Sichtweise. Alle, die einen Löwen beim Krisenmanagement beobachten, müssen zugeben, dass er diese Technik meisterhaft beherrscht. Und dass eine "gefühlte" Problemlösung besser ist als keine.

Löwenargumente >> Das haben wir immer schon so gemacht.

>> Hat jemand etwa einen besseren Gedanken als ich?

Tiger - die cholerischen Einzelgänger

Tiger sind die größten und stärksten Raubkatzen der Erde. In ihnen hat sich Temperament perfekt mit Eleganz und Kraft verbunden. Sie sind Einzelgänger, die durch riesige Jagdreviere schleichen. Sibirische Tiger etwa beanspruchen ein Revier von bis zu 250 Quadratkilometern. Sie sind gewandter und katzenhafter als Löwen. Tiger sind introvertiert, immer wach und angespannt. Sie scheinen bei einer Beute oder einem Gegner fast spielerisch den Schwachpunkt zu finden, bis sie schließlich blitzschnell zuschlagen. Wenn ein Tiger etwas in seinen bis zu zehn Zentimeter langen Krallen hat, lässt er es nicht mehr los, und irgendwann folgt dann der tödliche Nackenbiss.

Menschliche Tiger Menschliche Tiger sind verschlossen und emotional sprunghaft, und sie gehören trotz ihres dynamischen Auftretens zu den Personen mit geringerem Selbstbewusstsein. Sie beobachten und kontrollieren sich ständig selbst - aber auch alle anderen. Entspannt sind sie nur, wenn sie allein sind. Es gibt wenige Menschen, denen sie vertrauen, und es dauert lange, bis sie sich Fremden gegenüber öffnen. Menschliche Tiger können ihre Qualitäten besonders gut als Selbstständige, als Chefs in mittelständischen Unternehmen, in der Politik und beim Militär unter Beweis stellen. Auf dem Dienstleistungssektor sind sie meist eine komplette Fehlbesetzung.

Tigerpartner Ihr Verhältnis zu Löwen ist gespannt, sie beneiden sie um ihre fröhliche Selbstsicherheit. Leoparden misstrauen sie zutiefst, Bären und Elefanten sind für sie nützliche Hilfskräfte und Katzen nette Wesen, die man nicht ernst zu nehmen braucht. Gegenüber Hunden besteht eine völlige Abneigung, trotzdem umgeben sie sich mit ihnen häufig als treue Hilfskräfte.

Prominente Tiger Tiger im Menschenkostüm sind dynamische Machertypen wie Tony Blair, Steffi Graf, Gregor Gysi, Jörg Haider, Madonna, Hermann Maier, Dirk Nowitzki, Michael Schumacher und Alice Schwarzer.

Tigerchefs Mit einem Tiger als Chef ist das Leben nicht leicht. Sie sind zackig und aggressiv, sie greifen schnell und ohne Vorwarnung an und vertragen es nicht, wenn man anderer Meinung ist als sie. Zuerst verurteilen sie einmal alles, was nicht ihren Vorstellungen entspricht. Sie sind cholerisch und laut, argumentieren gern unsachlich und haben manchmal sogar schlechte Manieren. Oft leiden sie an geringem Selbstbewusstsein, was man leicht an ihrer starren Mimik, der lauten Stimme und den abrupten Gesten erkennen kann.

Tigerattacken und die Abwehr Wenn ein menschlicher Tiger angreift, tut er es blitzschnell und ohne Vorwarnung - oft sogar mit freundlichem Lächeln. Tiger haben keine Freude an der Attacke. Deshalb erfolgt der Angriff mit aller Gewalt. Der erste Schlag muss tödlich sein. Ein cholerischer Tiger ist ebenso eine Tautologie wie ein weißer Schimmel. Eine falsche Beruhigungsgeste gegenüber einem Tiger kann schnell eine neue Attacke auslösen. Warten Sie ab, bis der Dampf raus ist. Es hat keinen Sinn, auf unsachliche Argumente hinzuweisen oder sich gar als beleidigt zu erkennen zu geben. Am leichtesten beruhigt sich der Tiger wieder, wenn Sie seine Argumente wiederholen und unauffällig ein eigenes mit einflechten. Wenn man dem Tiger eigene Ideen als seine unterschiebt, wird er sie gern akzeptieren. Suchen Sie nie in der Gruppe den Konflikt, sondern warten Sie, bis Sie den Tiger in der Umgebung, in der er sich sicher fühlt, zu einem Zweiergespräch treffen können.

Lebensweisheiten der Tiger >> Trau keinem. Auch keinem Tiger.

>> Der Starke ist am mächtigsten allein.

>> Überraschung ist der beste Angriff.

>> Erst zuschlagen, dann verhandeln.

>> Angriff ist die beste Verteidigung.

