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Neue Gesetze zum Jahreswechsel Änderungen ab 2022: Was Autofahrer wissen müssen

Ein alter Führerschein liegt auf einem Porte­mon­naie
Eine Änderung in 2022: Es müssen Millionen von Führerscheinen umgetauscht werden, damit sie fälschungssicherer sind.
© Andreas Arnold / DPA
CO2-Steuer, Umweltprämie für Elektroautos, Maskenpflicht: Ab 2022 ändert sich einiges für Autofahrer. Hier ein Überblick über die bevorstehenden Änderungen im neuen Jahr.

Das Jahr 2022 bringt diverse Änderungen mit sich. Auch Autofahrer sollten einiges beachten. Für den grauen oder "rosa" Lappen, den alten Papierführerschein, wird künftig Schluss sein. Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen stufenweise bis zum Jahr 2033 in fälschungssichere Scheckkarten eingewechselt werden. Die Geburtenjahrgänge 1953 bis 1958 müssen dies eigentlich bis zum 19. Januar 2022 getan haben.

Aufgrund der Corona-Situation kann es bei der Beantragung zu längeren Wartezeiten und Verzögerungen kommen. Die Verkehrsministerkonferenz hat deshalb vorgeschlagen, bis zum 19. Juli 2022 keine Bußgelder zu verhängen. Betroffene Autofahrer sollten sich dennoch schnell um einen neuen Führerschein kümmern. Der neue EU-einheitliche Führerschein kostet 25 Euro und ist 15 Jahre gültig, ein Verstoß gegen die Vorschrift kostet zehn Euro.

CO2-Steuer und Bonus für Elektroauto-Fahrer

Zum 1. Januar steigt die CO2-Steuer von bisher 25 Cent je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid auf 30 Cent. Das wirkt sich auf die Spritpreise aus: Laut dem ADAC dürften die Preise für Benzin und Diesel zum neuen Jahr um rund 1,5 Cent pro Liter steigen.

Die Bundesregierung hat die Umweltprämie für Elektroautos verlängert, die bis Ende 2021 befristet war. Besitzer von Plug-in-Hybriden erhalten eine maximale Förderung von 6750 Euro, sofern der Emissionsausstoß ihres Fahrzeugs bei höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer oder die elektrische Mindestreichweite bei 60 Kilometern liegt. Damit erhöht sich die vorgeschriebene Reichweite. Sie liegt bis zum Jahresende noch bei 40 Kilometern.

Besitzer von reinen Elektroautos können von dem ab 2022 in Kraft tretenden Gesetz der Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) profitieren. Die THG-Quote verpflichtet Mineralölkonzerne, den CO2-Ausstoß ab dem kommenden Jahr weiter zu verringern. Dabei können Besitzer von Elektroautos ihre CO2-Einsparungen verkaufen und dafür rund 250 Euro pro Jahr und Elektrofahrzeug kassieren. Erforderlich ist dafür eine digitale Registrierung bei einem Dienstleister, der die CO2-Einsparungen an quotenpflichtige Mineralölkonzerne weiterverkauft.

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2022 bringt Maskenpflicht im Verbandskasten

Eine weitere Änderung betrifft hingegen alle Autofahrer: Sie müssen künftig Masken im Verbandskasten mitführen. Laut der neuen DIN-Norm für Verbandskästen müssen zwei Mund-Nasen-Bedeckungen enthalten sein. Ob und wann das Gesetz tatsächlich greifen wird, ist noch unklar.

Ab dem 1. Januar 2022 verlängert sich die Beweislastumkehr beim Händlerkauf von bislang sechs auf zwölf Monate. Erst ein Jahr nach dem Autokauf muss der Käufer damit beweisen, dass ein Mangel oder ein Schaden von Anfang an vorhanden war. Außerdem müssen Neuwagen ab Juli 2022 bei der Fahrzeugtypenzulassung bestimmte Assistenzsysteme für mehr Sicherheit vorweisen. Die EU-Verordnung schreibt dann unter anderem einen Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten, der den Fahrer bei Überschreiten des Tempolimits warnt, Rückfahr-, Spurhalte- und Notbremsassistenten, Müdigkeitswarner und eine Schnittstelle für Alkohol-Wegfahrsperren vor.

Quellen: ADAC, BundesregierungHNA, mit Material von dpa

nk

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