Konferenz der Tiger Eine typische Tigerkonferenz ist grundsätzlich zum Scheitern verurteilt, wenn nur Tiger daran teilnehmen. Man wird sich mehr oder weniger belauern, seine eigenen Vorstellungen nur sehr vorsichtig vortragen und dem anderen grundsätzlich nicht zuhören. Ist nur der Chef ein Tiger, wird er nach und nach alle Einwände und Argumente niederbügeln, bis das Ergebnis am Ende so aussieht wie seine Eröffnungsrede. Die Beteiligten werden sich fragen, warum man überhaupt eine solche Sitzung besucht hat. Ganz einfach: weil die Tiger sich gerne brüllen hören.

Tigerlösungen Probleme lösen menschliche Tiger auf eine sehr moderne Art: Sie schlagen zu, wenn es der andere am wenigsten erwartet. In der Wirtschaft führt man mit dieser Strategie feindliche Übernahmen durch, in der Politik entfernt man so missliebige Personen aus der Regierung. Am wohlsten fühlen sich Tiger in Menschengestalt als Präsidenten einer Bananenrepublik oder als Vorstandsvorsitzende eines internationalen Konzerns.

Tigerargumente >> Ich habe immer Recht.

>> Wieso sollte ich mir Gedanken über Ihre Gedanken machen?

>> So wird's gemacht, und damit basta!

>> Sorry, aber Sie sind mir zu nahe gekommen!

>> Man muss nicht Recht haben, man muss es sich nehmen.

Leoparden - die nervösen Jäger

Leoparden sind Löwen und Tigern grundsätzlich ähnlich, aber leichter und akrobatischer. Die Raubkatze mit dem wunderschön gefleckten Fell ist ein gewandter und schneller Jäger. Auch der Schwarze Panther gehört zu den Leoparden. Löwen und Tiger sehen Leoparden in der Manege nicht als gleichberechtigt an. Leoparden haben oft einen zickigen und kratzbürstigen Charakter, stehen immer unter Strom und sind enorm temperamentvoll.

Menschliche Leoparden Man kann beim Anblick dieser aktiven und kreativen Menschen auf den ersten Blick kaum glauben, dass sie eigentlich schüchtern und misstrauisch sind. Leoparden machen immer eine gute Figur, treten elegant auf und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Obwohl sie sich am liebsten von jeder öffentlichen Aufmerksamkeit fernhalten würden, können sie einfach nicht unauffällig sein. Tatsächlich wohnen zwei Seelen in der Brust des menschlichen Leoparden - auf der einen Seite sucht er das Scheinwerferlicht, auf der anderen erschrickt er, wenn es plötzlich auf ihn gerichtet ist. Leoparden sind Zögerer, verschließen sich in Mimik und Gestik, aber sie sind nicht cool, sondern nur angespannt. Obwohl sie leicht erregbar und streitlustig sind, vermeiden sie den offenen Schlagabtausch. Sie sind konfliktscheu, aber sie können Konflikte anheizen.

Als Kollegen sind Leoparden ebenso unterhaltsam wie anstrengend, als Partner lebhaft und hingebungsvoll, aber auch leicht beleidigt und eifersüchtig. Sie sind eitel, elegant und temperamentvoll.

Unter Leoparden findet man besonders viele Selbstständige - Kreative und Künstler, Journalisten und Autoren, Modemacher und Schauspieler. Handwerk und Verwaltung sind keine Betätigungsfelder für typische Leoparden.

Menschliche Leoparden Der Leopard findet alles anziehend, was Exklusivität besitzt. Er mag Tiger, weil sie stark und sprunghaft sind, er mag Löwen, weil sie so souverän und gelassen sind, und er vergöttert andere Leoparden, weil sie so elegant und verspielt sind wie er selbst. Mit allem "Normalen" kann und will er nichts anfangen: Elefanten und Bären sind ihm zu oberflächlich, Hunde zu spießig und Katzen zu zahm.

Prominente Leoparden Leoparden im Menschenkostüm sind etwa Boris Becker, Roger Federer, Verona Feldbusch, Udo Jürgens, Heidi Klum, Niki Lauda, Jan Ullrich, Otto Waalkes, Guido Westerwelle und Claudia Schiffer.

Leopardenchefs Leoparden eignen sich als Chefs höchstens in einer Ich-AG. Ihnen fehlt die Souveränität und das Selbstbewusstsein eines Chefs. Bei Unterhaltungen schweigen sie gern und scheinen sich gegen den Gesprächspartner abzuschließen. Menschliche Leoparden arbeiten meist mit wenig Mimik, haben eine in sich gekehrte Körperhaltung und einen abgewandten Blick. All das sind keine guten Voraussetzungen für vertrauensvolle Gespräche. Schweigen ist für sie überhaupt ein starkes Thema. Manchmal schweigen sie, um andere auflaufen zu lassen, manchmal, um erst alle Argumente zu hören, manchmal setzen sie geheimnisvolles Schweigen als Zeichen der Überlegenheit ein. Grundsätzlich sind sie misstrauische und nervöse Chefs, und sie dürfen sich nicht beklagen, wenn ihre Untergebenen ihnen möglichst aus dem Weg gehen.

Leopardenattacken und die Abwehr Wenn ein Leopard angreift, tut er das meist aus dem Hinterhalt. Oft merkt man nicht einmal, dass er es war, der zugeschlagen hat. Menschliche Leoparden sind Meister der Intrige und Verschwörung. Sie werden sich nie selbst die Finger schmutzig machen oder sich auf einen offenen Schlagabtausch einlassen.

Einen menschlichen Leoparden muss man nicht abwehren, weil er nur im äußersten Notfall - und auch dann nur sehr dezent -angreifen wird. Wenn man aber das Gefühl hat, dass er durch ein Vorkommnis im Beruf oder Privatleben verletzt worden ist, sollte man ihn behutsam zu einem Gespräch unter vier Augen animieren. Dabei muss man dem Leoparden das Gefühl von Sicherheit und Zuwendung geben, sonst wird er sich nicht öffnen.

Lebensweisheiten der Leoparden >> Nur nicht auffallen, aber das mit Stil.

>> Alles von einer hohen Warte aus betrachten.

>> Gute Deckung ist das Wichtigste.

>> Immer erst dann angreifen, wenn der Sieg wirklich hundertprozentig sicher ist.

Konferenz der Leoparden Eine reine Leopardenkonferenz ist selten, dazu sind diese Typen in Firmen zu rar gesät. Als Sitzungsleiter ist der Leopard eine Fehlbesetzung, denn er misstraut grundsätzlich jedem Beteiligten und würde am liebsten nur eine Ein-Mann-Konferenz abhalten. Als Teilnehmer kann er den typischen Sichtweisen intelligente und kreative Perspektiven entgegensetzen. Er sollte sich aber hüten, seine Vorschläge so distanziert vorzubringen, dass alle anderen ihn als arrogant oder inkompetent empfinden.

Leopardenlösungen Probleme geht der Leopard sehr vorsichtig und zögerlich an. Er beobachtet sie lange, möglichst aus unterschiedlichen Perspektiven. Dann macht er einen blitzartigen Vorstoß, der meist in einer halbherzigen Aktion endet, die das Problem aber wenigstens berührt hat. Der Leopard zieht sich dann zurück, um das Problem aufs Neue zu beobachten - vielleicht hat es sich ja wenigstens verändert.

Leopardenargumente >> Es geht immer alles zu langsam.

>> Wenn die anderen anfangen, bin ich schon fertig.

>> Warum sind nur alle um mich herum so einfallslos?

>> Was ist das nur für ein lahmer Haufen!

Bären - die gutgelaunten Besserwisser

Alle Bären gleichen sich in ihrem Körperbau: Sie sind stämmig, haben einen großen Kopf, kleine Augen, runde, aufrecht stehende Ohren und kurze, aber sehr kräftige Gliedmaßen. Bewaffnet sind sie mit 40 scharfen Zähnen und 20 nicht einziehbaren Krallen, fünf an jedem Fuß. Alle Bären sind Sohlengänger. Bären sind extrovertiert, kräftig und verspielt. Sie leben nach der Devise "Wo ist das Klavier, ich trag's mal eben raus!" Bären werfen sich gerne in die Brust, sind immer hellwach und ein bisschen zappelig, wippen immer auf den Füßen und treten ungeduldig von einem Bein aufs andere. Doch man sollte sich durch ihre aufgeweckte und possierliche Art nicht täuschen lassen - wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, können sie blitzschnell angreifen. Daher gehören sie zu den gefährlichsten Säugetieren überhaupt.

Menschliche Bären Sie sind vor allem eines: menschlich. Unter ihnen gibt es lautstarke und vorlaute Angeber, die mit Halbwissen glänzen wollen, Schwächere niedermachen und ihnen das Wort abschneiden - aber auch die immer gut gelaunten Kollegen, die emotionalen Haltegriffe und Spaßmacher, die das Leben einfacher und schöner machen. Bären werden sich allerdings selten mit dem Chef anlegen, sie werden lieber kuschen als aufbegehren. Bären wollen geliebt werden. Wahrscheinlich haben deshalb so viele von ihnen eine Profilneurose, denn der Wunsch nach Ansehen kollidiert mit dem typischen Phlegma eines menschlichen Bären. Gemütlich wirkt ein Bär deswegen, weil ihm meist der Mumm zum Angriff oder zur eigenen Meinung fehlt. Bären sind nett, aber ihre schlechten Manieren und ihr Hang zu endlosen Monologen machen sie auch zu anstrengenden Bekanntschaften.

Menschliche Bären können ihre Qualitäten besonders gut in Bürogemeinschaften einbringen. Sie sind typische Angestellte in mittelständischen Unternehmen oder im öffentlichen Dienst. Andere Betätigungsfelder finden sie im Dienstleistungssektor; Bären sind begeisterte Kneipiers und Köche, aber auch Handwerker, Lehrer und Sozialarbeiter - jedoch selten Kreative oder Selbstständige.

Bärenpartner Bären verlassen sich generell auf ihr Bauchgefühl. Also sind Beziehungen - beruflich wie privat - immer kumpelhaft und sehr intim. Abgesehen von menschlichen Leoparden "kann" der Bär mit jedem, am besten kommt er natürlich mit seinesgleichen aus. Wer einen Bär zum Freund hat, der hat einen echten Kumpel an seiner Seite. Der Bär ist ein begeisterter Kneipengänger und Karnevalist, kann aber auch ein fanatischer Boxfan und Krakeeler sein.

Prominente Bären Bären im Menschenkostüm sind zum Beispiel DJ Bobo, Ottfried Fischer, Oliver Kahn, Roland Koch, Manfred Krug, Hella von Sinnen, Zinedine Zidane und Jean Ziegler.

Bärenchefs Mit einem Bären als Chef hat man ein angenehmes Leben. Menschliche Bären haben eindeutige Prioritäten: Zuerst muss die Atmosphäre stimmen. Wenn dazu noch die Arbeit gemacht wird, ist alles gut. Bärenchefs kontrollieren nicht gern, sie delegieren lieber, und sie hassen lange Meetings, dafür lieben sie ausgedehnte Geschäftsessen. Als Chefs sorgen sie für angenehme Stimmung, um den reibungslosen Betriebsablauf müssen sich andere kümmern. Neben dem Löwen ist der Bär der beste Chef, aber er ist auch als Lehrer und Kollege eine gute Wahl.

Bärenattacken und die Abwehr Bären wollen eigentlich nur ihre Ruhe haben und würden Kämpfe am liebsten vermeiden. Sie greifen nur an, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt, dann aber auch nicht so unvermittelt wie Tiger. Die meisten Bären führen erst einen Scheinangriff aus, um dem Gegner zu zeigen, dass sie es ernst meinen und ihm eine Chance geben, sich noch rechtzeitig aus dem Staub zu machen. Erst wenn der andere nicht reagiert, greift der Bär wirklich an. Wenn ein menschlicher Bär attackiert, tut er das mit großem Pomp. Er zelebriert den Angriff, und bildlich gesprochen lässt er dabei Fanfaren blasen und trommelt sich an die Brust.

Für Bären ist ein solcher Angriff auch ein Riesenspaß. Allerdings sollte man sich nicht täuschen lassen: Auch wenn die Bären dabei beste Laune haben, nehmen sie die Aggression ernst. Das ist das große Wunder des Bärencharakters, dass Spaß und Ernst so nahe beieinander liegen.

Die Gegenstrategie bei einem Angriff durch einen echten wie durch einen menschlichen Bären ist grundsätzlich die gleiche. Bleiben Sie ruhig, bewegen Sie sich nicht, stellen Sie sich tot. Dann verlassen Sie langsam das Revier des Bären, bis er sich wieder sicher fühlt. Menschen mit bärenhaftem Charakter muss man erst die Chance geben, sich wieder zu beruhigen, bevor man sie kritisieren kann. Dann allerdings sollte man durch klare Argumente ihren Redefluss stoppen. Nachdem sie gern Schwächere angreifen, darf man Bären auch vor anderen zurechtweisen und auf anständigen Manieren bestehen.

Lebensweisheiten der Bären >> Nur nicht auffallen.

>> Erst mal eine Nacht darüber schlafen.

>> Es riecht gut, also muss es auch gut schmecken.

Konferenz der Bären Für Bärenkonferenzen braucht man ein dickes Fell und eine besondere Art von Humor. Sind ausschließlich Bären an einer Sitzung beteiligt, wird daraus eher eine Junggesellenparty, ist der Bär der Sitzungsleiter, werden Konflikte und Probleme leicht unter den Teppich gekehrt. Optimal endet eine Bärenkonferenz, wenn der Chef sich für das gute Klima bedankt und die technischen Einzelheiten an kompetente Fachleute delegiert hat.

Bärenlösungen Der Bär wird sich erst einmal des Problems versichern. Soll heißen, er wird darüber reden - lange, ausgiebig, mit den verschiedensten Personen, auch mit solchen, die von dem Problem keine Ahnung haben. Dem Bär ist das Problem nämlich fast immer egal, aber er plaudert gern darüber und ist sogar stolz darauf, eines zu haben. Hat er ein neues Problem gefunden, ist das alte sofort vergessen.

Bärenargumente >> Und wenn es nicht im Guten geht, brauch ich Gewalt.

>> Ich hatte eben gerade Lust dazu.

Elefanten - die zögerlichen Blockierer

Elefanten sind die größten noch lebenden Landtiere. Sie sind Pflanzenfresser, introvertiert, nachdenklich und zurückhaltend. Sie tun nur so, als wären sie auch psychisch dickhäutig, sind im Gegenteil aber sehr sensibel und vergessen nie etwas. Das kann gut und schlecht zugleich sein: Sie sind gelehrig, aber auch schrecklich nachtragend. Elefanten sind vor allem eines: stark. Das macht sie unangreifbar. Charakterlich sind sie sich alle sehr ähnlich: behäbig, gutmütig und lustig, aber gleichzeitig haben sie diese polternde, sich selbst zerstörende Veranlagung, die aus behäbigem Humor in Sekundenschnelle blinde Zerstörungswut macht. Sie bewegen sich oft wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, trotzdem können sie mit dem Rüssel noch die kleinsten Dinge ertasten.

Indische Elefanten kann man so zähmen, dass sie wie Haustiere arbeiten, roden und Lasten schleppen. Sie hören auf Kommandos, aber nicht immer und vor allem nicht von jedem. Elefanten sind nicht ungefährlich, und es sind mehr Menschen durch Elefanten zu Tode gekommen als durch Raubkatzen. Elefanten haben keine natürlichen Feinde - und wenn man die Typologie auf Menschen überträgt, könnte man sagen: Ihre einzigen Feinde sind sie selbst.

Menschliche Elefanten Obwohl körperlich meist sehr ansehnlich und massig, sind menschliche Elefanten eher zögerlich und zurückhaltend. Sie sprechen wenig oder leise, beschweren sich aber nach gemeinsamen Beschlüssen, dass sie zu wenig gefragt worden sind. Sie sind die geborenen Zauderer und Blockierer. Obwohl sie kaum jemand angreifen würde, sind sie konfliktscheu und wollen es allen recht machen. Ihr Perfektionsanspruch lässt sie vorsichtig und langsam (langsamer als ein Leopard jedenfalls) denken, aber ihre Ergebnisse sind fundiert. Menschliche Elefanten haben eine unklare Körpersprache, sie kontrollieren sich so stark, dass keine Eleganz in ihren Bewegungen aufkommen kann.

Menschliche Elefanten können ihre Qualitäten besonders gut in Verwaltungen, Bürogemeinschaften und in der Politik umsetzen. Sie sind typische Angestellte, Beamte, Lehrer und Landwirte. In Familienunternehmen mit Elefantenchefs findet man Stabilität und Sicherheit vor, bei ihnen muss man sich keine Sorge um die Erhaltung des "Kerngeschäfts" machen.

Elefantenpartner Beruflich wie privat kann der Elefant mit jedem auskommen, allerdings nur auf Distanz. Der sprichwörtliche "Dickhäuter" verfügt nur scheinbar über eine dicke Haut. Doch dieser scheinbare Schutzwall wirkt: Zu ihm kann nur durchdringen, wer Zeit, Geduld und wahres Interesse an seiner Person hat. Wenn der menschliche Elefant erst einmal Vertrauen zu einer Person gefasst hat, bleibt er ihr allerdings lebenslang treu und kümmert sich rührend um sie. Einzelgänger wie den Tiger findet der Elefant besonders faszinierend, doch für den Alltag sucht er sich lieber so verlässliche und berechenbare Partner wie den Hund und den Bären.

Prominente Elefanten Elefanten im Menschenkostüm sind Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl, Angela Merkel, Hermes Phettberg und Heide Simonis, aber auch Komiker wie Heinz Erhardt, Stefan Raab und Emil Steinberger.

Elefantenchefs Elefanten können überall arbeiten, aber ihr ganz persönlicher Stil wird hauptsächlich in Führungspositionen sichtbar. Dort bilden sie stabile, unsichtbare Netzwerke, über die sie im Hintergrund viel mehr bewegen, als man ihnen zutraut. In der Politik und bei wirtschaftlichen und sozialen Organisationen sind sie ebenso effektiv wie gefährlich. Sie sind die Erfinder der Küchenkabinette, in denen die wirklichen Entscheidungen gefällt werden. Sie delegieren nicht, und misstrauen grundsätzlich allen bis auf ein paar wenigen Vertrauten. Von Demokratie halten Elefanten nicht viel, jedenfalls dann nicht, wenn die Mehrheitsmeinung von ihrer eigenen abweicht.

Elefantenattacken und die Abwehr Hoffen Sie, dass Sie niemals einem Angriff echter Elefanten ausgeliefert sind. Ein wild trompetender Pulk trampelt einfach alles nieder, was ihm vor die Füße kommt. Menschliche Elefanten greifen anders an. Sie mauern, verweigern jeden Kontakt, schweigen und verstecken sich. Wenn Sie einen solchen Menschen gekränkt oder verletzt haben, versuchen Sie, ihm vorsichtig seine Angst zu nehmen - denn das ist das beherrschende Grundgefühl bei Elefanten -, und versichern Sie ihn Ihrer Solidarität. Flüchtet ein Elefant bei einer Diskussion in einen solchen "Verweigerungsangriff", müssen Sie ihn ebenso vorsichtig wieder herauslocken. Zählen Sie Ihre Argumente noch einmal auf, wiederholen Sie alle Sätze von ihm, die er mit "könnte", "sollte" und "würde vielleicht" bildet, mit "kann", "soll" und "wird", und geben Sie feste Termine bekannt, zu denen eine klare Entscheidung getroffen werden muss. Ansonsten gilt, was auch beim Angriff echter Elefanten wirkt: Feuer und Mäuse.

Lebensweisheiten der Elefanten >> Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

>> Nur nicht auffallen.

>> Trau, schau, wem.

>> Mir doch egal, was die anderen denken.

Konferenz der Elefanten Wenn nach Wahlen von einer Elefantenrunde die Rede ist, ist die Versammlung der wichtigsten Köpfe der Parteien gemeint. Das Ergebnis einer solchen Runde ist natürlich gleich null. Inhaltlich geben Elefanten nur Gemeinplätze kund und treten sie auch noch beharrlich breit, bis sie am Schluss ebenso groß wie dünn geworden sind. Treffen sich Elefanten zu einer Konferenz, muss man weder hitzige Debatten noch Resultate befürchten. Sie sind viel zu vorsichtig, misstrauisch und konfliktscheu, um tatsächlich Neues zu denken oder gar zu beschließen.

Elefantenlösungen Probleme löst der Elefant durch beharrliches Abwarten, denn er hat erkannt, dass die meisten Probleme von selbst verschwinden, wenn man lange genug wartet. Wenn tatsächlich etwas übrig bleibt, wird es so lange sorgfältig von allen Seiten beobachtet, bis nur noch der hartnäckigste Rest des Problems überlebt. Dieser wird dann so lange beharrlich ignoriert, bis schließlich auch er verschwunden ist.

Elefantenargumente >> Keiner versteht mich.

>> Ich will gar nicht, dass mich jemand versteht.

Hunde - die ordnungsliebenden Rudeltiere

Die Hunde gehören derselben Familie an wie Füchse, Schakale, Kojoten und Wölfe. Als Rudeltiere fühlen sie sich nur in klaren Hierarchien wohl. Das Zusammenleben mit Menschen wird anstrengend, wenn sie keinen Chef ausmachen können; dann erheben sie sich selbst zum Rudelführer. Hunde sind gelehrig, besitzen einen starken Nachahmungstrieb und können daher vielfältig eingesetzt werden - als Kuscheltier, Joggingpartner, Hütehund und Blindenführer.

Menschliche Hunde Man erkennt sie auf den ersten Blick an ihrer Körpersprache, die nie eindeutig ist. Menschliche Hunde lächeln und nicken gern, wenn sie anderen zuhören. Sie lieben die Harmonie und gehen Konflikten aus dem Weg - aber sie werden auch selten angegriffen. "Hunde" sind immer nett und freundlich, weil sie selbst auf der Suche nach Zustimmung sind. Sie arbeiten schnell und zuverlässig und können ebenso gut organisieren wie delegieren. Ihre hervorstechendste Eigenschaft ist die absolute Treue und Loyalität gegenüber dem Chef, der Familie und Freunden.

Menschliche Hunde können ihre Qualitäten besonders gut in Bürogemeinschaften und im Dienstleistungssektor entfalten. Wenn sie einen starken Chef haben, sind sie glücklich. Als Beamte sind sie optimal untergebracht.

Hundepartner Beruflich wie privat mag der Hund alle, die klare Forderungen an ihn stellen und seinem Leben einen Sinn geben. Großkatzen könnten das zwar gut, aber auf die Dauer hält er ihre Strenge und Kälte nicht aus. Er versteht sich - neben anderen Hunden natürlich - am besten mit Elefanten und Bären: gute Kumpel und Genießer wie er.

Prominente Hunde Hunde im Menschenkostüm sind Dick Cheney, Franz Müntefering, Wolfgang Schüssel, Edmund Stoiber, aber auch brave Wachhunde wie Reinhold Beckmann oder Johannes B. Kerner.

Hundechefs Nicht jeder ist als Anführer geeignet, der menschliche Hund am allerwenigsten - ist sein größtes Talent doch das Gehorchen. Also braucht der Hundechef einen Assistenten, ideal ist ein "Elefant", der offiziell die zweite Geige spielt, tatsächlich aber sagt, wo's langgeht. Ihm wird der Hund blind vertrauen. Aus dieser Symbiose kann sich eine wirklich gute Führung entwickeln.

Hundeattacken und die Abwehr Als die Hunde noch Wölfe waren, griffen sie nur im Rudel an. Vielleicht wirkt deshalb ein angreifender "Hund" so seltsam verloren und unkonzentriert. Einem "Hund" kann man schnell den Schneid abkaufen indem man zum Gegenangriff übergeht. Menschliche Hunde ducken sich meist schon beim Angriff. Am meisten hasst der "Hund" ungewohnte Situationen. Deshalb sollten Sie ihm auf seinen Angriffnie mit derselben Waffe antworten: Schreit er, sprechen Sie leise; versucht er es mit Sarkasmus, antworten Sie freundlich; macht er unhaltbare Vorwürfe, reden Sie übers Wetter. "Hunde" sind schreckhaft, und, anders als Raubkatzen, nicht auf einen finalen Todesbiss aus. Deshalb kann man ihre Angriffe mit ein paar kleinen Drohgebärden zurückschlagen - und man kann sich dabei Zeit lassen. Menschliche Hunde, die sich etwa im Büro zu kleinen Grüppchen zusammentun und in der Teeküche über Kollegen und Vorgesetzte herziehen, sind unangenehm, aber keine ernste Gefahr. Man kann sie sich einzeln vornehmen oder - wie es Löwen oder Tiger machen würden - einen Überraschungsangriff in der Teeküche starten und die ganze Meute anbrüllen.

Lebensweisheiten der Hunde >> Verschiebe nichts auf morgen, verschiebe es auf nächste Woche.

>> Mit der Nase sieht man besser als mit den Augen.

>> Jeder Floh glaubt, er hätte den schönsten Hund.

Konferenz der Hunde Besteht die Runde nur aus menschlichen Hunden, kommt es zum üblichen Rudelspiel: Der Anführer bestimmt, und alle folgen brav. Ist nur der Chef ein Hund, wird wenig herauskommen: Die anderen beharren auf ihren Standpunkten, und der Hund sorgt dafür, dass es keinen Streit gibt. Sind alle außer dem Chef Hunde, wird nichts Neues herauskommen. Bei Vollmond wird wenigstens gemeinsam gejault.

Hundelösungen Ein Problem ist für Hunde eine schreckliche Herausforderung. Sie ahnen instinktiv, dass sie es nicht lösen können, laufen aber trotzdem ständig im Kreis darum herum und starren wie hypnotisiert darauf. Es muss doch irgendjemand kommen, der dieses Problem löst! Hunde laufen so lange, bis sie müde werden, sich hinlegen und einschlafen - und nach dem Aufwachen haben sie das Problem meist schon wieder vergessen. Auch eine Lösung.

Hundeargumente >> Der Chef hat es so gewollt.

>> Irgendjemand wird das Problem schon lösen.

>> Ist doch nicht meine Aufgabe.

>> Ich habe es zuerst gesehen, also gehört es mir.

>> Das war doch nur ein Nickerchen.

Katzen - die eigensinnigen Freigeister

Katzen sind selbstständig und eigensinnig. Auch wenn sie Raubtiere sind, stellen sie doch die weichste und harmloseste Form der Raubkatzen dar. Sie halten sich Menschen auf Distanz und sehen sie bestenfalls als nützliche Dosenöffner an.

Menschliche Katzen Das Sicherste, was man über menschliche Katzen sagen kann, ist, dass sie unberechenbar sind. Das ist aber gleichzeitig das Reizvolle an ihnen - sie können ebenso anhänglich wie selbstständig sein, ebenso reizbar wie verspielt, ebenso melancholisch wie vergnügt. Was alle menschlichen Katzen vereint, ist ihr Tempowechsel - wenn sie schnell sind, sind sie sehr schnell, wenn sie langsam sind, sind sie geradezu träge, und die Wechsel geschehen blitzartig. Sie sind Individualisten, und sie zeigen deutlich, dass sie stolz darauf sind. Menschliche Katzen können ihre Qualitäten besonders gut in der Selbstständigkeit ausleben. Sie lieben alles Neue und Technische. Beste Voraussetzungen für Medienberufe.

Katzenpartner Die Katze alle, die ihr ihre Freiheit lassen. Toleranz ist der erste Prüfstein für jeden, der einer menschlichen Katze nahe kommt. Am einfachsten sind Beziehungen mit Tigern und Leoparden, weil man sich kaum begegnen wird. Am unerträglichsten sind einer Katze die Bevormundung eines Elefanten und die selbstlose Aufopferung eines Hundes. Mit Bären zieht sie höchstens mal um die Häuser.

Prominente Katzen Katzen im Menschenkostüm sind unter anderem die Grünenchefin Claudia Roth, der französische Präsident Jacques Chirac, Veronica Ferres, Barbara Schöneberger, Eva Herrmann und die Entertainer Thomas Gottschalk und Harald Schmidt.

Katzenchefs Katzenchefs sind angenehme Zeitgenossen, aber sehr sprunghaft. Ihre Sympathien sind nicht so festgelegt wie bei anderen. Aus einer Laune heraus kann die freundlichste Beziehung plötzlich in die Krise kommen. Katzenchefs muss man cool und kollegial begegnen, man sollte sie immer auf dem Laufenden halten und über jedes wichtige Vorkommnis sofort Bericht erstatten. Katzenchefs kommen nicht, sie lassen kommen.

Katzenattacken und die Abwehr Katzen greifen aus heiterem Himmel an, oft nur wegen eines Missverständnisses. Ihre Attacken haben etwas Spielerisches, sie wirken nie sehr bedrohlich. Die Einzigen, die solche Angriffe nicht vertragen, sind Bären und Hunde.

Die Gegenstrategie bei einem Angriff durch eine menschliche Katze ist simpel - ignorieren Sie sie. Wenn man in einer Konferenz oder im Büro von einer menschlichen Katze angegriffen wird, reicht es meist schon, wenn man sich kurz abwendet und so tut, als müsste man sich auf etwas Wichtigeres konzentrieren. Wenn man sich der Katze wieder zuwendet, ist der Angriff schon wieder vorbei.

Lebensweisheit der Katzen >> Chefs sind überflüssig, wenn sie meine Arbeit nicht erledigen.

Konferenz der Katzen Sollten alle Konferenzteilnehmer Katzen sein, wird es laut und chaotisch zugehen, dafür inhaltlich mager: viel Krach, wenig Resultate. Eine Katze als Chef einer Sitzung ist dagegen eine gute Besetzung, denn sie beherrscht das lockere Spiel mit den verschiedenen Typen und versteht es auch, Konflikte schnell zu beenden.

Katzenlösungen Katzen lösen kein Problem, sie ignorieren es. Sollte es davon nicht verschwinden, beauftragen sie andere damit, das Problem verschwinden zu lassen. Es muss nicht unbedingt gelöst werden, sie wollen davon nur nicht mehr belästigt werden. Hunde, Bären und Elefanten macht diese Einstellung ganz krank, aber sie sind auch immer diejenigen, die Katzenprobleme verschwinden lassen.

Katzenargumente >> Mir ist aber gerade danach.

>> Wer nicht für mich ist, existiert nicht für mich.

Wissen
Wissenstests
Wie gut ist Ihr Allgemeinwissen? Wie gut ist Ihr Allgemeinwissen? Kniffliges für Ihr Hirn: Quizzen Sie sich zum Allgemeinwissens-Champion! Mit diesen Fragen und Antworten sammeln Sie zudem genug Stoff für jeden Party-Smalltalk. Zu den Wissenstests
 
Extra
Lebensmittelunverträglichkeiten: Wenn Essen zur Qual wird Lebensmittelunverträglichkeiten Wenn Essen zur Qual wird
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Amos: Warum muß ein Blinder bei "Wetten dass" eine geschwärzte Brille tragen?

 

  von Amos: Seit heute steigen die Preise der DB, wenn ich per Kreditkarte oder Internet bezahle.

 

  von Bananabender: Der Mythos Megapixel

 

  von Amos: Warum müssen verunglückte Reitpferde immer eingeschläfert werden?

 

  von Amos: Haus mit 5 Wohneinheiten. Jetzt steht eine Wohnung längere Zeit leer. Wie verhält es sich dann mit...

 

  von Amos: Smartphones zu Weihnachten: Kaufentscheidung abhängig von der Fotoauflösung? Telefonieren wäre doch...

 

  von StechusKaktus: Wie kann die kalte Progression abgeschafft werden?

 

  von bh_roth: Gastherme versetzen

 

  von Bananabender: Drucker Patronen

 

  von bh_roth: Lichterführung bei speziellen LKW

 

  von Amos: Wenn ich einen Karton Sekt aus Bequemlichkeit im Kofferraum "vergesse": wie hoch ist die...

 

  von Musca: Vogelschwarm filmen

 

  von Amos: Da ich als Arzt nicht mehr tätig bin, habe ich meine Berufshaftplicht gekündigt.

 

  von Amos: Eine Fondsgesellschaft schickt mir am 2..12.2014 die Steuerbescheinigung für 2013. Obwohl ich meine...

 

  von Gast: Ist der Nahme "Haircouture" geschützt

 

  von Gast: ich habe eine rente in höhe von 760 ?,wie viel kann ich dazu beantragen?

 

  von Amos: Ich werde von der Telekom mit tollen Angeboten zu schnellerem Internetzugang bombardiert.

 

  von Amos: Obwohl schon oft gestellt: bei trockener Straße ohne Schnee darf ich doch mit Sommerreifen fahren....

 

  von Amos: Habe von Bio-Mineralwaser gelesen. Was ist das oder was soll das?

 

  von Gast: Ich trainiere ca. 5-6 mal pro Woche und habe einen Ruhepuls von 35 mit 15 Jahren, leider bekomme...